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AIT-DBT

Sektion Translationale Psychobiologie

Studientitel

Adolescent Identity Treatment im Vergleich zu Dialektisch-Behavioraler Therapie bei Jugendlichen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung – eine multizentrische Prozess-Outcome-Studie

Projektbeschreibung

Persönlichkeitsstörungen finden ihren Beginn häufig in der Adoleszenz. Die frühzeitige therapeutische Intervention kann einer möglichen Chronifizierung sowie einer langfristigen Beeinträchtigung durch die Persönlichkeitsstörungen vorbeugen. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Behandlungsansätze für Jugendliche mit Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) entwickelt. Insgesamt gibt es bislang jedoch kaum vergleichende Therapiestudien zur Wirksamkeit der unterschiedlichen, psychotherapeutischen Verfahren bei Persönlichkeitsstörungen im Jugendalter. Die vorliegende, multizentrische Studie überprüft die Wirksamkeit des neu entwickelten Adolescent Identity Treatment (AIT) im Vergleich zur etablierten Dialektisch-Behavioralen Therapie für Jugendliche (DBT-A). Die Wirksamkeit der Behandlungsansätze wird primär über die psychosoziale Funktionsfähigkeit der teilnehmenden Patienten vor und nach der Therapie erfasst. Es wird erwartet, das AIT vergleichbar der DBT-A zu einer Verbesserung des psychosoziale Funktionsniveaus von Jugendlichen mit BPS führt (non-inferiority Hypothese). Um potentielle Mechanismen der therapeutischen Wirksamkeit beider Therapieansätze zu identifizieren, werden Stresserleben, Arousal und emotionale Regulation, durch psychophysiologische, endokrinologische und psychometrischen Methoden, kontinuierlich über den Verlauf der Behandlung - sowohl bei den teilnehmenden Patienten und ihren behandelnden Therapeuten - gemessen. Diese Art der Prozessforschung soll zu einem umfassenderen Verständnis der wirksamen, psychotherapeutischen Interventionen bei BPS beitragen. Behandelte Patienten werden bis zu zwei Jahre nach Therapieabschluss regelmäßig nachverfolgt, um die Stabilität der Behandlungseffekte beurteilen zu können. Die Studie wird in Kooperation mit der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik UPK in Basel durchgeführt.

Förderung

keine

Projektlaufzeit

2015 – 2018