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Abgeschlossene Projekte

ABAP aktionsbündnis allergie prävention

AG Beruf und Berufswahl

Titel: Beratung zum beruflichen Allergierisiko bei Jugendlichen in Haupt- und Realschulen – ein interdisziplinäres Multicenterprojekt der AG Beruf und Berufswahl des Aktionsbündnisses Allergieprävention (ab[a]p) und des Kooperationsverbund zur Prävention berufsbedingter Allergien (KOPRA).

Projektleitung: Prof. Dr. T.L. Diepgen, Dr. M. Bock, Dr. M. Radulescu

Inhaltsangabe:
Im Mittelpunkt der geplanten Aktivitäten soll für die Jahre 2004/ 2005 die Aufklärung über berufsbedingte Allergierisiken bei Personen stehen, die noch nicht mit einer Berufsausbildung begonnen haben, also Schülerinnen und Schüler im vorletzten Schuljahr. Die Maßnahmen und Empfehlungen sollen auf evidenzbasierten Daten beruhen. Dabei sind folgende Arbeitsschritte geplant:

  • Erstellung einer standardisierten Unterrichtseinheit zur Aufklärung über berufsbedingte Allergierisiken. Die Unterrichtseinheit soll aus zwei Stunden bestehen, wobei die erste Stunde der Wissens- und Informationsvermittlung dient und die zweite Stunde eine Reflexionsrunde darstellt. Es sollen dabei auch Instrumente zur Selbsterkennung von Risikopersonen eingesetzt werden, um ggf. eine weitere fachärztliche Diagnostik und Beratung zu veranlassen.

  • Durchführung der standardisierten Unterrichtseinheit in einer Pilotstudie an verschiedenen Standorten bei ca. 1000 Schülern: im Land Brandenburg (Federführung Frau Dr. Ellsäßer),
    im Raum Heidelberg (Federführung Prof. Diepgen), Ziel ist es, Erfahrungen mit den durchzuführenden Unterrichtseinheiten zu gewinnen. Zusätzlich soll der Wissensstand der Schülerinnen und Schüler vorher und nachher evaluiert werden.

Abrissstudie

Titel: Studie zur Standardisierung des Abriss-Epikutantests

Projektleitung: Dr. E. Weisshaar, Dipl.-Math. T. Bruckner (Statistik),
Dr. H. Dickel, Osnabrück (Gesamtstudienleiter)

Förderung: Deutsche Kontaktallergie Gruppe (DKG)

Förderungssumme:

Inhaltsangabe:

Der Abriss-Epikutantest wird vielerorts angewandt, um bei negativem Epikutantest einen fortbestehenden klinischen Verdacht einer Kontaktallergie abzuklären, expositionsadäquatere Kontaktbedingungen zu schaffen, schlecht permeable Testsubstanzen besser zu testen und einen schwachen Sensibilisierungsgrad nachweisen zu können. Im Gegensatz zum Epikutantest existiert für den Abriss-Epikutantest noch keine einheitliche Vorgehensweise. Auch in der Literatur findet man keine standardisierten Empfehlungen zur Durchführung.
Diese Studie setzt sich zum Ziel, die Durchführung zu standardisieren, dadurch seine Qualität zu verbessern und seine Testergebnisse einer vergleichenden Überprüfung zugänglich zu machen.
Ansatzpunkt dieser multizentrischen Studie an 80 Probanden ist die Überlegung, mit vorgegebenem Klebebandmaterial die Abrissanzahl bei Probanden festzustellen, die benötigt wird, um einen ersten statistisch signifikanten und medizinisch relevanten Anstieg der transepidermalen Wasserverlustes (Parameter für die Hautschutzfunktion) zu erreichen, der eine kritische Hornschichtabrisstiefe anzeigt, die ihrerseits wieder Grundlage für die Sensitivitätssteigerung des Abriss-Epikutantests gegenüber dem herrkömmlichen Epikutantest ist. Im zweiten Teil der Studie wird die Sensitivitätssteigerung mit Hilfe des Modellirritanz Natriumlaurylsulfat überprüft. Die Messung des Transepidermalen Wasserverlusts erfolgt mit einem nichtinvasivem Bioengineering-Verfahren.

Laufzeit: 2002

Mitarbeiter/innen: Weyher, Radulescu

Externe Kooperationspartner: Univ.-Hautklinik Aachen, Hautklinik Dortmund, Univ.-Hautklinik Erlangen, Univ.-Hautklinik Kiel, Univ.-Hautklinik Lübeck, Univ.-Hautklinik Marburg, Fachgebiet Dermatologie, Osnabrück

AVISEO Gesundheit im Dialog

Titel: Früherkennung chronischer Krankheiten.

Projektleitung: Dr. Ing Detlev Zimmermann, Dr. med. Dipl.-Inform Hermann Kollmar, Prof. Dr. Thomas L. Diepgen

Inhaltsangabe:
Allgemeiner Stellenwert von Maßnahmen zur Früherkennung chronischer Krankheiten
Nach Ansicht der Bundesregierung stellt die Prävention eine lohnenswerte Investition in die Zukunftssicherung der sozialen Sicherungssysteme dar und bietet einen „nachhaltigen gesamtgesellschaftlichen und individuellen Nutzen“.
Nach dieser Auffassung gehört zur Prävention ausdrücklich auch das „frühe Erkennen krankhafter Veränderungen“. Weiterhin findet sich folgender Hinweis: „Es wird als erwiesen angesehen, dass präventive Programme auch im Sinne der Kosteneffektivität wirksam sind, d. h. dass Nettoersparnisse aufgrund verringerter Folgekosten erzielt werden können. Unabhängig davon ist Prävention ein Wert an sich: der Mensch und sein Anspruch auf eine hochwertige medizinische Versorgung und die Förderung seiner Gesundheit müssen im Mittelpunkt stehen. So wichtig die mögliche Kostenersparnis durch Prävention ist, ihre Auswirkungen zeigen sich für die Bevölkerung vorrangig in verbesserter Lebensqualität, gewonnenen gesunden Lebensjahren, erhöhter Leistungsfähigkeit und Produktivität - letzteres ist dann wiederum volkswirtschaftlich von nicht zu unterschätzender Bedeutung.“
Die Bundesregierung hat daher die Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung in ihrer Koalitionsvereinbarung ausdrücklich zur gemeinsamen Strategie ihrer Politik erklärt und will diese Bereiche in Deutschland aufwerten und ausbauen.
AVISEO bietet für den Bereich der Früherkennung im Rahmen der Prävention einen umfassenden Ansatz.

Produktkonzept:
AVISEO dient der Früherkennung chronischer Krankheiten mittels einer fachübergreifenden, zweistufigen Risikoindikatoren-Erhebung.
Das Spektrum an Krankheiten, bei dem AVISEO prinzipiell eingesetzt werden kann, ist sehr weit gefasst. Hierzu gehören z.B. Allergie, Asthma, COPD, Migräne, Depression, Essstörungen, Diabetes, Herzinsuffizienz, Hypertonie uvm.
Die erste diagnostische Stufe besteht aus einem Fragebogen zu einer bestimmten Gruppierung von Krankheitsbildern (Modul) aus dem oben erwähnten Gesamtspektrum, für die eine Risikoabschätzung durchgeführt werden soll. Ein Beispiel für ein solches Modul wäre z.B. das Krankheitsspektrum Allergie, Asthma, COPD, Migräne und Depression. Die von den Patienten durch einfaches Ankreuzen auszufüllenden Fragebögen sind altersgruppenspezifisch (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Ältere) aufgebaut und bestehen aus jeweils etwa 15 bis 20 lebensweltlich orientierten Fragen.
Ein softwaregestütztes Expertensystem wertet diese Fragebögen aus, erstellt ein erstes Risikoprofil für den Patienten und generiert im Falle eines Risikoverdachts für die sich dann anschließende zweite diagnostische Stufe weitere drei bis fünf Fragen (sog. Goldstandard-Fragen), die der Arzt dann persönlich an den Patienten richtet. Mit der Auswertung der zweiten Stufe durch das Expertensystem erhält der Arzt eine abschließende Risikobeurteilung für das getestete Krankheitsspektrum als Entscheidungshilfe für seine weiteren diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen.
Gleichzeitig besitzt der Arzt damit eine Dokumentationsgrundlage seines Vorgehens. AVISEO stellt damit auch ein Instrument für das immer wichtiger werdende Qualitätsmanagement dar.
Von Hausärzten, die über ein breit angelegtes Spektrum medizinischer Kenntnisse verfügen müssen, wird zunehmend verlangt, dass sie eine Lotsenfunktion bezüglich der weiteren Behandlung der Patienten ausüben. Dies würde aber idealerweise voraussetzen, dass gerade im Hinblick auf die Früherkennung auf vielen Gebieten auch Spezialistenwissen vorhanden ist. AVISEO stellt hier in gewisser Hinsicht dem Hausarzt oder Allgemeinmediziner zusätzliches Spezialistenwissen zur Verfügung, da die Fragen mit Hilfe eines Kompetenzzirkels von Spezialisten aus den jeweiligen Fachgebieten der betroffenen Krankheitsbilder erarbeitet werden. Dies verbessert die Diagnosequalität und bedeutet damit auch einen Wettbewerbsvorteil für Ärzte, die AVISEO einsetzen.

Besondere Merkmale:
AVISEO besitzt eine Reihe von herausragenden Merkmalen, die es in vielerlei Hinsicht sehr deutlich von allen anderen einschlägigen Produkten unterscheidet:

  • AVISEO besitzt ein sehr viel breiter gefächertes Einsatzspektrum als alle anderen bekannten Produkte. Damit ist es wesentlich vielseitiger einsetzbar.
    AVISEO ist speziell auf die Früherkennung von chronischen Krankheiten ausgelegt. Bei anderen Verfahren spielt dieser Einsatzzweck oft gar keine oder nur eine eher geringe Rolle.
  • AVISEO ist ein zweistufiges Verfahren. Durch diese Zweistufigkeit und die Verwendung eines eigens hierfür entwickelten stochastischen Interaktionsmodells ist es möglich, bei gleichzeitig hoher Sensitivität UND Spezifität das Risikopotenzial für das Vorliegen von chronischen Erkrankungen zu ermitteln.
  • Die Fragen der ersten Stufe sind rhetorisch besonders feinfühlig ausgearbeitet. Sie zielen nicht, wie sonst so oft, direkt auf charakteristische Symptome bestimmter Erkrankungen ab, sondern sind vom Fragetyp her eher allgemein und lebensweltlich orientiert, damit unsuggestiv und einfach zu beantworten.
  • Im Gegensatz zu anderen Produkten ist AVISEO an vier Altersgruppen adaptiert, was positiven Einfluss auf die Diagnosequalität hat.
  • AVISEO erhebt nicht den Anspruch, eine Diagnose stellen zu können. Vielmehr ist es ein wertvolles diagnostisches Hilfsmittel für den Arzt. So bleibt die Souveränität des Arztes hinsichtlich Diagnostik und Therapie voll erhalten.
  • AVISEO konkurriert nicht mit speziellen Verfahren der Krebsfrüherkennung, da hierzu in der Regel auch ein apparativer oder labortechnischer Aufwand nötig ist. Dies kann und will AVISEO nicht leisten.
  • AVISEO bewirkt eine Zeitersparnis für den Arzt: Im Gegensatz zu anderen, selektiveren Früherkennungsmethoden ist die gleichzeitige Ermittlung von Risikoprofilen für alle im getesteten Modul enthaltenen Erkrankungen sehr effizient.
  • Auch der Aufwand insgesamt ist für den Arzt gering, denn im Gegensatz zu anderen Produkten wird keine apparative Diagnostik betrieben.


Laufzeit: 2005

Kontakt:
Hermann.Kollmar@med.uni-heidelberg.de
Detlev.Zimmermann@med.uni-heidelberg.de
Arbeitsgruppe AVISEO
Friedrich-Ebert-Anlage 60
69117 Heidelberg
Tel. +49 6221 90 21–15
Fax +49 6221 90 21–99

Biometrie & Statistik

Planung, Design, Durchführung und Auswertung klinischer und epidemiologischer Studien

 

Aktuell laufende Studien

Study of Neurotoxicity in chronically styrene exposed workers.

Formaldehyde and chemosensory irritation in humans - a chamber study.

Präzisierung der anteiligen Ursachen bei der Entwicklung von
Handekzemen bei medizinischem Krankenpflegepersonal und Verwaltungsangestellten.

A two months study of the utility of Elidel cream 1%
(pimecrolimus) in the long term management of atopic hand eczema.

Sebamed Hand Repair Balsam für die Anwendung zur Hautpflege bei Patienten
mit chronischen Handekzem.

EECDRG-Study

BK REHA

Titel: Medizinisch/berufliches Rehabilitationsverfahren “Haut” - Optimierung und Qualitätssicherung des Heilverfahrens

Projektleitung: Prof. Dr. med. T.L. Diepgen

Förderung: Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften e.V.

Inhaltsangabe:
Das Heilverfahren als maximale Therapieform für schwere Berufsdermatosen ist nicht standardisiert und weist daher große Qualitätsunterschiede in der praktischen Durchführung auf. Im Rahmen des Forschungsprojektes sollen Kriterien für Diagnostik, Therapie und Prävention nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen erarbeitet werden. Besondere Bedeutung erhalten dabei die Schulung hinsichtlich des Umganges mit gefährdenden Arbeitsstoffen und die Motivationssteigerung für Hautschutz am Arbeitsplatz. Eine Intensivierung der Kooperation mit den Betriebsärzten und dem TAD der BG´en wird angestrebt. Die Behandlung soll im stationären Bereich so kurz wie möglich gehalten und bald in eine ambulante Phase übergeleitet werden. Durch frühen Einsatz - in der Regel vor Anerkennung einer BK - soll der Anteil der vorzeitigen Berufsabbrüche erheblich reduziert werden.

Laufzeit: 1998 - 2001

Mitarbeiter/innen der Abteilung: Diepgen, Radulescu, Bruckner

Externe Kooperationspartner: Prof. Frosch (Hautklinik Dortmund), Prof. Fartasch (Univ.-Hautklinik Erlangen, Prof. Schwanitz (Uni. Osnabrück), Prof. Gehring (Hautklinik Karlsruhe), Prof. Richter (Univ.-Hautklinik Dresden), Dr. Schindera (Völklingen), Dr. Wehrmann (M

COMM Intervention

Titel: Meta-Analytische Verfahren zur Auswertung gemeindebezogener Interventionsstudien: Methodische Entwicklungen und Überprüfung von Anwendungsmöglichkeiten

Projektleitung: Prof. Dr. T.L. Diepgen, Prof. Dr. M. Blettner (Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Bielefeld)

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Inhaltsangabe:
Im Rahmen des vorliegenden Forschungsprojektes wurden statistische Verfahren der Meta-Analyse an die Auswertung von gemeindebezogenen Interventionsstudien angepasst. Die Möglichkeit der Anwendung wurde an einer Beispielstudie, der Deutschen Herz-Kreislauf-Präventionsstudie überprüft. Zur Validierung der Meta-Analytischen Verfahren wurden parallel Auswertungen mit gemischten Modellen vorgenommen.
In der Meta-Analyse werden üblicherweise Schätzer für den Interventionseffekt aus Untereinheiten (Studien, Zentren) erhoben, die Homogenität dieser Einzelschätzer untersucht und diese gegebenenfalls in fixed oder random effect Modellen zu einem Gesamteffekt zusammengeführt. In ungematchten Gemeindestudien kann aus einer einzelnen Gemeinde kein Schätzer des Interventionseffektes erhoben werden, hier muss als Effektschätzer ein Parameter geschätzt werden, der sich in Interventions- und Kontrollgemeinden unterscheiden soll. Im Rahmen einer Meta-Regression, die „Interventionsgruppe“ als festen Effekt enthält, kann dann überprüft werden, ob die ein signifikanter Interventionseffekt besteht. Generell sollte für Gemeindestudien das random effects Modell gewählt werden, da dieses in der Lage ist, Heterogenität zwischen Gemeinden zu berücksichtigen. Diese Heterogenität ist die Kehrseite der Korrelation, wie sie im gemischten Modell unter Verwendung von Originaldaten beschrieben werden kann. Aufgrund der üblicherweise sehr niedrigen Zahl an Gemeinden sollte die Teststatistik aus der Meta-Analyse mit einer t-Verteilung verglichen werden.
Als Anwendungsbeispiel wurden für die Deutsche Herz-Kreislauf-Präventionsstudie die Interventionseffekte auf Herz-Kreislauf-Risikofaktoren bestimmt. Hierbei bestätigte sich die Übereinstimmung zwischen den Meta-analytischen Verfahren und dem gemischten Modell, das als statistisches Verfahren für gemeindebezogene Studien als adäquat angesehen wird. In der fixed effects Meta-Regression wurde die Varianz des Interventionseffektes in gleicher Weise unterschätzt wie in einer Auswertung von Originaldaten ohne Berücksichtigung der Korrelationen. In der Meta-Analyse wurde eine extreme Heterogenität besonders bezüglich der Änderungen im Blutdruck beobachtet, die eine Zusammenfassung der gemeindespezifischen Ergebnisse sinnlos erscheinen lassen. Die Identifikation von auffälligen Gemeinden, die explizite Darstellung von Variabilität zwischen Gemeinden und die Entscheidung über die Zusammenfassung von Gemeinden sind Komponenten der Meta-Analyse, die im Vergleich zu dem gemischten Modell zusätzliche Informationen zu dem Interventionserfolg bringen. Eine Auswertung von gemeindebezogenen Interventionsstudien mit Meta-analytischen Verfahren zusätzlich zur Anwendung des gemischten Modells erscheint daher empfehlenswert.


Laufzeit: 2000-2002

Mitarbeiter/innen der Abteilung: Twardella, Kuss, Scheuermann, Diepgen, Bruckner.

Externe Kooperationspartner: Prof. Blettner, Prof. Wahrendorf (DKFZ Heidelberg)

Publikationen:

(1) Kuss O, Twardella D, Blettner M, Diepgen TL: Effektschätzung in Cluster-Randomized Trials mit binären Zielgrößen: Eine Sensitivitätsanalyse mit numerischer Integration, MCMC und NPMLE am Beispiel der DHP. Informatik, Biometrie und Epidemiologie in Medizin und Biologie 32 (2-3):211-212, 2001 [Abstract].

(2) Twardella D, Bruckner T, Blettner M: Estimating intervention effects in community-based trials using meta-regression – the German Cardiovascular Prevention Study as an example (wird bei Epidemiology zur Publikation eingereicht).

(3) Twardella D, Bruckner T, Kuss O, Diepgen TD, Blettner M: Eignen sich Meta-Analytische Verfahren für die Auswertung gemeindebezogener Interventionsstudien? Informatik, Biometrie und Epidemiologie in Medizin und Biologie 32 (2-3):318-319, 2001 [Abstract].

Dissertationsarbeit (Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld)

(4) Twardella D: Meta-Analytische Verfahren zur Auswertung gemeindebezogener Interventionsstudien am Beispiel der Deutschen Herz-Kreislauf Präventionsstudie.

Vorträge aus diesem Projekt:

(5) Kuss O, Twardella D: Statistische Auswertung von gemeindebezogenen Interventionsstudien am Beispiel der Deutschen Herz-Kreislauf-Präventionsstudie (DHP). "Metabolisches Syndrom und Herz-Kreislauf-Krankheiten" Gemeinsamer Workshop der AG Herz-Kreislauf-Epidemiologie und der AG Ernährungsepidemiologie der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Epidemiologie (DAE) und der AG Klinische Epidemiologie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), Halle/Saale, 17.-18. 5. 2001.

(6) Twardella D: Neue statistische Verfahren zur Auswertung gemeindebezogener Interventionsstudien am Beispiel der Deutschen Herz-Kreislauf-Präventionsstudie. Heidelberger Kolloquium Medizinische Biometrie, Informatik und Epidemiologie, 18. Juni 2001.

(7) Twardella D, Bruckner T: Eignen sich meta-analytische Methoden zur Auswertung von gemeindebezogenen Interventionsstudien? Workshop der AG Statistische Methoden in der Epidemiologie und der AG Krebsepidemiologie, Bielefeld, 5. März 2001.

(8) Twardella D, Kuss O: Using mixed models for the analysis of community-based trials. Euroworkshop on Statistical Modelling – Mixed Models. Schloss Höhenried, 2.-5. November 2000, (http://www.stat.uni-muenchen.de/euroworkshop/2000.html).

EECDRG-Studie bezüglich Allergien auf Haarfarbstoffe

In Zusammenarbeit mit dem nationalen Allergieforschungszentrum Gentofte, Dänemark

 

Projektleitung: Prof. Diepgen

 

Mitarbeiter der Abteilung:
apl. Prof. Dr. Weisshaar, Dr. Fröhlich, Dr. Shab, Dr. Kuznetsov, Fr. Kurman, Dr. Scheidt
 

Studienzeitraum: 2007 - 2009

Inhalt:

Auf dem europäischen Markt stehen derzeit etwa 100 Haarfarbstoffe zur Verfügung. Nur wenige davon werden kommerziell eingesetzt. Das bestehende Wissen bezüglich allergieauslösender Haarfarben ist derzeit noch lückenhaft. Anhand einer klinischen Studie soll Wissen bezüglich des allergenen Potentials von Haarfarbstoffen erworben werden. In einer Epikutanteststudie werden mehrere Haarfarben bezüglich ihres allergenen Potentials überprüft. Diese Studie wird europaweit in mehreren Zentren von Universitätskliniken unter dem Dach des nationalen Allergieforschungszentrums in Gentofte, Dänemark durchgeführt.

GOF

Titel: Globale Anpassungstests im logistischen Regressionsmodell

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Diepgen

Inhaltsangabe:

Das logistische Regressionsmodell hat sich seit seiner Einführung in den siebziger Jahren zu einer Standardmethode in der Biometrie und Epidemiologie entwickelt, wenn es um die Auswertung von binären Zielgrößen geht. Methoden zur Evaluierung der Anpassungsgüte (Goodness-of-Fit) im logistischen Regressionsmodell sind jedoch, im Vergleich zu anderen statistischen Modellen, immer noch unterentwickelt. Als globale Anpassungstests werden v.a. die Devianz oder die Pearson-Statistik empfohlen, die auch in anderen Bereichen der Statistik Anwendung finden.
Es ist jedoch bekannt, dass diese beiden Tests in Situationen mit fehlenden Messwiederholungen, also z.B. bei stetigen Kovariablen oder einer großen Anzahl von Kovariablen, eher die Regel als die Ausnahme in realen Datensätzen, nicht zu verlässlichen Ergebnissen führen.
In der gegenwärtigen Studie werden Alternativen zu den beiden Standardtests zusammengestellt und im Rahmen einer Simulationsstudie miteinander verglichen.

Laufzeit: 1997-2002

Mitarbeiter/innen der Abteilung: Kuss, Diepgen

Externe Kooperationspartner:

Publikationen:

Kuss O: Goodness-of-Fit Tests im logistischen Regressionsmodell ohne Meßwiederholungen. Herbstworkshop der Arbeitsgruppen „Generalisierte lineare Modelle“ und „Statistische Methoden in der Epidemiologie“ der Deutschen Region der Internationalen Biometrischen Gesellschaft und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Epidemiologie, Heidelberg, 8.-9. 10. 1998.
Kuss O: Global Goodness-of-Fit Tests in Logistic Regression with Sparse Data. Statistics in Medicine, 21(24), (2002), 3789-3801.

Graduiertenkolleg zum Thema:

Epidemiology of communicable and chronic, non-communicable diseases and their interrelationships

The aim of this program is to achieve an integration of different methods and application fields of epidemiological research areas of infectious and non-infectious diseases.

more information: grk.dermis.net

MedCircle

Titel: MedCIRCLE - Collaboration for Internet Rating, Certification, Labeling and Evaluation of Health Information

Projektleitung: Dr. G. Eysenbach, Christian Köhler

Förderung: Europäische Union

Förderungssumme: 820.000.- Euro

Inhaltsangabe:

MedCIRCLE ist eine Kollaboration europäischer Gesundheitsportale und Qualitätssicherungsinitiativen. Das Projekt wird im Rahmen des "Internet Action Plan" von der Europäsischen Union gefördert und von der Abteilung für Klinische Sozialmedizin koordiniert.

Es baut auf den Entwicklungen des MedCERTAIN-Projektes auf, ein Projekt zur Bewertung von Gesundheitsinformationen im Internet. Im Rahmen des MedCERTAIN-Projektes wurden Instrumente und Prozeduren pilotmäßig entwickelt, die es Anbietern von Gesundheitsinformationen im Internet erlauben, sich mit Hilfe eines computerlesbaren Metadatenvokabulars selber zu beschreiben.

Das MedCIRCLE-Projekt erweitert dieses Konzept, in dem sog. "subject gateways" (Portale/ Bewertungseinrichtungen) europaweit aktiv in diesen Prozess mit einbezogen werden, indem sie das Metadaten Vokabular implementieren und zeigt, wie Interoperabilität und Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Gateways/Bewertungseinrichtungen erreicht werden kann, und wie dezentrale Evaluationen durchgeführt und zusammengebracht werden können.

Beide Projekte – MedCIRCLE und MedCERTAIN – sind Projekte des "Semantischen Webs" mit dem Ziel Technologien zu entwickeln, um Konsumenten zu vertrauenswürdiger Information im Internet zu führen, ein globales "Web of Trust" aufzubauen und es Konsumenten zu ermöglichen, qualitativ hochwertige Gesundheitsinformationen im Internet gezielt aufzusuchen oder zu filtern.

URL: www.medcircle.org

Kontakt:
Dr. med. Gabriel Yihune
Arbeitsgruppe Cybermedizin & eHealth
Abteilung für Klinische Sozialmedizin
Universitätsklinikum Heidelberg
Thibautstraße 3
69115 Heidelberg
Tel +49 6221 56 8757
Fax +49 6221 56 5584
Email: gabriel.yihune@med.uni-heidelberg.de

Mitarbeiter/innen der Abteilung:
Eysenbach, Köhler

Externe Kooperationspartner:
Centre Hospitalier Universitaire de Rouen, CisMEF (Frankreich); Ärztliche Zentralstelle für Qualitätssicherung, ÄZQ (Deutschland); Medical College of Barcelona, COMB, (Spanien); Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, DFKI (Deutschland)

Neurodermitis

Modellvorhaben zur besseren Vorsorge und Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit atopischem Ekzem (Neurodermitis)
Nationale, prospektive, Multizenterprojekt
Entwicklung und Erprobung eines standardisierten Patientenschulungsprogramms

 

Zentrale Koordinationsstelle :
Charité Campus Virchow-Klinikum /Berlin

Projektleitung:
Prof. Dr. U. Wahn

Statistische Auswertung und Datenzentrale:
Prof. T. Diepgen, Heidelberg

Studienzentren mit ambulanten Schulungen:
• Prof. U. Wahn, Berlin
• Prof. M. Fartasch, Erlangen
• Prof. U. Gieler Gießen
• Prof. T. Werfel, Hannover
• M. Wittenmeier, FAAK Köln
• Prof. J. Ring, München
• Dr. Szczepanski, Osnabrück

Studienzentrum mit stationärer Schulung:
Dr. S. Scheewe, Sylt

Ökonomische Evaluation:
Prof. M. Haubrock, Osnabrück

Förderung:
Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Studienobjekt:
Kann ein Schulungsprogramm für an Neurodermitis erkrankte Kinder und Jugendliche eine Verbesserung der Symptomatik und eine Verbesserung der Lebensqualität erreichen? Zeigt sich ein positiver Effekt bei der Kosten/Nutzen -Analyse?

Laufzeit:
Anfang 2001 bis Herbst 2003

Mitarbeiter/innen der Abteilung:
T. Diepgen, R. Scheidt, T. Bruckner, E. Zimmermann

Studiendesign:
multizentrisch, offen, randomisiert, längsschnittlich, 2-Gruppen- Interventionsstudie (Schulungsgruppe : Kontrollgruppe),stratifiziert in 3 Altersgruppen (0-7 Jahre, 8-12 Jahre, 13-18 Jahre)
geplanter Stichprobenumfang N=1344 (672:672),
Laufzeit 12 Monate
Die Intervention besteht aus einem Schulungsprogramm (6*2 Stunden).

Neurodermitis: Neurodermis

Studieninhalt:
Während einer Vorphase wurde ein spezifisches Schulungsprogramm für Jugendliche und Kinder mit Neurodermitis (ND) erarbeitet.
Das Konzept wurde in interdisziplinären Arbeitsgruppen erstellt. Für die standardisierte Durchführung der Schulungen wurden Manuale verfasst und eine spezifische, zertifizierte Qualifikationsmaßnahme für die Trainer/Schulungsleiter vorgeschrieben. Auch die Fragebogen für Untersucher und Betroffene bzw. deren Eltern wurden neu entwickelt.
Die Teilnehmer der Schulungsgruppe sollen, nach Einschluss in die Studie, an sechs Schulungen teilnehmen. Die Datenerhebung erfolgt am Studienbeginn, nach der Schulung (nur Schulungsgruppe), nach 6 und 12 Monaten.


Inhalte der Schulung sind:

  • medizinische Information ,
  • Anleitung zu Therapie und Verhalten (stadienbezogen),
  • das Aktualisieren von Ängsten, von unmittelbaren und mittelbaren Belastungen für den Betroffenen oder die Familie
  • Erarbeiten und Erproben von Bewältigungsstrategien und Entspannungsverfahren.

Ziele der Schulung:

  • langfristige Besserung der Hauterkrankung
  • bessere Selbsteinschätzung und Kenntnisse zur Behandlung
  • Steigerung der Motivation für eine adäquate Therapie
  • bessere Bewältigung der somatischen und psychosozialen Belastungen
  • Reduktion von Kosten sowohl für die Betroffenen als auch für die Kostenträger:
  • ---Betroffene: Eigenbeteiligung an Therapien, Ausgaben für ineffektive und ungesicherte Therapiemaßnahmen,
  • ---Kostenträger: Reduktion der Kosten für stationäre Maßnahmen, für Heilmittel, vermehrter Arztwechsel und psychosozialer Folgekosten)
  • Hilfestellung und Aufklärung, dass bei der späteren Berufswahl die genetische Disposition berücksichtigt werden sollte, und so psychische und finanzielle Belastungen reduziert werden können.

Zielgrößen der Studie:
objektive Besserung des Hautzustandes (SCORAD), Wissen über Krankheit und Verhalten, Lebensqualität , Bewältigungsstrategien, Befindlichkeit, psychische und soziale Belastung durch die Erkrankung, ökonomischer Nutzen

 

Publikationen der Studie:

Diepgen TL, Fartasch M, Ring J, Scheewe S, Staab D, Szcepanski R, Werfel T, Wahn U, Gieler U: Neurodermitisschulung. Konzept und aktueller Stand der German Randomized Intervention Multicentre Study. Hautarzt 2003; 54: 946-951.

Staab D, Diepgen TL, Fartasch M, Kupfer J, Lob-Corzilius T, Ring J, et al.:Age-releated, structured education improve the management of atopic dermatitis in children and adolescens: results of the Geramn Atopic Dermatitis Intervention Study (GADIS). BMJ 2006; 332:933-938.

Weisshaar E, Diepgen TL, Bruckner T, Fartasch M, Kupfer J, et al. Itch Intensity Evaluated in the the Geramn Atopic Dermatitis Intervention Study (GADIS): Correlations with Quality of Life, Coping Behaviour and SCORAD Severity in 823 Children. Acta Derm Venerol 2008; 88:234-239

Sunall

Lichtüberempfindlichkeitsreaktionen - "Sonnenallergie".
ALLERGY TO THE SUN

Interdisziplinäre und Multizentrische Untersuchung

über die

  • HäufigkeitPathogenese
  • Behandlung
  • Prävention

der Polymorphen Lichtdermatose (PLD) in Europa

Lichtunverträglichkeitsreaktionen, denen vermutlich ein allergisches Geschehen zugrunde liegt, sind häufig und belasten das Leben von Millionen von Europäern. V.a. an belichteten Hautarealen entstehen vielgestaltige, häufig juckende Hautausschläge mit Rötungen, Quaddeln oder Bläschen. Die häufigste Form, dieser oft auch als "Sonnenallergie" bezeichneten Reaktionen, ist die Polymorphe Lichtreaktion (PLD), die wenig erforscht ist und als Gesundheitsproblem bisher wenig beachtet wurde. In einer erstmaligen Kooperation mehrerer Forschungszentren, in denen Dermatologen, (Photo-) Biologen und Epidemiologen zusammenarbeiten, ist beabsichtigt neue Erkenntnisse über die Häufigkeit (Prävalenz) und den Schweregrad der PLD in den einzelnen Regionen Europas zu gewinnen. Auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbauend, soll die Phatogenese und Ätiologie der PLE weiter erforscht werden. Wichtige Ziele sind die Verbesserung von Diagnosekriterien, von Therapien und von Richtlinien zur Prävention.

Sun-provoked skin reactions, ranging from itching rashes to unsightly eruptions, constitute one of the most prevelant forms of allergy and have a large medical and socio-economic impact on the lives of millions of Europeans. The most common of these sun allergies is Polymorphic Light Eruption (PLE) which is currently poorly investigated, and largely neglected as a public health problem. In a unique multi-centre partnership of dermatologists, (photo-) biologists and epidemiologists we intend to address this deficiency and determine the prevelence and severity of the condition across Europe. Based on new exciting research developments we will investigate the pathognesis and aetiology of the most common form of sun allergy; PLE. The direct goals are to improve diagnostic criteria and targeting of therapies, and to provide guidelines on prevention.

detaillierte Informationen über Teilnehmer und Studieninhalte auf der Homepage www.sunall.org