Onkologie, Hämatologie, Immunologie und Pneumologie

OSCAR- Eine neue Behandlungsmöglichkeit für das Osteosarkom mit Schwerionen, wenn eine Operation nicht möglich ist

 

Das Osteosarkom ist der häufigste bösartige Knochentumor und die Diagnose dieser Erkrankung bedeutet unweigerlich bei jedem Betroffenen einen tiefen Einschnitt. Durch die enge Zusammenarbeit der Opens external link in new windowOrthopädischen Klinik  und des Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Heidelberg haben wir in Heidelberg in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel Erfahrung mit der erfolgreichen Behandlung dieser Erkrankung gewinnen können. So können wir den meisten betroffenen Menschen durch eine gut abgestimmte medikamentöse und orthopädisch-chirurgische Behandlung heute gut helfen und eine optimistische Perspektive aufzeigen.

 

Da zu einem erfolgreichen Behandlungskonzept jedoch eine vollständige Entfernung des Tumors gehört, stellt die Behandlung von Menschen mit einem Osteosarkom, das nicht vollständig operiert werden kann eine besondere Herausforderung dar. Aus diesem Grunde haben wir und auch andere Kollegen unter solchen Umständen in der Vergangenheit erfolgreich die Behandlung mit Strahlen eingesetzt.

 

In den letzten Jahren haben Opens external link in new windowProf. Dr. Dr. Debus und seine Kollegen und Kolleginnen aus der Opens external link in new windowKlinik für Radioonkologie unserer Universität  die Anwendung einer völlig neuen Strahlenart entwickelt. Mit dieser neuen, als Schwerionenbestrahlung bezeichneten neuen Strahlenart können wir einerseits eine besonders hohe und zielgenaue Wirksamkeit und andererseits eine weitgehende Schonung des normalen Gewebes erreichen. Die Klinik für Radioonkologie am Universitätsklinikum Heidelberg betreibt seit 2009 die in Europa erste und bislang einzige Opens external link in new windowSchwerionentherapieanlage, die wir bereits bei anderen, früher nur mit größten Schwierigkeiten behandelbaren Tumorerkrankungen mit guten Erfolgen eingesetzt haben. Auch konnten wir in sehr guter Zusammenarbeit zwischen den Kollegen und Kolleginnen der Radioonkologie und des Zentrums für Kinderheilkunde und Jugendmedizin bereits erste positive Erfahrungen mit der Schwerionentherapie beim Osteosarkom gewinnen.

 

In Heidelberg haben wir nun mit Unterstützung der Opens external link in new windowDietmar Hopp Stiftung ein Therapieprotokoll für Menschen mit einem Osteosarkom entwickelt, bei denen eine chirurgische Entfernung des Tumors nicht möglich ist. Dieses Opens internal link in current windowTherapieprotokoll eröffnet Betroffenen in dieser sehr schwierigen Lage eine realistische Perspektive auf Heilung. Außerdem erwarten wir auf der Grundlage des Studiendesigns dieses Protokolls systematisch Erfahrungen sammeln zu können, die es uns erlauben dieses Behandlungsprotokoll ständig weiter zu verbessern.

 

Gerne beraten wir Sie, ob diese neue Behandlung für Sie, Ihr Kind oder für Ihren Patienten in Frage kommt.

Bitte rufen Sie uns an:06221 - 56 5445 oder 06221 - 56 4555,
schicken Sie uns ein Fax:06221 - 56 1979 oder 06221 - 56 4559
oder senden Sie uns eine e-mail:
Opens window for sending emailstrahlentherapie@med.uni-heidelberg.de oder Opens window for sending emailandreas.kulozik@med.uni-heidelberg.de

 

Seit 2010 führen wir die klinische Studie OSCAR für Patienten mit inoperablem Osteosarkom durch. Näheres zur Studie finden Sie Opens internal link in current windowhier.

 

 

 

Literatur

Opens external link in new windowTreatment tolerance of particle therapy in pediatric patients.
Rieber JG, Kessel KA, Witt O, Behnisch W, Kulozik AE, Debus J, Combs SE.
Acta Oncol. 2015 Jan 23:1-7. PMID:25615893

 

Opens external link in new windowRadiosensitization by histone deacetylase inhibition in an osteosarcoma mouse model.
Blattmann C, Thiemann M, Stenzinger A, Christmann A, Roth E, Ehemann V, Debus J, Kulozik AE, Weichert W, Huber PE, Oertel S, Abdollahi A.Strahlenther Onkol. 2013 Nov;189(11):957-66. doi: 10.1007/s00066-013-0372-8. Epub 2013 Jun 27. PMID: 23801068

 

Opens external link in new windowTreatment of pediatric patients and young adults with particle therapy at the Heidelberg Ion Therapy Center (HIT): establishment of workflow and initial clinical data.
Combs SE, Kessel KA, Herfarth K, Jensen A, Oertel S, Blattmann C, Ecker S, Hoess A, Martin E, Witt O, Jäkel O, Kulozik AE, Debus J.
Radiat Oncol. 2012 Oct 17;7:170. doi: 10.1186/1748-717X-7-170

 

Opens external link in new windowSuberoylanilide hydroxamic acid affects γH2AX expression in osteosarcoma, atypical teratoid rhabdoid tumor and normal tissue cell lines after irradiation.
Blattmann C, Oertel S, Thiemann M, Weber KJ, Schmezer P, Zelezny O, Lopez Perez R, Kulozik AE, Debus J, Ehemann V.
Strahlenther Onkol. 2012 Feb;188(2):168-76. doi: 10.1007/s00066-011-0028-5. Epub 2012 Jan 18

 

Opens external link in new windowCombination of suberoylanilide hydroxamic acid with heavy ion therapy shows promising effects in infantile sarcoma cell lines.
Oertel S, Thiemann M, Richter K, Weber KJ, Huber PE, Perez RL, Brons S, Bischof M, Kulozik AE, Ehemann V, Debus J, Blattmann C.
Radiat Oncol. 2011 Sep 20;6:119. doi: 10.1186/1748-717X-6-119

 

Opens external link in new windowHeidelberg Ion Therapy Center (HIT): Initial clinical experience in the first 80 patients.
Combs SE, Ellerbrock M, Haberer T, Habermehl D, Hoess A, Jäkel O, Jensen A, Klemm S, Münter M, Naumann J, Nikoghosyan A, Oertel S, Parodi K, Rieken S, Debus J.
Acta Oncol. 2010 Oct;49(7):1132-40.

 

Opens external link in new windowNon-randomized therapy trial to determine the safety and efficacy of heavy ion radiotherapy in patients with non-resectable osteosarcoma.
Blattmann C, Oertel S, Schulz-Ertner D, Rieken S, Haufe S, Ewerbeck V, Unterberg A, Karapanagiotou-Schenkel I, Combs SE, Nikoghosyan A, Bischof M, Jäkel O, Huber P, Kulozik AE, Debus J.BMC Cancer. 2010 Mar 12;10:96. doi: 10.1186/1471-2407-10-96

 

Opens external link in new windowLong-term outcome after polychemotherapy and intensive local radiotherapy of high-gradeosteosarcoma.
Hundsdoerfer P, Albrecht M, Rühl U, Fengler R, Kulozik AE, Henze G.
Eur J Cancer 2009;11-2447-51.

 

 

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