Urologie

Informationen für Patienten

Stationärer Aufenthalt

Liebe Patientin, lieber Patient,

wichtige und folgenreiche Ereignisse in Ihrem Leben planen Sie sicher sehr sorgfältig. Einen Teil dieser Sorgfalt für den geplanten medizinischen Eingriff legen Sie in unsere Hände. Dabei sind wir auf Ihre Mithilfe und Ihr Verständnis angewiesen, um Ihre Behandlung so effektiv und sicher wie möglich zu gestalten. Die folgenden Informationen sollen Ihnen eine Vorstellung von den nötigen Vorbereitungsschritten vermitteln und Ihnen die Orientierung erleichtern. Bei allen organisatorischen Fragen können Sie sich stets an unser Zentrales Patientenmanagement unter 06221-56 36470 wenden. Privatpatienten kontaktieren bitte unser „Clinical Management“ unter 06221-56 8820.

1. Anmeldung

Für jede ambulante und tagesstationäre Behandlung benötigen Sie einen Überweisungsschein, für jeden stationären Aufenthalt einen Einweisungsschein. Außerdem sollten Sie Ihre Versichertenkarte mitführen. Mit diesen Unterlagen melden Sie sich zunächst im Eingangsbereich an.

2. Urologische Ambulanz/Aufnahmearzt

Dass ein urologischer Eingriff bei Ihnen nötig ist, wird von einer Ärztin oder einem Arzt der Urologischen Klinik festgestellt. Dies kann abhängig vom Einzelfall in unserer Urologischen Ambulanz oder beim Aufnahmearzt geschehen und umfasst eine gründliche Erhebung der Krankengeschichte mit Sichtung der bereits vorliegenden Befunde, eine vollständige Untersuchung und das Aufklärungsgespräch zu dem vorgesehenen Eingriff. Für die präoperative Blutentnahme müssen Sie nicht nüchtern sein, jedoch für bestimmte Kontrastmittel-Untersuchungen (IUG, CT). Ob sie nüchtern sein müssen, wird ihnen vorab mitgeteilt.

3. Anaesthesie - Sprechstunde

Für die meisten urologischen Eingriffe ist eine Narkose vorgesehen. Dafür sind ggf. zusätzliche Untersuchungen (EKG, Röntgen, Labor) sowie ein präoperatives Gespräch mit einem Narkosearzt in der Anästhesiesprechstunde notwendig. Sie werden hier über ein geeignetes Narkoseverfahren informiert und aufgeklärt, weiterhin wird besprochen, welche Ihrer Medikamente Sie unmittelbar vor dem Eingriff einnehmen sollen. Hier wird mitgeteilt ob der Patient nüchtern zur OP erscheinen muss.

4. Überprüfung der Unterlagen

Wenn Sie mit dem zuständigen Urologen und dem Narkosearzt gesprochen haben, bringen Sie bitte Ihre Unterlagen zurück zum Aufnahmearzt. Hier können wir prüfen, ob alle nötigen Untersuchungsergebnisse vorliegen, um den Eingriff möglichst schonend und risikoarm durchführen zu können. In seltenen Fällen müssen noch zusätzliche Untersuchungen erfolgen.

5. Tagesklinik

Für ambulante und tagesstationäre Eingriffe erhalten Sie ein Bett in unserer Tagesklinik. Wann genau Sie in der Klinik sein müssen, teilen Ihnen die Mitarbeiter der Tagesklinik am Vorabend mit, denn über den ungefähren Zeitpunkt des Eingriffs können wir erst Auskunft geben, wenn der OP-Plan vollständig ist. Sollten Sie bis 19 Uhr nicht kontaktiert worden sein, fragen Sie bitte selbst unter 06221-56 6462 nach. Genaue Informationen, wann sie sich einfinden sollen, werden ihnen vom Aufnahmearzt mitgeteilt. Da die Gegebenheiten je nach OP und Narkoseart variieren. Sollten sie eine Vollnarkose haben so ist eine Begleitperson für sie notwendig. Sollte der Eingriff in Lokalanästhesie erfolgen, so können Sie gerne frühstücken und ihre Medikamente einnehmen, sofern mit Ihrem Arzt nichts anderes besprochen wurde.

6. Station

Der Aufnahmezeitpunkt für stationäre Aufenthalte wird individuell mit Ihnen besprochen. Es besteht die Möglichkeit am Vorabend oder am OP-Tag frühmorgens in die Klinik kommen. Dies ist jedoch abhängig von der geplanten Operation. Bitte bedenken Sie, dass Sie mindestens sechs Stunden vor der Narkose nichts mehr essen oder trinken und nicht rauchen dürfen. Nach einer Narkose dürfen Sie an demselben Tag nicht mehr aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.

7. Kliniksozialdienst

Der Kliniksozialdienst ergänzt durch sein psychosoziales und sozialrechtliches Beratungsangebot z. B. zu Rehabilitation und Schwerbehindertenrecht die medizinische und pflegerische Versorgung. Die Kontaktaufnahme kann am Aufnahmetag oder während Ihres Aufenthaltes erfolgen. Für größere operative Eingriffe sollten Sie schon am Termin Ihrer Aufklärung dort vorbeigehen.

Informationen für Patienten vor operativen Eingriffen

Liebe Patientin, lieber Patient,

bei der Planung des bei Ihnen vorgesehenen operativen Eingriffs sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Durch Ihre Mithilfe kann die operative Vorbereitung reibungslos und effektiv ablaufen.

Im Vorfeld Ihrer geplanten Operation kann es notwendig sein, die Körperbehaarung im Operationsgebiet zu kürzen. Sollte Ihnen dies selbst möglich sein, möchten wir Sie bitten, dies bereits am Vortag der Operation zu Hause mithilfe eines Haartrimmers (elektrischer Rasierer) vorzunehmen. Die je nach Eingriff notwendigen Körperregionen sind auf dem Informationsflyer "Patienteninformation Präoperative Haarkürzung" dargestellt. 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg.

Checkliste zur OP-Vorbereitung
  • Überweisungs- oder Einweisungsschein (Haus-/Fachärztin/-arzt)
  • Krankenversichertenkarte
  • Liste aller Medikamente, die Sie regelmäßig benötigen oder in der letzten Zeit eingenommen haben. Für Sie absolut notwendige Arznei- und Hilfsmittel sollten Sie ebenfalls mitführen.
  • „Blutverdünner“ wie Marcumar oder Aspirin® müssen ca. 10 Tage vor jedem Eingriff in Rücksprache mit Ihrem Arzt abgesetzt werden. Auch bestimmte Diabetes-Medikamente (Metformin) müssen Sie ca. 2 Tage pausieren.
  • Bildgebung (Röntgenaufnahmen, CT, MRT) bitte unbedingt auf Folie oder CD-ROM mitbringen! Keine Papierausdrucke.
  • Medizinische Unterlagen von früheren Behandlungen
  • Patienten mit bekannter Herz-Kreislauf-Erkrankung, entsprechenden Beschwerden (Atemnot, „Herzschmerzen“) oder die älter als 70 Jahre sind, benötigen eine aktuelle (< 6 Monate) internistische Untersuchung zur OP-Fähigkeit.
  • Allergieausweis, Impfpass
  • Für Sie wichtige Telefonnummern Begleitperson bei Verständigungsschwierigkeiten, bei nicht volljährigen, nicht einwilligungsfähigen oder behinderten Patienten.
  • Dolmetscher
  • Informationen über private Zusatzversicherungen

Bei geplantem stationären Aufenthalt

  • Für die Planung einer Anschlussrehabilitation ist es erforderlich, dass Sie den genauen Namen Ihres gesetzlichen Rententrägers wissen (z.B. DRV Bund, DRV Ba-Wü usw.).
  • Toilettenartikel, Handtücher, Schlafanzug/Nachthemd, Bademantel, Trainingsanzug, Haus-/Turnschuhe, Brille, Gehstock, Hörgerät, Lektüre
  • Etwas Geld. Bitte keine Wertgegenstände

Patientengenerierte Daten

Elektronische Patient Reported Outcome Measures (ePROMs)

Liebe Patientin, lieber Patient,

als Patientin oder Patient unserer Klinik stehen Sie und Ihre Behandlung im Mittelpunkt. Neben körperlicher Untersuchung, Laboranalysen, bildgebenden Verfahren und weiteren diagnostischen Maßnahmen spielen auch von Ihnen selbst erhobene Gesundheitsdaten eine zunehmend wichtige Rolle in der modernen Patientenversorgung. Diese sogenannten patientengenerierten Daten oder auch Patient Reported Outcome Measures (PROMs) umfassen neben allgemeinen Angaben zum Gesundheitszustand auch strukturierte Fragebögen, die gezielt klinische und wissenschaftliche Fragestellungen unterstützen.

Traditionell werden solche Informationen im ärztlichen Gespräch oder über papierbasierte Fragebögen erfasst und anschließend in digitale Systeme übertragen. Dieser Prozess ist zeitaufwendig, personalintensiv und mit dem Risiko für Fehleranfälligkeit verbunden. Um dies zu verbessern, setzen wir in unserer Klinik verstärkt auf die elektronische Erfassung dieser Daten in Form elektronischer PROMs. Die Eingabe erfolgt direkt durch Sie – ohne komplexe Schnittstellen und ohne zusätzlichen Übertragungsaufwand – unmittelbar in die entsprechenden IT-Systeme.

Die technische Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Medizinische Informatik, das die notwendige Infrastruktur bereitstellt. Selbstverständlich erfolgt die Datenerhebung unter strikter Einhaltung aller geltenden Datenschutzbestimmungen.

Die Nutzung von ePROMs wird in zahlreichen Studien sowohl von Patientinnen und Patienten als auch von Behandelnden als einfach, effizient und hilfreich für die Therapie bewertet. Auch bei uns am Universitätsklinikum werden hierzu kontinuierlich Studien durchgeführt, um die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern.