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Molekulare & Translationale RadioOnkologie

Animation verschiedener Bilder zur molekularen Radioonkologie

International richtungweisende Forschung auf dem Gebiet der Molekularen RadioOnkolgie kann die Max-Eder-Forschergruppe Opens external link in new windowMolekulare & Opens external link in new windowTranslationale RadioOnkologie vorweisen. Sie ist eine Brückeneinheit zwischen dem Opens external link in new windowDeutschen Krebsforschungszentrum (dkfz) und der Klinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie der Universitätsklinik Heidelberg. Die Gruppe untersucht, welche molekularen Mechanismen die Tumor-Angiogenese, also die Blutgefäßbildung des Tumors, antreiben und damit seine Nährstoffversorgung und sein weiteres Wachstum sicherstellen. Sie versucht zu klären, warum manche Tumoren strahlenresistent, andere strahlenempfindlich sind, um auf molekularer Ebene in diese Prozesse eingreifen zu können.   

 

Die Forschergruppe beschäftigt sich mit dem Tumor und seinen Wechselwirkungen mit dem umliegenden Gewebe, auch Microenvironment bzw. Mikromilieu genannt. Dabei werden verschiedene physiologische Komponenten wie Blutgefäßversorgung, Nährstoff- und Sauerstoffstatus sowie die Gewebsvernarbung (Fibrose) beobachtet, und es wird untersucht, welche Einflüsse sie auf die Wirksamkeit einer Strahlentherapie haben. Aufgabe der Forschergruppe ist es weiterhin, biologische Marker zu identifizieren, z.B. bestimmte Gene oder Proteine („molekulare Fingerabdrücke“). Die Entdeckung solcher neuen molekularen Zielstrukturen in der Tumorzelle ist nicht nur ein wichtiger Angriffspunkt für die Entwicklung innovativer Therapieansätze.  Mittels molekularer Marker können die Ärzte schon vor Therapiebeginn ablesen, ob ein Tumor auf eine Bestrahlung oder Kombinationstherapie gut ansprechen wird oder aber diesen Therapien gegenüber unempfindlich ist. So lässt sich der Therapieerfolg und der Krankheitsverlauf besser abschätzen und die Therapie individuell auf den Patienten zuschneiden, wodurch die Heilungschancen steigen. 

 

Ziel der Forschergruppe ist es, diese Kenntnisse zu nutzen, um die Resistenzbildung von Tumoren gegenüber Krebstherapien zu verhindern. Diese Erkenntnisse fließen dann auf dem schnellsten Wege in das Design von klinischen Studien ein. Die erfolgreiche Überführung der molekularbiologisch erworbenen Kenntnisse in die Klinik zum Nutzen der Patienten ist eine Stärke dieser Forschergruppe. Ziel ist es, die optimale Therapie für jeden Patienten anhand biologischer Parameter schon im voraus bestimmen zu können. Diese Arbeiten sollen auf die neuen Strahlenqualitäten, die im Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) zum Einsatz kommen, ausgeweitet werden.

Durch Eingliederung dieser Forschergruppe in das Opens external link in new windowNationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) und das Opens internal link in current windowHeidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT), sollen diese Arbeiten intensiviert werden.