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Medizinische Mikrobiologie und Hygiene

Molekularbiologischer Nachweis von Methicillin-resistenten S. aureus (MRSA) in Nasenabstrichen

 

Zweck der Untersuchung

Diese Methode dient dem Schnellnachweis (tagesgleiches Ergebnis) von Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus direkt aus Nasenabstrichen (Tupfer).

 

Prinzip der Untersuchungsmethode

Mit Hilfe der Real-time Polymerase Kettenreaktion (qPCR) wird -falls im Ansatz vorhanden- eine MRSA-spezifische Zielsequenz, sowie eine im Master-Mix vorhandene DNA-Sequenz (als interne Kontrolle) in einem Multiplex-Ansatz amplifiziert und durch spezifische, fluoreszenzmarkierte Sonden (molecular beacons) detektiert. Durch die 5’-Nuclease-Aktivität der Taq-Polymerase wird im Reaktionsverlauf die Sonde zerstört und damit räumlich vom Quencher-Molekül getrennt. Dadurch wird die Fluoreszenz der Sonde detektierbar und vom Smartcycler als Amplifikationskurve aufgezeichnet.

Die MRSA-spezifische Zielsequenz liegt nahe der rechten Insertionsstelle des Staphylococcus cassette chromosome mec (SCCmec) und wird mec right extremity junction (MREJ) genannt. Da es verschiedene MREJ-Typen gibt, werden 5 Anfangsprimer und ein Endprimer, sowie 3 molecular beacons verwendet. Für die interne Kontrolle findet ein eigener molecular beacon Verwendung, als Anfangs- und Endprimer werden bereits für die MREJ verwendete Primer genutzt .

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