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FAQs

Ab wann kann ein Vaterschaftstest durchgeführt werden?
Die Probenentnahme für einen Vaterschaftstest kann bereits am Tag der Geburt erfolgen. Hierzu kann entweder Nabelschnurblut des Kindes oder ein Wangenschleimhautabstrich verwendet werden.

Welches Material wird für die Untersuchung benötigt?
In der Regel werden Wangenschleimhautabstriche genommen. Die Untersuchung von Gewebeproben bereits verstorbener Personen (z.B. paraffin-eingebettete Gewebe) ist auch möglich.

Wie erfolgt die Auftragserteilung?
Sie können sich unter Tel. 06221 / 568916 beraten lassen oder einen Termin zur Entnahme von Wangenschleimhautabstrichen vereinbaren.
Alternativ können Sie uns die Adresse eines Arztes Ihrer Wahl benennen, diesem wird dann das Entnahmematerial zugeschickt.

Wie erfolgt die Probenentnahme?
Vor der Entnahme werden alle Beteiligten (sämtliche gesetzlichen Vertreter des Kindes) über das Gendiagnostikgesetz §§ 8,9 und 17 aufgeklärt und müssen der Untersuchung schriftlich zustimmen, daraus ergibt sich auch, dass heimliche Vaterschaftsgutachten illegal sind und an unserem Institut nicht durchgeführt werden.
Es werden bei jeder beteiligten Person jeweils zwei Wangenschleimhautabstriche entnommen. Des Weiteren wird ein Identitätsformular ausgefüllt, hierzu werden Personalausweise bzw. die Geburtsurkunde des Kindes benötigt. Es werden Fingerabdrücke und ein Foto angefertigt.
Der gesamte Vorgang dauert ca. 15 Minuten. Die Entnahme kann am Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin Heidelberg oder alternativ bei einem Arzt Ihrer Wahl erfolgen.

Warum ist die Identitätsabsicherung so wichtig?

Die Identitätsabsicherung garantiert, dass nicht eventuell eine falsche Person (z.B. ein naher Verwandter) untersucht wurde.

Wie lange dauert die Untersuchung?
Von der Probenentnahme bis zur Gutachtenerstattung muss mit einer Bearbeitungszeit von 2 Wochen gerechnet werden.

Hat das Gutachten vor Gericht Bestand?
Ja, alle Abstammungsgutachten, die am Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin Heidelberg durchgeführt werden, haben vor Gericht Bestand.

Welche Qualitätskontrollen erfolgen im Labor?
Das Labor ist seit 2005 akkreditiert nach ISO 17025 (Anlage zur Urkunde).
Die DNA-Untersuchungen werden unter Beachtung der Richtlinie der Gendiagnostik-Kommission (GEKO) vom 17.07.2012 durchgeführt (Richtlinie der GEKO für die Anforderungen an die Durchführung genetischer Analysen zur Klärung der Abstammung und an die Qualifikation von ärztlichen und nichtärztlichen Sachverständigen gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 4 und Nr. 2b GenDG in der Fassung vom 17.07.2012, veröffentlicht und in Kraft getreten am 26.07.2012).
Es wird eine unabhängige Doppelbestimmung durch zwei qualifizierte Labormitarbeiter durchgeführt, hierfür werden Untersuchungs-Kits zweier verschiedener Hersteller verwendet, um ein sicheres Untersuchungsergebnis gewährleisten zu können.

Wie ist das Vorgehen, wenn eine der beteiligten Personen im Ausland lebt?
Wir nehmen für Sie Kontakt auf zur zuständigen Auslandsvertretung und veranlassen die Entnahme von Speichelproben durch einen Amtsarzt.