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Senologie in der Radioonkologie

Strahlentherapie von Patientinnen mit Mammakarzinom

Die Arbeitsgruppe Senologie in der Radioonkologie befasst sich mit der Erforschung moderner strahlentherapeutischer Verfahren und Therapieansätze zur Verbesserung der Versorgung von Patientinnen mit Brustkrebs. Eine stärkere Personalisierung der Therapie und eine individuelle Risikoadaption rücken dabei die individuellen Bedürfnisse der betroffenen Patientinnen ins Zentrum der Forschung.

Der Strahlentherapie als eine der Grundpfeiler multimodaler Therapieansätze ist es zu verdanken, dass heute beim lokal begrenzten Mammakarzinom auf eine Mastektomie (Brustentfernung) verzichtet werden kann. Nach wie vor ist die adjuvante Bestrahlung jedoch entscheidend für die langfristige lokale Tumorkontrolle nach brusterhaltender Operation. Durch stete Weiterentwicklung der Bestrahlungstechnik und -konzepte wurde bei der Brustbestrahlung eine hohe Effektivität der Strahlentherapie bei guter Verträglichkeit erreicht.

Ziel aktueller Forschung ist es daher, durch eine risikoadaptierte sowie individualisierte Behandlung nach Maß und den Einsatz neuer Bestrahlungstechniken eine Deeskalation der Therapie bei Patientinnen  mit niedrigem Rückfallrisiko sowie eine Eskalation der Strahlentherapie bei hohem Rückfallrisiko zu ermöglichen. Beispielhaft besteht beim frühen Mammakarzinom ein großes Potential durch eine Verkleinerung des Bestrahlungsfeldes und Verkürzung der Therapiedauer, Dosis und damit weiter Toxizität einzusparen, ohne den Therapieerfolg zu gefährden.

Eine Vielzahl innovativer klinischer Studien ermöglicht hierbei eine Behandlung im Rahmen dieser Forschungsansätze in enger Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern der Gynäkologie.

Leiterin

PD Dr. med. Juliane Hörner-Rieber

Mitarbeiter

Dr. med. Tobias Forster

Dr. med. Fabian Weykamp

Eric Tonndorf-Martini

Schwerpunkt

Bestrahlungsplanung

Doktorandin

Clara Victoria Katharina Köhler

Kooperationspartner/-innen

Dr. med. Nathalie Arians

Dipl.-Inform. Med. Nina Bougatf

Leitung Medizinische Informatik in der Radioonkologie (Abteilung für Radioonkologie und Strahlentherapie)
Leitung Klinisches Krebsregister (Nationales Centrum für Tumorerkrankungen)
Technische Koordination Use Case Onkologie (HiGHmed Konsortium)


06221 56-37656

Arbeitsgruppe Senologie der Gynäkologie

Klinische Studien

Folgende Klinische Studien zum Mammakarzinom werden durch die wissenschaftliche Arbeitsgruppe Senologie in der Radioonkologie betreut:

  • COSMOPOLITAN Studie - Diese Studie untersucht die Vorteile einer akzellerierten Teilbrustbestrahlung nach erfolgter brusterhaltender Operation in Form einer intraoperativen Einzeitbestrahlung (IORT) beim Frühstadium des Mammakarzinoms. // Status: rekrutiert
  • TAXIS-Studie - Diese Studie vergleicht eine risikoadaptierte Axilladissektion (Tailored axillary Surgery) und anschließende adjuvante Bestrahlung mit einer herkömmlichen Axilladissektion beim Mammakarzinom mit Lymphknotenbefall. // Status: rekrutiert (Ansprechpartner Prof. Dr. Jörg Heil, Frauenklinik Heidelberg; German Breast Group TAXIS Studie (https://www.gbg.de/de/studien/taxis.php)
  • MINT-Studie - Diese Studie vergleicht die simultan integrierte Boostbestrahlung mit einer herkömmlichen, sequenziellen Boostbestrahlung. // Status: im Follow-up
  • INSEMA-Studie - Diese Studie untersucht die axilläre Sentinel-Lymphknotenbiopsie verglichen mit keiner axillären Resektion im Rahmen der brusterhaltenden Operation beim Mammakarzinom (Stadium I und II). // Status: im Follow-up (Ansprechpartner Prof. Dr. Jörg Heil, Frauenklinik Heidelberg)
  • HYPOSIB-Studie - Diese Studie untersucht bei der adjuvanten Strahlentherapie der Brust eine Hypofraktionierung mit simultan-integriertem Boost verglichen mit einer Standardfraktionierung. // Status: im Follow-up