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Vorbeugung von Trauma bedingten Zahnschäden

Prävention/ Vorbeugung von Trauma bedingten Zahnschäden

durch optimale Lagerung von Zähnen oder Zahnfragmenten

Was sollten Sie beachten, wenn es zum traumatischen Zahnverlust gekommen ist:

  • Fassen Sie den Zahn nur an der Zahnkrone und nicht an der Zahnwurzel an
  • Reinigen Sie den Zahn nicht, auch wenn der verschmutzt ist.
  • Legen Sie den Zahn direkt in die Zellnährlösung einer Zahnrettungsbox.
  • Suchen Sie am besten sofort einen Zahnarzt auf.

Lagerung und Transport von Zähnen oder Zahnfragmenten nach Zahntrauma:

Falls Sie im Falle eines traumatischen Zahnverlustes keine Zahnrettungsbox  zur Verfügung haben, legen Sie den Zahn in eines der folgenden Medien ein (in dieser Priorität):

  1. Zahnrettungsbox - siehe unten - (Lagerungszeit mindestens 24 Stunden möglich)
  2. Kalte H-Milch (max. Lagerungszeit 6 Stunden)
  3. Sterile physiologische Kochsalzlösung (max. Lagerungszeit 2 Stunden)
  4. Speichel, wenn nichts anderes zur Verfügung steht  (Mund des Patienten, bei Kindern   besser Wangentasche von Mutter oder Vater - max. Lagerungszeit 1,5 Stunden)

Achtung: Leitungswasser ist nicht als Transportmedium geeignet

Zahnrettungsbox:

  • Die Zahnrettungsbox enthält eine Zell-Nährlösung, welche die Zellen der Wurzelhaut während des Transports am Leben erhält. Sie verhindert außerdem das Austrocknen der Zahnsubstanz.
  • Im Falle eines Unfalls, bei dem Teile vom Zahn bzw. ganze Zähne herausgefallen sind, können in der Regel diese Zähne von einem Zahnarzt wieder zurückgesetzt werden.
  • Die Chancen für komplikationsarme Einheilung eines solchen „replantierten“ (zurückgesetzten Zahnes) hängen ganz entscheidend auch von der optimalen Zwischen-Lagerung dieses Zahnes - während des Transportes zum Zahnarzt/-ärztin - ab.
  • Eine Zahnrettungsbox – die in jeder Apotheke erhältlich ist - bietet die optimale Möglichkeit zur Lagerung herausgeschlagener Zähne oder Zahnfragmente.

durch einen Sport-Mundschutz

  • Zahnunfälle können insbesondere bei Kindern und Jugendlichen zu Schäden an den Zähnen oder dem Zahnhalteapparat  führen
  • Die Trauma-Folgen ziehen oftmals umfangreiche Behandlungsmaßnahmen nach sich und erfordern in der Regel über viele  Jahre eine Zahntrauma-Nachsorge (Recall).

Dem kann vorgebeugt werden!

  • Eine sehr effektive Möglichkeit den Folgen eines Zahntraumas vorzubeugen, ist die Verwendung eines Sport-Mundschutzes, was sich für alle Sportarten anbietet, welche mit dem erhöhten Risiko eines Zahntraumas verbunden sind (z.B. sämtliche Kampfsportarten, Boxen, aber auch Mountainbiking, Skateboarding, Hockey und Fußball).
  • Oft sind die oberen Frontzähne bei einem frontalen Trauma besonders betroffen. Diese werden z.B. durch einen Multilayer-Sport-Mundschutz besonders effektiv geschützt.

Ein individuell vom Zahnarzt angefertigter Multilayer-Sport-Mundschutz:

  • Ein Multilayer-Sport-Mundschutz kann die Folgen eines dentalen Traumas deutlich reduzieren.
  • Ein Multilayer-Sport-Mundschutz besteht aus mehreren Schichten Kunststoff – deshalb auch multilayer - über welche die einwirkenden Kräfte (z.B. eines Schlages oder Stoßes)  absorbiert bzw. so auf den ganzen Oberkiefer verteilt werden, dass die Folgen dieses Schlages deutlich abgemildert bzw. zum Großteil absorbiert werden.
  • Nach Abdrucknahme durch einen Zahnarzt kann ein herausnehmbarer individuell im Labor angefertigter  Multilayer-Sport-Mundschutz in einem zahntechnischen Labor (unauffällig aus transparenten Kunststoffschichtungen, aber auch aus einer oder mehreren Wunsch-Farben) angefertigt werden.
  • Ein Zahnarzt kontrolliert und überprüft den Multilayer-Sport-Mundschutz abschließend auf optimale Passung.