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Stationärer Aufenthalt

Kompetente Pflege zur raschen Genesung

Wir verstehen uns als Klinik der Höchstleistungsmedizin, die mit Hilfe hoch qualifizierter und freundlicher Mitarbeiter für jeden Patienten ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept entwickelt und umsetzt.

Für Ihre optimale Betreuung stehen insgesamt 50 Betten für die Erwachsenen-Herzchirurgie zur Verfügung, davon 16 Betten auf der Intensivstation, 14 Betten auf der Intermediate Care Station und 20 Betten auf der Pflegestation. Zur besseren Orientierung in unserer Klinik haben wir für Sie einige praktische Informationen und Hinweise zusammengestellt.
Wir wünschen Ihnen einen guten Aufenthalt und eine rasche Genesung!

Vorbereitung

Voruntersuchungen und Diagnosemöglichkeiten in unserer Klinik

Zur Operationsplanung und zur Abschätzung des Operationsrisikos sind verschiedene Vor-untersuchungen erforderlich Jeder planmäßig einbestellte Patient erhält mit seinem Anschreiben eine Checkliste der noch durchzuführenden Voruntersuchungen. In der Checkliste erläutern wir Ihnen auch, was Sie bei den speziell „blutverdünnenden“ Medikamenten vor der Aufnahme in unserer Klinik beachten müssen. Bei Ihrer Aufnahme sollten Sie unserem Stationsarzt sämtliche Medikamente vorlegen, die Sie in der letzten Zeit eingenommen haben damit die weitere medikamentöse Therapie darauf abgestimmt und Komplikationen vermieden werden können.

Diagnosemöglichkeiten

Die Klinik für Herzchirurgie verfügt über eigene Elektrokardiographie-Geräte, die eine rasche, nicht-belastende Diagnose vielfältiger Herz- und Gefäßerkrankungen erlauben. Neben Routine-Diagnoseverfahren wie Elektrokardiografie, Gefäßultraschall und Lungenfunktionsüberprüfung stehen modernste Röntgen-, Angiographie-, CT- und MRT-Techniken bereit. Im Bedarfsfall können wir auch auf endoskopische sowie auf den vollen Umfang der urologischen Diagnostik im Hause zurückgreifen. Weitere spezielle Verfahren sind auf kurzem Weg innerhalb des Universitätsklinikums erreichbar.

Operationsvorbereitung

BEHANDLUNGSABLAUF

Die Klinik für Herzchirurgie hat für Sie ein an das spezielle Krankheitsbild adaptiertes, effizientes Patientenmanage- mentsystem entwickelt. An der Spitze steht ein Oberarzt der Klinik, der befreit von Operations- und Dienstaufgaben in Kooperation mit der Sekretariatsleitung und unter Einbindung der Pflege den gesamten Behandlungsverlauf medizinisch und organisatorisch überblickt. Dadurch können die richtigen Weichenstellungen bei Aufnahmen und Verlegungen in Abhängigkeit von Ihrem aktuellen Gesundheitszustand medizinisch kompetent und mit hoher Sicherheit auf kurzem Weg durchgeführt werden. Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Intensiv- und Wachstationen der einweisenden Kliniken unterstützt diesen Prozess.

Vor Ihrer Operation...

Die Aufnahme in unserer Klinik findet in der Regel auf Station 7a statt. Unser Pflege-Team wird Ihnen Ihr Zimmer zeigen und Sie in den weiteren Behandlungsablauf einweisen. Damit Ihre Operation zügig erfolgen kann, werden die Operationsvorbereitungen noch am Aufnahmetag durchgeführt.

Sollten Sie einen Herzschrittmacher- oder einen ICD-Eingriff erhalten, erfolgt Ihre stationäre Aufnahme zumeist in unserer Tagesklinik. Dies gilt auch für Patienten, die zu einer ambulanten Herzschrittmacherimplantation zu uns kommen.

Patienten mit Notfallindikation werden entsprechend des Gefährdungsgrades entweder direkt in den OP, über den Aufwachraum, über die Intensivstation oder über die Intermediate Care Station aufgenommen und umgehend operiert.

Die in der Klinik vorzunehmenden diagnostischen Maßnahmen richten sich danach, welche Erkrankung bei Ihnen vorliegt, welche Dringlichkeit besteht und inwieweit die erforderlichen Voruntersuchungen bereits extern (Hausarzt oder andere Klinik) durchgeführt worden sind. Für Patienten über 45 Jahren sind die Lungenfunktionsprüfung und eine Carotis-Doppler-Untersuchung auf jeden Fall durchzuführen.

Das Aufklärungsgespräch führt unser/e verantwortliche/r Stationsarzt/in durch. Darüber hinaus werden Sie am Nachmittag/Abend vor der Operation durch unser OP- und Anästhesiologie-Team ausführlich über den Ablauf und die Vorgehensweise bei der Operation informiert.

Hinsichtlich der Verpflegung stehen Ihnen auf unseren Stationen täglich verschiedene Angebote zur Auswahl: Vollkost, leichte Vollkost, vegetarische Kost und Diätkost. Die Mahlzeiten werden in den Zimmern eingenommen. Am Vorabend der Operation erhalten Sie zumeist noch eine leichte Mahlzeit.

Nach Ihrer Operation...

Die Information über den Erfolg Ihrer Operation erfolgt nach dem Erwachen aus der Narkose auf unserer Intensivstation. In Abhängigkeit Ihres OP-Teams werden Sie unmittelbar nach der Extubation, spätestens aber nach der Morgenvisite auf der Intensivstation von Ihrem OP-Team aufgesucht. Üblicherweise werden Ihre Verwandten, die von Ihnen vor der Operation benannt werden von unserem OP-Team unmittelbar nach der Operation angerufen. Während Ihres Aufenthaltes in unserer Klinik wird sich Ihr operierende/r Arzt/in täglich von dem Fortschritt Ihres Gesundungsprozesses informieren und die entsprechenden Maßnahmen für eine optimale postoperative Betreuung ergreifen.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass viele Patienten vor der Operation große Sorge haben, dass sie nach Ihrer Operation starke Schmerzen erleiden werden. Deshalb haben wir ein engmaschiges Schmerztherapiekonzept entwickelt, dass in der Regel Ihren postoperativen Wundschmerz gering hält. Damit Sie sich bei uns medizinisch optimal betreut werden, setzen wir auf eine gute Kommunikation zwischen Ihnen, Ihren Angehörigen und unseren Pflege- und Ärzte-Team.

Wenn Sie einen herzchirurgischen Eingriff mit der Herz-Lungen-Maschine erhalten haben, so werden Sie nach der Operation auf unserer herzchirurgischen Intensivstation 12HIS (meist 1-3 Tage) aufgenommen. Sobald Ihr Zustand stabil und eine künstliche Beatmung nicht mehr erforderlich ist, erfolgt Ihre Verlegung auf unsere Intermediate Care Station 7b. Ungefähr 5-7 Tage nach Ihrer Operation werden Sie entweder in Ihre weiterbehandelnde kardiologisch-internistische Klinik verlegt oder Sie werden bei uns im Haus auf der Allgemeinpflegestationen 5b, 7a oder 1 bis zu Ihrer Entlassung stationär betreut.

Nach Ihrer Entlassung aus der herzchirurgischen oder kardiologischen Klinik empfehlen wir - unmittelbar oder nach einem kurzem Aufenthalt zu Hause - die Durchführung einer Anschlussheilbehandlung, um ein dem individuellen Befinden gemäßes Aufbautraining sowie eine eingehende Beratung über mögliche Risikofaktoren und deren Minimierung durchzuführen. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie individuell nach Ihren Bedürfnissen.

Wenn Sie bei uns einen Herzschrittmacher oder einen Defibrillator als stationären Eingriff erhalten haben, kommen Sie nach der Operation auf den Aufwachraum der Chirurgischen Klinik oder bei lokaler Anästhesie werden Sie direkt auf unsere Pflegestation verlegt. Wenn Sie aus einer anderen Abteilung des Klinikums zu uns gekommen sind, werden Sie bereits am Operationstag innerhalb des Klinikums in Ihre zuweisende Klinik wieder zurückverlegt. Am Folgetag der Operation erfolgt auf unserer Station eine Wundkontrolle und Sie können bei Beschwerdefreiheit und unauffälligen Wundverhältnissen bereits am Morgen nach Ihrer Operation unsere Klinik verlassen.

Sollten Sie andere herzchirurgische Eingriffe erhalten, werden Sie vor Ihrer Operation über den Ablauf des stationären Aufenthaltes, der sich nach der Art der Erkrankung richtet, von uns eingehend informiert.

Sechs Monate nach Ihrem stationären Aufenthalt …

Wenn Sie bei uns in der Klinik einen Eingriff unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine erhalten haben, so werden Sie von uns nach 6 Monaten angeschrieben. In einem einseitigen Fragebogen wird Ihr postoperativer Zustand erhoben. Sinn dieses Fragebogens ist es, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und diese bei Bedarf rasch zu beheben. Der identische Fragebogen wird auch Ihrem Hausarzt zugesandt.

In unregelmäßigen Abständen werden auch Erhebungen Jahre nach erfolgter Herzoperation durchgeführt, um einen Überblick über die Langzeitergebnisse zu erhalten und hieraus Schlüsse für die Behandlung für künftige Patienten zu ziehen. Es hat sich gezeigt, dass selbst etablierte Verfahren durch sorgfältige Analysen, die auf derartigen Erhebungen beruhen noch erheblich verbessert werden konnten.