Kinder- und Jugendpsychiatrie
Zentrum für Psychosoziale Medizin


Leitbild

Die Entwicklung der Klinik ist unter der Leitung von Prof. Dr. med. univ. Franz Resch (seit 1993) durch einen systematischen Aus- und Aufbau von Versorgungsbausteinen zu einer modernen integrativen Kinder- und Jugendpsychiatrie gekennzeichnet, die die Versorgungsverpflichtung für die Stadt Heidelberg und große Teile des Rhein-Neckar-Kreises übernommen hat.

 

Der Weg ins Erwachsenenalter stellt Kinder und Jugendliche vor viele anspruchsvolle Aufgaben. Umso schwieriger wird es für die Betroffenen, wenn sie zudem mit psychischen Problemen zu kämpfen haben oder psychiatrisch erkranken.

 

So kann es einerseits zu vorübergehenden spezifischen Störungen während der pubertären Entwicklung kommen, wie beispielsweise zu Auffälligkeiten im Sozialverhalten oder zu emotionellen Störungen. Es können aber auch erste Anzeichen einer schweren psychischen Erkrankung auftreten, die für längere Zeit behandelt werden muss, wie zum Beispiel bei psychotischen Störungen oder Ess-Störungen.

 

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie hat sich zur Aufgabe gemacht, herauszufinden, wie dem Patienten ganzheitlich am besten geholfen werden kann: Daher werden je nach Erkrankung und individueller Problemlage verschiedenste therapeutische Angebote im medizinischen Bereich, aber auch im Bereich Tagesstruktur und Freizeit bereitgestellt, wobei dem gemeinsamen Miteinander besondere Bedeutung zukommt.

 

Neben vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Patientenversorgung und Forschung widmet sich die Klinik intensiv den Herausforderungen einer modernen Lehre und Ausbildung.

 

Patientenversorgung

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie hält ein psychotherapeutisch-psychiatrisches Behandlungsangebot mit ambulanten, teilstationären und vollstationären Versorgungsstrukturen vor. Das Angebot zeichnet sich durch eine Integration vielfältiger diagnostischer, therapeutischer und pädagogischer Verfahren aus, die individuell auf die Patientenbedürfnisse ausgerichtet werden.

 

Behandlungsschwerpunkte bilden die tiefenpsychologisch und verhaltenstherapeutisch fundierte Einzel- und verschiedene Gruppentherapieangebote, Heil- und Erlebnispädagogik, Musik- und Ergotherapie, Heilpädagogischer Tanz sowie eine intensive Angehörigenarbeit. Ein weiteres Behandlungselement stellt für schulpflichtige Kinder und Jugendliche der Besuch der Klinikschule dar.

 

Neben der Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen bietet die Klinik akute  psychiatrisch-psychotherapeutische Hilfestellung bei Krisen, psychotischen Erkrankungen und Borderline-Zuständen sowie schweren Essstörungen, Selbstverletzungstendenzen und Suizidalität im Jugendalter an.

 

Forschung

Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Profils steht die Entwicklungspsychopathologie, die neurobiologische Grundlagen mit entwicklungspsychologischen und sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen vereint. Die Schwerpunkte liegen dabei in den Bereichen „Persönlichkeitsentwicklung“, „Adoleszentes Risikoverhalten und Selbstschädigung“, „Schizophrenie im Jugendalter“, „Prävention, Gesundheitsförderung und Qualitätssicherung in Schule, Kindergarten und Tagesstätte“ und „Frühe Kindheit, Temperament, Early life stress“.

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