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Schutz vor Hautkrebs

Wir brauchen Sonne, aber nicht zuviel!

Sonne auf der Haut tut gut. Auf einen Aufenthalt im Freien, auf einen Urlaub im Süden oder im Hochgebirge wird niemand verzichten wollen. Worauf man jedoch immer verzichten sollte, sind schmerzhafte Erfahrungen mit der Sonne. Jeder kennt einen Sonnenbrand: Die Haut ist gerötet, heiß, brennt, verlangt nach Kühlung und schält sich schließlich.

Die Haut vergisst nichts!

Übermäßige und intensive Sonnenbäder haben eine vorzeitige Hautalterung und unter Umständen sogar Hautkrebs zur Folge. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die UV-Strahlung natürlich, durch Sonne, oder künstlich im Sonnenstudio erzeugt wurde. Nehmen Sie den Sonnenbrand daher nicht auf die leichte Schulter und beachten Sie die genannten Tipps.

Vorübergehende Eigenschutzmechanismen der Haut sind die so begehrte Bräune (durch Pigmentbildung des bräunlichen Melanins) und die sogenannte Lichtschwiele (Verdickung der äußeren Hautschicht). Diese natürlichen Schutzmechanismen brauchen Zeit, um sich auszubilden. Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam an die Sonne und unterschätzen Sie nicht die Sonnenwirkung bei Wind oder die Lichtreflexion am Wasser. Der erste Schritt zum unbeschwerten Sonnengenuss ist die richtige Selbsteinschätzung.

Lieber weniger Sonne als weniger Zukunft
Durch Sonnenbrand können Zellstrukturen so angegriffen werden, daß sie sich zu Hautkrebs entwickeln. Der gefährlichste Hautkrebs ist das "maligne Melanom" (schwarzer Hautkrebs). Melanome entwickeln sich entweder im Bereich vorhandener Muttermale oder sie entstehen auf anscheinend normaler Haut. Weltweit wird eine extreme Zunahme der Häufigkeit des Melanoms festgestellt. Als überwiegende Ursache dafür gilt übermäßig starke Sonnenbelastung der Haut.

Kennen Sie Ihre Eigenschutzzeit?

Am besten ist es, erst gar keinen Sonnenbrand zu riskieren. Da hilft es, wenn man seinen Hauttyp und die spezifische Eigenschutzzeit kennt, also die Zeitspanne, in der sich die Haut selbst vor Sonnenbrand schützen kann. Ein Sonnenschutzmittel mit dem passendem Lichtschutzfaktor verlängert die Eigenschutzzeit

Regel: Eigenschutzzeit x Lichtschutzfaktor = Dauer des Sonnenbades ohne Sonnenbrandgefahr

Welcher Lichtschutzfaktor für welche Haut?

Hauttyp I
Haare rötlich-blond, sehr helle Hautfarbe, immer Sonnenbrand, bräunt nicht. Die Eigenschutzzeit beträgt nur 5-10 Minuten. Lichtschutzfaktor 15-30, je nach Sonnenintensität.

Hauttyp II
Blond bis dunkelblond, helle Hautfarbe, leicht Sonnenbrand, bräunt kaum. Eigenschutzzeit 10-20 Minuten. Lichtschutzfaktor 12-25, je nach Sonnen- intensität.

Hauttyp III
Dunkelblond bis braun, dunklere Hautfarbe, selten Sonnenbrand, bräunt gut. Eigenschutzzeit 20-30 Min. Lichtschutzfaktor 8-12, je nach Sonnen- intensität.

Hauttyp IV
Dunkelbraunes bis schwarzes Haar, bräunlich getönte Haut, nie Sonnenbrand, bräunt sehr gut. Die Eigenschutzzeit beträgt 30-40 Min. Lichtschutzfaktor 4-8, je nach Sonnenintensität.

Das ABC der Wachsamkeit

Die meisten Menschen haben Pigmentmale, die sogenannten Leberflecken. Bleiben diese unverändert und entstehen keine neuen, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Um Veränderungen rechtzeitig festzustellen, sollte man sie jedoch öfter kontrollieren, z.B. beim Anziehen, Abtrocknen, Kämmen oder Eincremen. Für Po und Oberschenkel kann man einen Spiegel zur Hilfe nehmen, auch den Partner bitten, Leberflecken im Auge zu behalten.

ABDC-Regel zur Früherkennung

Die 10 wichtigsten Tipps

  • Schützen Sie sich mit Kleidung und einer Kopfbedeckung!
  • Suchen Sie in den ersten Urlaubstagen den Schatten!
  • Meiden Sie die Mittagssonne!
  • Tragen Sie 30 Minuten vor dem Sonnen- baden das Sonnenschutzmittel gleichmäßig auf. Beachten Sie den richtigen Lichtschutz- faktor!
  • Richten Sie die Länge des Sonnenbades nach Ihrem Hauttyp!
  • Achten Sie besonders auf die "Sonnen- terrassen" des Körpers: auf Gesicht, Ohren und die Schultern, auf den Nacken und die Hand- und Fußrücken!
  • Benutzen Sie beim Baden wasserfeste Sonnenschutzmittel!
  • Schützen Sie sich besonders im Gebirge, am Strand und auf dem Wasser (Schiff, Tretboot, Surfbrett, Luftmatratze etc.)!
  • Gehen Sie bei Anwendung von Medika- menten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt in die Sonne!
  • Versorgen Sie nach der Sonneneinwirkung die Haut mit Feuchtigkeitscreme!