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NeuroMoves

Teilhabebezogene Zielerreichung durch Heil- und Hilfsmittel bei Patienten mit mobilitätseinschränkenden Lähmungssyndromen

Eine multizentrische prospektive Beobachtungsstudie mit zwei Schwerpunktregionen

DRKS Registernummer: DRKS00020487

Ein zentrales Ziel der stationären Rehabilitation von neurologischen Patienten mit Lähmungssyndromen infolge Schlaganfall oder Querschnittlähmung ist die bestmögliche Wiederherstellung der Mobilität als Fußgänger oder Rollstuhlfahrer. Es fehlen bisher Daten, wie sich nach stationärer medizinischer Rehabilitation und Übergang in das häusliche Umfeld der erreichte Mobilitätsstatus trotz ambulanter Physiotherapie und Mobilitätshilfen entwickelt. Daher besteht das Ziel der NeuroMoves-Studie in der Identifikation von heil- und hilfsmittelbezogenen Faktoren, welche mit einer Mobilitätsveränderung in der poststationären Phase verbunden sind.

An der Studie teilnehmen können Patienten mit neu aufgetretenen mobilitätseinschränkenden Lähmungssyndromen infolge einer Querschnittlähmung oder eines Schlaganfalls. Diese werden am Ende der stationär-rehabilitativen Behandlung mit einem speziellen Activity-Tracker ausgestattet und über einen Zeitraum von 8 Monaten im ambulanten Umfeld nachbeobachtet. Der Activity-Tracker zeichnet dabei die täglich zurückgelegte Geh- oder Rollstuhlstrecke auf. An drei Visitenzeitpunkten (Ende stationärer Aufenthalt, ambulant nach 4 und 8 Monaten) werden mittels standardisierter, nicht belastender Gehtests und Fragebögen zusätzliche Informationen erhoben. Darüber hinaus werden über den 8-monatigen Beobachtungszeitraum die Mobilitäts- und Teilhabeziele und deren Erreichung sowohl von den Studienteilnehmern als auch deren Therapeuten über eine App erfasst.

Am Ende der Gesamtstudie im Jahr 2022 werden wir mit den erhobenen Daten einen Einblick in die ambulante Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln und mögliche Zusammenhänge zwischen Art und dem Umfang der Heil- und Hilfsmittelversorgung auf die teilhabebezogene Zielerreichung analysieren können. Die erwarteten Ergebnisse von NeuroMoves helfen, die tatsächliche Verordnungs- und Versorgungspraxis für Heil- und Hilfsmittel im Hinblick auf Patienten-/Therapeutenziele hinsichtlich selbständiger Mobilität zu objektivieren und damit Hinweise zu einer verbesserten und effizienteren Anwendung von Heil- und Hilfsmitteln zu gewinnen.

NeuroMoves ist eine vom Innovationsauschuss des Gemeinsamen Bundesauschuss geförderte multizentrische Studie mit zwei Schwerpunktregionen in Deutschland (Rhein-Neckar-Raum und Schleswig-Hollstein). Neben der Klinik für Paraplegiologie des Universitätsklinikums Heidelberg sind folgende Spezialzentren zur Behandlung/Rehabilitation von Querschnittgelähmten und Patienten nach Schlaganfall beteiligt:

  • Kliniken Schmieder, Heidelberg
  • Heinrich-Sommer-Klinik, Bad Wildbad
  • SRH Gesundheitszentrum, Bad Wimpfen
  • Sankt-Rochus-Klinik, Bad Schönborn
  • Segeberger Kliniken GmbH, Bad Segeberg
  • August-Bier-Klinik, Bad Malente
  • Klinikum Bad Bramstedt GmbH, Bad Bramstedt
  • BG Klinikum Hamburg

Weitere Partner sind:

  • Universitätsklinikum Heidelberg – Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung
  • Medical Valley, Digital Health Application Center GmbH (dmac)
  • Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten in Deutschland e.V. (FGQ)
  • Schlaganfall-Ring Schleswig-Hollstein
  • Physio-Akademie des Deutschen Verbandes für Physiotherapie
  • Deutsche Gesellschaft für interprofessionelle Hilfsmittelversorgung e.V.

Weiterführende Informationen und Kontaktdetails finden Sie hier: