Prostatakrebs

Operation nach Bestrahlung (Salvage radikale Prostatektomie)

Patienten, bei denen ein Prostatakrebs (Prostatakarzinom) durch eine Bestrahlung nicht vollständig geheilt ist, befinden sich unter Umständen in einer schwierigen Situation. Hierbei ist ihnen und u.U. den behandelnden Ärzten nicht bekannt, dass auch nach einer nicht erfolgreichen Strahlentherapie die Prostata noch radikal entfernt werden kann. Diese komplexen Operationen können an Zentren, die - wie die Urologische Universitätsklinik Heidelberg - auf Prostatachirurgie spezialisiert sind, erfolgreich durchgeführt werden.

 

Auch nach einer internen (Brachytherapie) oder externen Bestrahlung kann ein Prostatakarzinom immer noch vorhanden sein (Persistenz) oder erneut auftreten (Rezidiv). Die Ursachen hierfür können unterschiedlicher Natur sein. Einer der kritischsten Punkte überhaupt ist möglicherweise die Prostatabiopsie, denn die Art und Weise und damit die Qualität ihrer Durchführung bestimmt ganz wesentlich die richtige Einschätzung von Ausdehnung und Aggressivität des diagnostizierten Prostatakrebses. Genauso wichtig ist die Exzellenz der Strahlentherapie. Den meisten Menschen ist bewusst, dass das Ergebnis einer Operation ganz wesentlich von der Kompetenz des Chirurgen abhängt. Stellt man sich nun vor, dass eine Strahlentherapie im Prinzip nichts anderes ist als eine Operation mit einem unsichtbaren Messer, so wird einem unmittelbar klar, dass auch das Ergebnis dieser Behandlung unmittelbar durch die beteiligten Ärzte und die verfügbare Ausstattung mitbestimmt wird.


Ergeben sich bei dem Vorliegen eines Prostatakarzinoms nach Bestrahlung keine Hinweise dafür, daß der Tumor bereits die Grenzen der Prostata deutlich überschritten oder in die Ferne gestreut hat, sollte bei einem entsprechend guten Allgemeinzustand die Möglichkeit einer Operation besprochen werden. Obwohl der Heilungsverlauf nach solch einem Eingriff in der Regel deutlich länger ist, als ohne vorhergegangene Bestrahlung, hat der Patient unter Umständen damit immer noch die Chance der vollständigen Heilung. Darüber hinaus werden die häufig extrem belastenden Nebenwirkungen der sonst in dieser Situation meist angewandten Hormontherapie vermieden.


Ein Termin zu einem ausführlichen Beratungsgespräch, gerne auch im Beisein von familiären Begleitpersonen, kann unter 06221 56-8820 vereinbart werden. Zu diesem Termin sollten bitte alle verfügbaren Unterlagen, inkl. des Ergebnisses der Prostatastanzbiopsie und der Protokolle der Strahlentherapie mitgebracht werden.