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Sektion Präventive und Restaurative Zahnheilkunde

PRÄVENTIVE UND RESTAURATIVE ZAHNHEILKUNDE – WAS STECKT DAHINTER?

Die Präventive Zahnheilkunde hat zum Ziel, durch kontinuierliche vorbeugende Maßnahmen Erkrankungen an Zähnen und Zahnfleisch zu vermeiden, das Erkrankungsrisiko zu minimieren und aufgetretene Erkrankungen im Frühstadium zu erkennen und mit geringfügiger Intervention zu therapieren.

Durch intensive zahnmedizinische Betreuung in allen Altersgruppen möchten wir erreichen, dass eine angepasste Betreuungssituation für jeden Lebensabschnitt geschaffen wird. Hierbei stehen Ihnen unsere Zahnärztinnen und Zahnärzte, sowie hochqualifiziertes zahnmedizinisches Personal beratend und helfend zur Seite.

Wir können bei regelmäßigen Kontrollen kariesbedingte und nicht-kariesbedingte Erkrankungen früh erkennen und durch individualisierte Pflege- und Mundhygienemaßnahmen das Voranschreiten und/oder die Neuentstehung weiterer Erkrankungen vermeiden (Diagnostik, Planung, Beratung). Somit ist es möglich, die eigenen Zähne bis ins hohe Lebensalter zu erhalten.

Leitung

Prof. Dr. med. dent. Cornelia Frese

Sektionsleiterin (Sektion Präventive und Restaurative Zahnheilkunde)

Erleidet ein Zahn durch eine kariesbedingte oder nicht-kariesbedingte Erkrankung einen Schaden, so muss er restauriert und wiederhergestellt werden. Dies ist aus funktionellen (Kaufunktion) und ästhetischen (Erscheinungsbild der Zähne) Gründen notwendig. In manchen Fällen sind Zähne von Natur aus nicht optimal geformt oder sie stehen lückig zueinander. Auch hier kann eine Restauration zur  Verbesserung der Funktion und Ästhetik notwendig werden.

Heute stehen uns viele Möglichkeiten zur Behandlung derartiger Situationen zur Verfügung. Vor allem zahnfarbene Rekonstruktionen und minimalinvasive Methoden sind zunehmend in den Vordergrund gerückt. Dabei liegt der Fokus immer auf der Wiederherstellung der Funktion und der weiterführenden Gesunderhaltung der Zähne und des umgebenden Gewebes. Bei allen Behandlungsmaßnahmen gehen wir möglichst zahnschonend vor und versuchen die eigene Zahnhartsubstanz, wo möglich, zu erhalten.

Pflege- und Mundhygienemaßnahmen

Zu den gängigen präventiven Behandlungsmaßnahmen gehören die professionelle Zahnreinigung und die Schaffung hygienefähiger Verhältnisse. Dabei werden die Patienten regelmäßig bezüglich ihrer häuslichen Mundhygienemaßnahmen, der Anpassung der Mundhygienehilfsmittel und der Verwendung von gezielten chemischen oder medikamentösen Behandlungsmitteln beraten. Zum weiterführenden Behandlungsspektrum gehören Fissurenversiegelungen, Anfertigungen von Schutzschienen für Sportler / Kinder und biologische und diätische Interventionen (Ernährungsberatung).

Diagnostik, Planung und Beratung

Wir führen diagnostische Verfahren zur Beurteilung der Zahnhartsubstanzen, der vorliegenden Restaurationen, des Endodonts (Zahnmark) und des Parodonts (Zahnhalteapparat), des Aussehens der Zähne und der Gebissfunktion durch. Bei der weiterführenden Beratung berücksichtigen wir das individuelle Risikoprofil (z.B.: Kariesrisiko, Parodontitisrisiko), und erläutern die Nutzen-Risiko-Relation sowie die Nutzen-Aufwand-Relation verschiedener Behandlungsoptionen. Bei Bedarf beraten wir Sie im Sinne einer Zweitmeinung zur Verbesserung der Entscheidungsfindung bei unklaren Behandlungsangeboten. Die Betreuung geht einher mit umfassender Ausgangs- und Verlaufsdokumentation einschließlich der Anfertigung dentaler Fotoaufnahmen und Modelle.

Behandlungsmaßnahmen

Karies- und nicht-kariesbedingte Zahnhartsubstanzschäden im Front- und Seitenzahnbereich können nach minimalinvasiver Entfernung von krankem oder nicht erhaltungswürdigem Gewebe mit Hilfe zahnfarbener Restaurationen auf Kunststoffbasis (Komposite) direkt versorgt werden. Diese Versorgungsart kann bei entsprechender Indikation auch als Alternative zu indirekt hergestellten Inlays, Onlays, Veneers oder (Teil)kronen eingesetzt werden.

Zahnformanomalien, Zahnfehlstellungen und/oder Lücken können mit Hilfe direkt eingebrachter zahnfarbener Restaurationen auf Kunststoffbasis im Sinne von  Zahnformkorrekturen und Zahnverbreiterungen behandelt werden. Dies versteht sich als Alternative und/oder Ergänzung etwaiger prothetischer und kieferorthopädischer Therapiemöglichkeiten.

Gelockerte Zähne oder einzelne fehlende Zähne können durch Schienung mit faserverstärkten Kompositen oder im Sinne von direkten faserverstärkten Kompositbrücken wiederbefestigt oder ersetzt werden. Nach Wurzelkanalbehandlung können Zähne mit faserverstärkten Wurzelkanalstiften und/oder Aufbauten aus plastischem Material versorgt werden.

Inlays, Onlays, Veneers, Teilkronen, Kronen und Brücken werden aus Keramiken unterschiedlicher Klassen und Fertigungstechnologien (einschließlich CAD-CAM-Verfahren) oder aus Gussmetall-Legierungen angeboten.

Das Aufhellen einzelner verfärbter Zähne nach Wurzelkanalbehandlung oder das Bleichen gesunder Zähne mit verschienen Verfahren gehören zu unserem Behandlungsspektrum.

Bereich Kinder- und Jugendzahnheilkunde

Liebe Leser,

ab dem ersten Milchzahn ist es wichtig, die Zähne vor Erkrankungen zu schützen. Unser Bereich für Kinderzahnheilkunde der Sektion Präventive und Restaurative Zahnheilkunde legt den Fokus auf die Betreuung der kleinen und heranwachsenden Patienten. Hierbei stehen altersangepasste präventive Betreuung und verschiedene Behandlungsmaßnahmen von beispielsweise kariesbedingten oder nicht-kariesbedingten Zahnhartsubstanzschäden im Vordergrund.

Im Rahmen der Prävention, also der Vorbeugung von Erkrankungen der Mundhöhle, leiten wir Kinder und deren Eltern professionell bei der Zahnpflege an, beraten sie bei Ernährungsfragen und geben Informationen zur Anwendung von Fluoriden und anderen Stoffen. Für jedes Alter empfehlen wir ein altersangepasstes Pflegekonzept. Durch professionelle Betreuung im Rahmen der zahnärztlichen Sprechstunde und Optimierung der Vorbeugemaßnahmen erreicht man langfristig eine gute Prognose für die Mundgesundheit der kleinen Patienten.

Bei der zahnärztlichen Therapie von Kindern und Heranwachsenden bedarf es besonderer Techniken und Abläufe, die sich von denen einer Erwachsenenbehandlung unterscheiden. Für eine erfolgreiche Kinderbehandlung ist es unter anderem notwendig, dass auf die Bedürfnisse der kleinen und heranwachsenden Patienten eingegangen wird und dass die Therapie in abgestimmten Schritten abläuft. Kleine Patienten müssen behutsam auf die zahnärztliche Therapie vorbereitet werden. Das kann bedingen, dass mehrere Besuchstermine notwendig sind, bevor sich eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Kind und Behandler entwickelt hat.

An dieser Stelle möchten wir auch darauf verweisen, dass wir als Teil des Universitätsklinikums vor allem für solche Kinder eine Anlaufstelle sind, die durch normale haus- oder kinderzahnärztliche Versorgung nicht oder nur erschwert betreut werden können, dazu zählen sehr kleine Kinder (jünger als drei Jahre) und Kinder mit schweren Allgemeinerkrankungen.

Für eine Terminanfrage stehen Ihnen folgende Möglichkeiten wenden Sie sich bitte an die Spezialsprechstunde Kinderzahnheilkunde

Bitte nennen Sie bei schriftlichen Anfragen per E-Mail Namen, Anliegen und Telefonnummer für einen Rückruf.

Für kinderzahnärztliche Betreuung außerhalb des Universitätsklinikums gibt es von der Bezirkszahnärztekammer Karlsruhe eine LISTE (Hyperlink) mit Zahnärztinnen und Zahnärzten die einen ausgewiesenen Tätigkeitsschwerpunkt Kinderzahnheilkunde, Kinder- und Jugendzahnheilkunde und Narkosebehandlung aufweisen.

Des Weiteren bietet Ihnen die Webseiten der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (http://www.dgkiz.de) und des Bundesverbandes für Kinderzahnärzte (http://www.kinderzahnaerzte.de/) die Möglichkeit der wohnortnahen Behandlersuche.