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Aneurysma und Gefäßmissbildungen

Aneurysma und Gefäßmissbildungen – was ist das?

Ein Aneurysma ist eine ballonartige Ausweitung eines Blutgefäßes im Gehirn. Denn hin und wieder kommt es vor, dass die Wand einer Arterie oder Vene von Geburt an oder durch eine Krankheit geschwächt wird. Der ständig wirkende Blutdruck kann dann dazu führen, dass sich an dieser Stelle das Gefäß gefährlich weitet. Meist spüren Betroffene davon gar nichts. Allerdings können Aneurysmen einreißen und dann zu lebensgefährlichen Hirnblutungen führen. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden.
Eine weitere Gefäßmissbildung ist die sogenannte arteriovenöse Malformation (AVM). Hier fehlt das verästelte Geflecht feinster Blutgefäße (Kapillaren), sodass frisches Blut vom Herzen direkt über einen Kern krankhafter Gefäße unverbraucht wieder in die Hirnvenen und zurück in den Körperkreislauf geleitet wird. Gelegentlich kann diese Fehlleitung zu Mangeldurchblutung im angrenzenden Hirngewebe führen und Störungen der Hirnfunktion verursachen. Manchmal kommt es im Bereich des Kerns einer solchen Gefäßmissbildung auch zu Gefäßeinrissen und Blutungen.
Traubenförmige, gutartige Gefäßwucherungen, auch als Blutschwämmchen (Kavernome) bekannt, sind eine weitere Erkrankung, die im Gehirn und auch im Rückenmark auftreten kann. Sie sind an keine Arterie angebunden und stehen nicht unter hohem Druck, sodass es zu eher leichteren Sickerblutungen kommt. Störungen der Hirnfunktion (z.B. Krampfanfälle) können resultieren.


So behandeln wir ein Aneurysma oder Gefäßmissbildungen

In der Neurochirurgischen Klinik Heidelberg führen wir pro Jahr mehr als hundert neurochirurgische Gefäßeingriffe durch, also etwa zwei pro Woche. Welche Behandlungsstrategie dabei die beste ist, hängt neben der allgemeinen körperlichen Verfassung unserer Patienten vor allem davon ab, welche Blutgefäße betroffen sind, und welche Risiken die Gefäßmissbildung birgt. Mittels hochpräziser Diagnoseverfahren und sorgfältiger Risiko-Nutzen-Analyse machen sich unsere erfahrenen Neurochirurgen im wahrsten Sinne des Wortes ein genaues Bild von der Erkrankung.
Als spezialisierte Universitätsklinik verfügen wir zudem über eine überdurchschnittliche und hochmoderne medizintechnische Ausstattung. Mit vier OP-Sälen und einer speziell ausgerüsteten Neuro-Intensivstation sind wir in der Lage, jeden Patienten im gesamten Therapieverlauf optimal zu versorgen und auf jede medizinische Situation adäquat zu reagieren.

Für jede Missbildung die passende Eingriffstechnik.

Mithilfe spezieller Bildgebungstechniken wie einem Mikroskop-integrierten Fluoreszenzverfahren zur Darstellung der Hirngefäße und miniaturisiertem Doppler-Ultraschall können sich unsere Operateure sowohl vor, als auch während der Operation ein genaues Bild der erkrankten Blutgefäße machen. Somit kann der Fluss des Blutes dargestellt werden – und so der Behandlungserfolg bereits während des Eingriffs beurteilt werden. Mithilfe computerassistierter Neuro-Navigation, Operationsmikroskopen und einer permanenten Überwachung wichtiger Hirnfunktionen erzielen wir ein Höchstmaß an Präzision. So werden Aneurysmen, je nach Lage, entweder mit speziellen Clips vom ursprünglichen Blutgefäß abgeklemmt (clipping), und/oder die Wand des Gefäßes durch Umwicklung verstärkt (wrapping).
Alternative Behandlungsverfahren stehen im selben Zentrum zur Verfügung und werden bei der individuellen Therapieplanung berücksichtigt. So können manche Aneurysmen über einen durch die Leiste eingeführten Katheter mit einem spiralig gewundenen Platindraht verschlossen werden (coiling).
Andere Missbildungen werden, sollten sie ein Blutungsrisiko darstellen, mikrochirurgisch entfernt, über ein Katheterverfahren verklebt, oder auch in der hiesigen Strahlenklinik bestrahlt. Bei bestimmten Gefäßveränderungen können Patienten auch von einer Bypass-Operation profitieren. Dabei werden verschlossene oder verengte Stellen durch eine Transplantation körpereigener Blutgefäße überbrückt, um die Durchblutung des Gehirns sicherzustellen. Auch dieses Verfahren bieten wir in unserer Klinik an.

Im Notfall bestens vorbereitet – unsere neurochirurgische Intensivstation.

Viele Gefäßmissbildungen machen anfangs keine oder nur sehr unklare Beschwerden und werden daher häufig nicht entdeckt. Führen sie jedoch zu einer Hirnblutung oder einem Gefäßverschluss, benötigen diese Patienten eine schnelle und umfangreiche Notfall-Behandlung. Daher sind unsere Ärzte nicht nur Neurochirurgen, sonder gleichzeitig Experten für neurologische Intensivmedizin. Im Team mit erfahrenen und hochqualifizierten Intensiv-Pflegern haben wir jederzeit den ganzen Patienten im Blick. In unserer speziell ausgestatteten neurochirurgischen Intensivstation kann so unmittelbar auf Veränderungen oder Komplikationen reagiert werden. Bei Bedarf können wir ebenfalls schnell und unkompliziert auf die spezielle Expertise der Kollegen der angeschlossenen Fachkliniken zurückgreifen und arbeiten hier interdisziplinär.

Ganzheitliche Versorgung dank Teamarbeit und interdisziplinärer Vernetzung.

Die Spezialisten unserer Klinik gehören zu den besten ihres Faches. Doch selbst eine perfekte OP ist nicht gleichbedeutend mit einem optimalen Behandlungsergebnis. Um unsere Patienten bestmöglich behandeln zu können, sind eine sorgfältige Diagnose und Behandlungsauswahl genauso wichtig wie eine sachkundige Pflege, Nachbehandlung oder im Bedarfsfall eine frühe neurologische Rehabilitation. Aus diesem Grund spielt der Teamgedanke eine ebenso große Rolle in unserem ganzheitlichen Therapieverständnis wie eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Um unseren Patienten jederzeit die beste medizinischen Versorgung zu garantieren, kooperieren wir sowohl mit den benachbarten universitären Fachkliniken (etwa der Neurologie, Neuroradiologie oder Gefäßchirurgie), also auch mit externen Partnern in der Region. So sind z. B. die Schmiederklinik in Heidelberg und die Schlossberg-Klinik in Bad König als Spezialkliniken für Neurologische Rehabilitation seit vielen Jahren wichtige Kooperationspartner der Neurochirurgie Heidelberg.


Das zeichnet uns aus:

  • Jahrzehntelange Erfahrung und höchste Expertise bei der neurochirurgischen und intensivmedizinischen Behandlung von Patienten mit Missbildungen der Blutgefäße des Gehirns
  • Umfassende medizintechnische Ausstattung von der Diagnostik über OP-Verfahren bis hin zur intensivmedizinischen Versorgung: ICG-Angiografie, Intraoperative Mikro-Dopplersonografie, intraoperatives CT und MRT, OP-Navigation, Intraoperatives Neuromonitoring, Bypass-Techniken, spezielle Ausstattung für Kernspinaufnahmen beatmeter Intensiv-Patienten
  • Enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den benachbarten Fachkliniken des Universitätsklinikums Heidelberg sowie weiteren Fachkliniken für Neurologische Frührehabilitation

Spezialisten

 Prof. Dr. med. Klaus Zweckberger

Spezialgebiete: Vaskuläre Neurochirurgie, Schädelbasis- chirurgie, intrakranielle und spinale Tumorchirurgie, Syringomyelie, allgemeine und komplexe Wirbelsäulenchirurgie, Neurotraumatologie 

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Einen Termin in der Spezialsprechstunde können Sie montags, mittwochs und freitags telefonisch oder per E-Mail in der Zentralambulanz vereinbaren.

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Einen Termin in der Spezialsprechstunde Gefäße können Sie von Montag bis Freitag in der Zentralambulanz vereinbaren.

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Adresse und Anreise

Neurochirurgische Universitätsklinik
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg
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