Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Radiologie

Ärztlicher Direktor

Opens external link in new windowProf. Dr. med. Hans-Ulrich Kauczor

Universitätsklinik Heidelberg - Radiologische Klinik

Diagnostische und Interventionelle Radiologie 

 

 

Leiter der Sektion Radiologie des Muskuloskelettalen Systems
 Prof. Dr. med Marc-André Weber, M.Sc.

 

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Sprechzeiten und Terminvereinbarung

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Der Bereich Radiologie im Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie wird von der Sektion Radiologie des Muskuloskelettalen Systems der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie  (Direktor Prof. Dr. med. Hans-Ulrich Kauczor) versorgt und übernimmt die komplette klinische Versorgung der Patienten mit radiologischen Leistungen.

Die klinische Versorgung umfasst die Durchführung und Befundung der diagnostischen und interventionellen radiologischen Untersuchungen (Projektionsradiographie, Durchleuchtung, Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Knochendichtemessung), die Beteiligung an der Versorgung mittels Ultraschall sowie die Durchführung der klinisch-radiologischen Konferenzen. Trotz des Fokus auf Fragestellungen des muskuloskelettalen Systems werden Röntgenuntersuchungen sämtlicher Organsysteme wie der Thorax- und Abdominalorgane, der Blutgefäße und des Zentralnervensystems durchgeführt.

 

Spezielle Untersuchungsverfahren wie direkte CT- und MR-Arthrographie, konventionelle Myelographie und CT-Myelographie sowie Biopsien, interventionelle Drainagenanlagen und Thermokoagulationen von Knochentumoren runden das Spektrum ab.

Sprechzeiten und Terminvereinbarung

 

Untersuchungstermine können Sie entweder persönlich an der Anmeldung der Sektion
Diagnostische Radiologie oder telefonisch vereinbaren. Wenn Sie sich telefonisch einen Termin zur Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) vereinbaren wollen, muss uns ein vom behandelnden Arzt ausgefüllter Überweisungs-/Anmeldungsschein vorliegen. Diesen können Sie uns gerne vorab per Fax oder auf dem Postweg an die Anmeldung der Sektion Diagnostische Radiologie zuschicken.

 

 

Bei Terminen zur Computertomographie (CT) oder zur Magnetresonanztomographie (MRT) sollten Sie außerdem unbedingt Folgendes beachten: Da wir nach einem engen Terminvorgabesystem arbeiten, bitten wir Sie, uns umgehend zu benachrichtigen, wenn Sie einen Termin nicht pünktlich oder gar nicht wahrnehmen können. Denn wenn ein Termin nicht pünktlich wahrgenommen wird, verfällt er und muss neu vereinbart werden.

Untersuchungsverfahren

Röntgenuntersuchung

Es stehen drei Projektionsradiographieplätze der Firma Philips sowie zwei mobile Röntgeneinrichtungen zur Verfügung. Jährlich werden ca. 50.000 Röntgenuntersuchungen durchgeführt.

Als diagnostisches Verfahren sind Röntgenuntersuchungen bei vielen Erkrankungen immer noch unverzichtbar und in ihrer medizinischen Aussagekraft unübertroffen. Durch die technische Weiterentwicklung werden Röntgenaufnahmen zunehmend strahlensparender durchgeführt. So liegt die Dosis bei einer Röntgenaufnahme der Lunge derzeit bei 0,1 Millisievert. Damit beträgt sie nur 1/24 der Dosis, der Sie durch natürliche Strahlung, etwa der Sonne oder der Erdstrahlung, pro Jahr ohnehin ausgesetzt sind. Entscheidend ist in jedem Fall der medizinisch sinnvolle Einsatz dieses Verfahrens - das heißt, so viel wie nötig, und so wenig wie möglich.


Röntgendurchleuchtung


Die Durchleuchtung ist eine Röntgenuntersuchung, die es ermöglicht, Bewegungsabläufe darzustellen. Während man das einfache Röntgenbild als Foto bezeichnen könnte, wäre die Röntgendurchleuchtung gleichzusetzen mit einem Film. Dieses Verfahren wird. Neben Funktionsaufnahmen wird die Durchleuchtungseinrichtung insbesondere in der Gelenkdiagnostik genutzt, um Gelenke bildgesteuert sehr präzise punktieren und mit Kontrastmittel füllen zu können, zum Beispiel im Rahmen einer direkten CT- oder MR-Arthrographie. Der Bereich Orthopädie verfügt über eine moderne digitale Durchleuchtungseinrichtung der Firma Philips. Jährlich werden ca. 1.000 Durchleuchtungen durchgeführt.



Computertomographie (CT)


Die Computertomographie ist ein Verfahren, bei dem eine Röntgenröhre und ein Detektorsystem unsichtbar um einen Patienten kreisen. Es werden damit sehr präzise überlagerungsfreie Aufnahmen verschiedener Körperregionen angefertigt. Viele medizinische Fragestellungen sind mit der Computertomographie optimal zu beantworten. Der Bereich Orthopädie verfügt über einen modernen 16-Zeilen-Multidetektor-Spiral-CT der Firma Siemens. Dieses Gerät ist geeignet, sämtliche diagnostischen Fragestellungen sowohl im Bereich des muskuloskelettalen Systems, des Zentralnervensystems wie auch von Thorax und Abdomen durchzuführen. Jährlich werden ca.3.500 Computertomographien durchgeführt.

 

 



Computertomographisch gesteuerte Biopsie

 


Bei bestimmten Erkrankungen ist es notwendig, eine Gewebeprobe zu entnehmen. Alternativ zu einer in Vollnarkose stattfindenden Operation kann in vielen Fällen das benötigte Gewebe auch unter direkter Sicht mit Hilfe der Computertomographie ambulant und mit örtlicher Betäubung als so genannte Nadelbiopsie erfolgen. Dabei wird nur ein einzelner Stich mit einem speziellen Nadelsystem gesetzt. Vorteils dieser Methode sind, dass das entnommene Gewebe in der Computertomographie unmittelbar sichtbar ist und der Eingriff nur 20-30 Minuten dauert. Nach dem Eingriff überwachen wir Sie sicherheitshalber über einen Zeitraum von zwei Stunden, in dem Sie Bettruhe einhalten müssen. Es werden jährlich ca. 250 Knochen- oder Weichteilbiopsien im Bereich des muskuloskelettalen Systems und des Abdomens durchgeführt.



Computertomographisch gesteuerte Interventionen


Bei bestimmten Erkrankungen kann mit Hilfe der Computertomographie auch eine Behandlung stattfinden. Damit wird dann eine aufwändigere operative Behandlung vermieden. Besonders gut geeignet ist dieses Verfahren bei gutartigen Knochentumoren, den so genannten Osteoidosteomen. Diese treten bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf, verursachen starke Schmerzen und werden in der Diagnostik, da sie selten auftreten, manchmal erst verzögert erkannt. Solche Osteoidosteome können mit Hilfe der Computertomographie genau lokalisiert werden. Über eine einfache Punktion wird mit einer Spezialnadel und einem Spezialbohrer eine Wärmesonde eingebracht und das Tumorgewebe durch kontrollierte Anhebung der Temperatur zum Absterben gebracht. Ein solcher Eingriff erfolgt unter Vollnarkose und wird in der Regel unter stationären Bedingungen durchgeführt. Einen Tag nach dem Eingriff werden Sie entlassen und sind am behandelten Knochen wieder normal belastungsfähig. Diese Methode - Radiofrequenzablation oder auch Thermokoagulation - ist seit Anfang der neunziger Jahre bekannt. In Expertenkreisen wird sie als Wahlmöglichkeit zur Behandlung von Osteoidosteomen angesehen.
Weitere Interventionen umfassen v.a. die CT-gesteuerte Drainagenanlage in intraabdominelle Abszesse und Interventionen zur Schmerztherapie wie die Facettengelenksinfiltration und die Periradikuläre Therapie sowie Sympathikusblockaden und Lymphozelensklerosierungen. Es werden jährlich ca. 200 CT-gesteuerte Interventionen durchgeführt.

 


Magnetresonanztomographie (MRT)

 

Die Magnetresonanztomographie (früher als Kernspintomographie bezeichnet) erzeugt überlagerungsfreie Bilder durch Wechselwirkungen von Magnetfeldern und Radiofrequenzwellen. Sie ist zur Untersuchung vieler Körperregionen und Organe ausgezeichnet geeignet. Ihre besondere Aussagekraft hat sie bei vielen Erkrankungen der Wirbelsäule oder der Gelenke sowie des Zentralnervensystems. Der Bereich Orthopädie verfügt über ein modernes 3-Tesla-System der Firma Siemens (MAGNETOM Verio), welches sich durch eine patientenfreundliche große Bohrung auszeichnet, sodass selbst bei Platzangst eine Untersuchung meist durchführbar ist. Es werden sowohl morphologische als auch funktionelle MR-Untersuchungen sowohl im Bereich des muskuloskelettalen Systems, des Zentralnervensystems aber auch des Thorax, Abdomens und der Gefäße durchgeführt. Funktionelle Techniken ermöglichen, die der Morphologie zugrunde liegende Pathophysiologie darzustellen. Zudem ist es mit diesem Gerät möglich Ganzkörper-MR-Untersuchungen durchzuführen. Jährlich werden ca. 4.500 MR-Untersuchungen durchgeführt.

 

Direkte MR-Arthrographie


Die direkte MR-Arthrographie ist eine sehr genaue Methode zur Darstellung bestimmter Gelenkverletzungen. Sie wird am häufigsten zur Untersuchung des Schultergelenks herangezogen, aber auch bei anderen Gelenken wie etwa des Hüft- oder Handgelenks.


MR-Angiographie


Invasive angiographische Untersuchungen gehen mit einer aufwändigeren und belastenderen Punktion einer Schlagader einher. Seit mithilfe der Magnetresonanztomographie das Gefäßsystem untersucht wird, kann auf dieses Verfahren vielfach verzichtet werden. Mit diesem Gerät ist es möglich Ganzkörper-MR-Angiographien durchzuführen.



Sonographie (Ultraschall)


Mit der Sonographie (Ultraschall-Untersuchung) lassen sich die Weichteile des Körpers, speziell die inneren Organe oder die Lymphknotenstationen, aber auch des von Muskeln und Sehnen, untersuchen. Um bestimmte Erkrankungen noch genauer diagnostizieren zu können, wird die Sonographie gezielt zusätzlich zur Computertomographie oder Magnetresonanztomographie eingesetzt. Spezielle sonographische Untersuchungsverfahren wie die Farbdoppler- /Duplex-Sonographie stellen den Fluss des Blutes in den Blutgefässen dar. Damit sind sie insbesondere zur Untersuchung des Gefässsystems geeignet. Neue Techniken wie die kontrastverstärkte Sonographie erlauben zudem die bessere Erfassung von entzündlichen Prozessen im muskuloskelettalen Bereich sowie die Quantifizierung der Muskeldurchblutung.

 

 


Ultraschall



Sonographisch gesteuerte Biopsie

 


Ähnlich wie mit der Computertomographie lassen sich mit Hilfe der Sonographie bei bestimmten Erkrankungen über spezielle Nadelbiopsiesysteme in Lokalanästhesie Gewebeproben gewinnen, so das eine operative Biopsie vermieden werden kann.





Knochendichtemessung nach dem DEXA-Verfahren

Das DXA-Verfahren ist eine spezielle Untersuchung der Knochendichte, die etwa im Rahmen der Diagnosestellung einer Osteoporose oder der Verlaufskontrolle unter Therapie von großer Bedeutung ist. Der Bereich Orthopädie verfügt über einen Knochendichtemessplatz der Firma Siemens.

 

 

Forschungsschwerpunkte

 

Die Sektion Muskuloskelettale Radiologie hat als Mission die Implementierung innovativer Methoden zur funktionellen multimodalen oder großvolumigen muskuloskelettalen Bildgebung. Ein besonderer Fokus ist dabei neben der morphologischen dreidimensionalen Bildgebung die Entwicklung und Etablierung funktioneller Verfahren zur Erfassung die der Morphe zugrunde liegenden Pathophysiologie. Schwerpunkte sind dabei u.a. die moderne großvolumige Bildgebung bei Knochentumoren wie dem multiplem Myelom, die funktionelle Hochfeld-MRT zur Evaluation der Knorpelvitalität und -integrität, die Implementierung funktioneller Ultraschall- und MRT-Methoden zur Beurteilung der normalen und krankhaften Skelettmuskulatur sowie die Evaluation der Möglichkeiten modernster digitaler Röntgeneinrichtungen zur Reduzierung der Strahlenexposition, insbesondere bei muskuloskelettalen Fragestellungen von Heranwachsenden.

 

 

Strahlenschutz

Strahlenschutz ist seit jeher ein besonderes Anliegen der Radiologie. Durch die technischen Entwicklungen der letzten Jahren ist die Exposition mit Röntgenstrahlen bei sehr vielen Untersuchungen erheblich geringer als dies noch vor zehn oder zwanzig Jahren der Fall war. Die durchschnittliche Gesamtstrahlenexposition eines in Deutschland lebenden Menschen liegt pro Jahr bei etwa 3,5 Millisievert (mSv). Davon sind allein 3,0 mSv durch natürliche und zivilisatorische Strahlung bedingt. Dazu gehört zum Beispiel die kosmische oder terrestrische Strahlung, der wir ausgesetzt sind. Die Strahlenexposition beim Einsatz aller medizinischer Verfahren (Röntgen, Computertomographie, Bestrahlungsbehandlungen) beträgt damit nur ein Siebtel der Strahlenexposition, der wir durch unsere Umgebung ohnehin ausgesetzt sind.

An der medizinischen Strahlenexposition hat die Röntgendiagnostik, die mit modernen Verfahren sehr strahlensparend durchgeführt werden kann, den geringsten Anteil.


Bei jeder Diagnosestellung überprüfen wir die Notwendigkeit von Untersuchungen mit Röntgenstrahlen so streng wie möglich. Unser erklärtes Ziel ist es, die Strahlenexposition bei Kindern und Erwachsenen so niedrig wie möglich zu halten, und durch die Untersuchung trotzdem die für Ihre Behandlung medizinisch notwendige Information zu gewinnen. Unsere Projekte zur Strahlendosisreduktion werden durch die Dietmar-Hopp-Stiftung unterstützt.

 

 

Qualitätssicherung

Der Bereich Radiologie nimmt Teil am internen Qualitätssicherungssystem der Stiftung Orthopädische Universitätsklinik. Durch regelmäßigen Kontakt zu den Beauftragten für Krankenhaushygiene oder für Datenschutz werden die festgelegten Standards stets auf dem aktuellen Niveau gehalten. Für häufig durchgeführte Untersuchungen liegt ein ausführliches System von Standardvorgaben an allen Arbeitsplätzen des Bereichs Radiologie.

 

 

Ausgabe von Bildmaterial

 

Der Bereich Orthopädie der Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie ist vollständig filmfrei mit einer RIS/PACS-Installation der Firma GE Healthcare an das Universitätsklinikum Heidelberg und das Deutsche Krebsforschungszentrum angebunden.


Das gesamte radiologische Bildmaterial wird nach Abschluss Ihrer Behandlung gemäß den gesetzlichen Vorgaben archiviert. Das Bildmaterial unterliegt dem Urheberrecht, das bedeutet, das ist Eigentum der Radiologie. Wenn Sie radiologisches Bildmaterial für Ihre weitere ärztliche Behandlung benötigen, so stellen wir Ihnen es gerne auf einem Datenträger zur Verfügung, wenn Ihr behandelnder Arzt uns diesbezüglich einen Auftrag erteilt.

Wenn Sie Datenträger mit Bildmaterial für sich persönlich haben möchten, so stellen wir dies Ihnen auch gerne zur Verfügung (allerdings gegen einen Selbstkostenbeitrag von 12 Euro plus Versandkosten).

 

 

 

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