Nadelstichverletzungen
Von Nadelstichverletzung (NSV) spricht man
- bei allen Schnittverletzungen wie Stich-, Schnitt- oder Kratzverletzungen mit scharfen oder spitzen medizinischen Instrumenten (z. B. mit Nadeln/Kanülen, Lanzetten, Skalpellen), die durch Blut oder andere Körperflüssigkeiten eines Patienten verunreinigt sein können, sowie
- bei Blutkontakten mit nicht-intakter Haut oder Schleimhautkontakten (z. B. Auge, Mund, Nase).
Im Fall einer Nadelstichverletzung sollten die Schritte entsprechend dem Merkblatt „Nadelstich/Schnittverletzung“ eingehalten werden. Es wird empfohlen, den Fragebogen wegen der erforderlichen Informationen zum ‚Spender‘ bereits am Arbeitsplatz auszufüllen.
Öffnungszeiten
| Mo – Do | 08:00 – 16:00 |
| Fr | 08:00 – 15:00 |
Wichtige Informationen
1. Sofortmaßnahmen
Sofortige Desinfektion der Wunde.
2. Unfallmeldung
Ausfüllen der Unfallmeldung. Die Unfallmeldung finden Sie im Merkblatt „Nadelstich/Schnittverletzung“ auf Seite 3.
3. Kontaktaufnahme mit dem Betriebsärztlichen Dienst
Im Falle von Nadelstichverletzungen wenden Sie sich bitte an die Impfsprechstunde bzw. außerhalb der Öffnungszeiten des Betriebsärztlichen Dienstes, nachts, sowie an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen an die Notfallambulanz der Chirurgie.
- Bitte bringen Sie die ausgefüllte Nadelstich-Unfallmeldung zum Betriebsarzt bzw. D-Arzt mit.
- Blutproben (des verletzten Mitarbeiters bzw. Spenders) bitte ausschließlich über den Betriebsarzt oder die Chirurgische Ambulanz ins Labor schicken.
- Alle Folgeuntersuchungen (Laborkontrollen nach der Erstmeldung) müssen über den Betriebsärztlichen Dienst erfolgen. Kosten für nicht über den BÄD in Auftrag gegebene Laborkontrollen trägt der Auftraggeber.
Bei HIV-Exposition
Bei HIV-Kontamination sofortige Kontaktaufnahme mit der Immunologischen Ambulanz der Hautklinik zur Abklärung der Notwendigkeit einer PEP (Postexpositionsprophylaxe):
- Tagsüber: Zentrales Patientenmanagement (06221 56-8590)
- 17:00 Uhr – 07:45 Uhr und Wochenende: Dienstarzt Immunologische Ambulanz Hautklinik (06221 56-38526)
- Alternativ: Pforte Hautklinik (Ambulanz-Arzt verlangen) (06221 56-4002)
Informationen zur HIV-Postexpositionsprophylaxe (PEP)
4. Zusatzfragebogen
Schicken Sie uns bitte per Hauspost an den Betriebsärztlichen Dienst auch den anonymisierten Zusatzfragebogen. Dieser erfasst weitere Details zum Unfallgeschehen und äußeren Umständen, aus denen mögliche Maßnahmen zur Unfallvermeidung abgeleitet werden können. Den Zusatzfragebogen finden Sie im Merkblatt auf Seite 4.