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Studien

Brustzentrum Heidelberg / Senologie

Leitbild

Das Brustzentrum der Universitätsfrauenklinik nimmt an einer Vielzahl von Studien teil, die zum Ziel haben, die individuelle Diagnostik und Therapie von Brustkrebs zu verbessern. Hierbei legen wir einen Schwerpunkt auf Studien, die den teilnehmenden Patientinnen ermöglichen, mit innovativen Therapiekonzepten behandelt zu werden, die über die bisherige Standardbehandlung hinausgehen. Hierdurch möchten wir unsere Patientinnen an den neuesten Entwicklungen der modernen Tumortherapie teilhaben lassen. Neben den Studien mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg führen wir folgende operative Studien durch:

Kurzzusammenfassung

Patientinnen unter neoadjuvanter Behandlung, bei denen es weder vor noch nach der Chemotherapie einen Anhalt für einen Tumorbefalle von axillären Lymphknoten gibt (Klassifikation cN0, ycN0), erhalten bisher standardmäßig eine Entfernung des Wächterlymphknotens (Sentinellymphonodektomie). Der Nutzen dieses Verfahrens ist in dieser Patientengruppe jedoch umstritten, da nur in sehr seltenen Fällen ein Tumorbefall des Wächterlymphknotens vorliegt. Außerdem können durch die Lymphknotenentfernung zusätzliche postoperative Beschwerden wie Lymphstau entstehen.

In der EUBREAST Studie wird deshalb untersucht, ob die Entfernung des Wächterlymphknotens in dieser Konstellation wirklich sinnvoll ist. Zu diesem Zweck wird bei teilnehmenden Patientinnen auf die Wächterlymphknotenentfernung verzichtet, sollte es zu einem vollständigen Verschwieden des Tumor unter Therapie, eine sogenannte pathologische Komplettremission (pCR) gekommen sein.

  • Einschluss:
    • Pat. mit invasivem Mamma-Karzinom, Initial cT1c-3, cN0
    • Nach NACT ycT0 ycN0
    • BET mit adj. Radiatio geplant
  • Intervention: Verzicht auf die SLNE bei cCR
  • Leitung: Toralf Reimer, Rostock

https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT04101851

Kurzzusammenfassung

Wenn eine Entfernung der Brust aufgrund einer Krebserkrankung notwendig ist oder aufgrund einer Hochrisiko-Genmutation durchgeführt wird, erfolgt häufig ein Wiederaufbau der Brust durch Einlage eines Implantates. Dieses kann sowohl vor als auch hinter dem großen Brustmuskel eingelegt werden (prä- oder subpektoral). Welche dieser beiden Optionen langfristig zu besseren Ergebnissen führt, ist umstritten und soll in dieser Studie geklärt werden.

  • Ziel: PRE- versus sub-PECtorale implantatbasierte Brustrekonstruktion nach haut- und brustwarzenschonender Mastektomie
  • Leitung: UFK Basel

https://dkf.unibas.ch/en/competencies/iict/prepec/#:~:text=PREPEC%20-%20a%20study%20on%20quality%20of%20life,selection%20of%20endpoints%20for%20this%20international%2C%20randomized%20study

Kurzzusammenfassung

Patientinnen, die entsprechende Kriterien u.a. bezüglich des Tumortyps erfüllen, erhalten vor einer geplanten Operation eine Chemotherapie (neoadjuvante Chemotherapie). Durch die Chemotherapie gelingt es häufig, die Tumorlast sowohl in der Brust als auch in zuvor tumorbefallenen deutlich zu reduzieren. Dennoch wird bisher standardmäßig eine systematische Entfernung von Lymphknoten in der Achselhöhle empfohlen, wenn mindestens ein Lymphknoten tumorbefallen ist. Es ist jedoch umstritten, ob sich die Prognose der Brustkrebspatientinnen durch diesen relative ausgedehnten Eingriff verbessern lässt. Daher wird in der TAXIS Studie untersucht, ob auch die Entfernung von nur einem ausgewählten Lymphknoten, der vor der Chemotherapie befallen war und markiert wurde, eine ausreichende onkologische Sicherheit gewährleistet.

  • Pat. mit invasivem Mamma-Karzinom im Stadium II/III Mamma-CA und ypN+
  • Intervention: TAD mit oder ohne ALND
  • Leitung: GBG

https://www.gbg.de/de/studien/taxis.php

PROMs (Patient-Reported Outcome Measurements), Lebensqualität und Nachsorge Mammakarzinom, multizentrische digitale Erfassung von Patientenzufriedenheit, Lebensqualität (HRQoL) und patientenberichteten Nebenwirkungen (PRO-AE) beim Mammakarzinom in der Neoadjuvanz, Adjuvanz, Nachsorge und Palliation.

Kurzbeschreibung:

Ziel des Projektes ist es, die Arzt-Patienten-Kommunikation durch digitale Hilfsmittel wie eine Smartphone-App und Online-Fragebögen zu verbessern, um die Therapie den Bedürfnissen der Patientinnen besser anpassen zu können und andererseits Therapieerfolg und Nebenwirkungen aus Sicht der Patientinnen besser zu erfassen. Ausführliche Informationen zum Projekt sind unter folgendem Link abrufbar.

https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/frauenklinik-zentrum/brustzentrum-heidelberg-/-senologie/forschung/projekt-enable

Ziel des Projektes:

  • Longitudinale Erfassung von Patient-Reported Outcome Measurements (PROM), Health-Related Quality of Life (HRQoL).
  • Etablierung und Evaluation einer engmaschigen Kontrolle der Lebensqualität unter Therapie mit Erprobung einer nebenwirkungsbasierten Intervention („Reaktives PRO Assessment – RPA“) und Erfassung von Laborparametern.
  • PROMS Mammakarzinom – Identifikation von prädiktiven Faktoren zur Detektion von Risikopatientinnen.
  • Elektronische Rückmeldung an das Behandlungsteam bei höhergradigen Nebenwirkungen/Beeinträchtigungen und Monitoring von Symptomen in Interaktion mit dem Behandlungsteam mit der Applikation als Informations-Tool.

Zielgruppe:
Zu der Zielgruppe zählen alle Patientinnen mit invasivem Mammakarzinom.

Projektleitung
Prof. Dr. med. Markus Wallwiener, Universitäts-Frauenklinik Heidelberg