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SFB-Schmerz

Studie zur Evaluierung klinischer, neurophysiologischer und bildgebender Parameter bei chronisch neuropathischen Schmerzen querschnittgelähmter Patienten

Neuropathische Schmerzen, das heißt durch Verletzungen von Nervenstrukturen hervorgerufene Schmerzen, sind eine häufige Komplikation nach erlittener Querschnittlähmung. Um eine gezielte Therapie entwickeln zu können, wird ein besseres Verständnis für die ursächlichen Vorgänge dieses Schmerzsyndroms benötigt.

Ziel der Studie

Mit ausgewählten Untersuchungsmethoden wollen wir neben dem subjektiven Schmerzempfinden, eindeutige diagnostische Marker identifizieren, die ausschließlich bei Patienten mit neuropathischen Schmerzen auftreten. Darüber hinaus soll überprüft werden wie sensibel diese Schmerzmarker auf körperliche Aktivität reagieren, da körperliche Aktivität einen positiven Einfluss auf diese Schmerzart haben kann.

Quelle: Hasomed GmbH

Methode und Ablauf

Um festzustellen, ob Sie für die Studie in Frage kommen, erfolgt ein persönliches Gespräch sowie ein kurzes „Screening“ (Dauer circa 15min).

Nach Einschluss in die Studie schließt sich eine zweiteilige Ausgangsuntersuchung an – der erste Teil erfolgt in der Ambulanz der Klinik für Paraplegiologie des Universitätsklinikums Heidelberg und der zweite Teil am Lehrstuhl für Neurophysiologie des Zentrums für Biomedizin und Medizintechnik am Universitätsklinikum Mannheim. Die Untersuchungen umfassen verschiedene Fragebögen, die Erhebung des senso-motorischen Status, eine neurophysiologische Untersuchung sowie eine MRT-Bildgebung.

Danach startet Ihre 8-wöchige Trainingsphase! Nach 4 Wochen erfolgt ein kurzer Telefontermin (Dauer 15min), um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Nach erfolgreichem 8-wöchigem Training steht die Abschlussuntersuchung an, welche identisch zur Ausgangsuntersuchung aufgebaut ist (siehe untenstehende Grafik).

Als Trainingsgerät während des Trainingszeitraums wird ein Fahrradergometer mit funktioneller Elektrostimulation („FES-Fahrrad“) unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Es bietet sich also die Möglichkeit eines „aktiven“ Trainings im häuslichen Umfeld (siehe Foto).

NUTZEN

Zum Vergrößern bitte auf die Graphik klicken

Das FES-Fahrrad wird Ihnen unentgeltlich für den Trainingszeitraum zur Verfügung gestellt und bei Ihnen Zuhause aufgebaut. Geschultes Fachpersonal wird Sie in die Benutzung des Gerätes einweisen.

Mögliche positive Effekte des Trainings sind der Erhalt/Aufbau der trainierten Muskulatur, eine verbesserte Durchblutung der Beine sowie eine Kontrakturprophylaxe (Verhinderung von „Einsteifungen“ der Gelenke ). Es besteht zudem die Möglichkeit, dass das FES-Fahrradtraining Ihre neuropathischen Schmerzen positiv beeinflusst.

Bei erfolgreichem Abschluss der Studie werden Ihnen € 400 Aufwandsentschädigung sowie eine zusätzliche Fahrtkostenpauschale in Höhe von € 100 ausgezahlt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Eine Teilnahme an dem „Screening“ ist möglich, wenn

  • bei Ihnen eine komplette oder inkomplette Querschnittlähmung seit mindestens 1 Jahr vorliegt
  • das neurologische Niveau zwischen C5 und Th10 liegt
  • Sie zwischen 18 und 65 Jahre alt sind
  • Sie keine Herzschrittmacher oder ähnliche aktive Implantate wie zum Beispiel Medikamentenpumpen im Körper haben

Wenn Sie die oben genannten Voraussetzungen erfüllen und Interesse an der Studienteilnahme haben, melden Sie sich bei uns und wir erklären Ihnen gerne alle weiteren Details!

Leiter der Studie

Prof. Dr. med. Norbert Weidner

Ärztlicher Direktor (Klinik für Paraplegiologie - Querschnittzentrum)

Verantwortliche Projektmitarbeiter