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Indikationen für die Ionentherapie

An der Opens internal link in current windowKlinik für Radioonkologie und Strahlentherapie des Universitätsklinikums Heidelberg wird die breite Anwendung der Ionentherapie durch Opens internal link in current windowklinische Studien, in denen die Wirksamkeit  im Vergleich zur konventionellen Strahlentherapie untersucht wird, sorgfältig vorbereitet. Für die kommenden Jahre sind klinische Studien geplant, die nach und nach aktiviert werden. Wir werden Sie auf dieser Homepage laufend darüber informieren.

 

Langfristig werden die zehn Prozent der Krebspatienten von einer Ionenstrahlung profitieren, bei denen das Tumorwachstum mit der konventionellen Strahlentherapie nicht gestoppt werden kann, weil es technisch unmöglich ist, eine ausreichend hohe Strahlendosis zu verabreichen. Diese Patienten leiden an Tumoren, die 

  • tief im Körper liegen,
  • extrem widerstandsfähig gegenüber herkömmlicher Bestrahlung sind,
  • von hoch strahlenempfindlichem gesunden Gewebe umschlossen werden, beispielsweise Auge, Sehnerv oder Darm.



Behandelte Indikationen


Derzeit werden im HIT neben cerebralen arteriovenösen Missbildungen (AVM) folgende Tumorarten bestrahlt:

  • Chordome und Chondrosarkome der Schädelbasis
  • Speicheldrüsenkarzinome (inkl. adenoidzystisches Karzinom)
  • Chordome und Chondrosarkome des Beckens
  • Kindliche Tumore
  • Neuroonkologische Tumore (incl. Meningeome, Neurinome, Bestrahlung der kraniospinalen Achse)
  • Leberzellkarzinome
  • Inoperable Enddarmkrebsrezidive
  • Inoperable Knochensarkome
  • Prostatakarzinom
  • Mediastinale maligne Lymphome
  • Tumore in der Lungenspitze (Pancoast Tumore)

 

 

3-Dimensionale Dosisverteilung in einem Chordom der Schädelbasis
3-Dimensionale Dosisverteilung in einem Chordom der Schädelbasis

Augentumoren werden im HIT nicht behandelt

Auch bestimmte Augentumoren (Aderhautmelanome, Irismelanome) profitieren von einer Protonentherapie. Diese Tumoren werden jedoch nicht im HIT, sondern ausschließlich an Bestrahlungsgeräten mit niedrigeren Energien bestrahlt. In Deutschland wird diese Therapie nur an der Opens external link in new windowAugenklinik der Charité in Berlin angeboten.

 

 


Weitere Indikationen


Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO)

Für einige Tumorarten erwarten die Strahlentherapeuten deutlich größere Behandlungserfolge durch eine Bestrahlung mit Protonen oder Schwerionen.

Die Opens external link in new windowDeutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO), Berlin, hat eine Liste der Tumorerkrankungen zusammengestellt, für die sie klinische Studien mit der Protonenbestrahlung empfiehlt. Sie wurde in Zusammenarbeit mit der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie Heidelberg erstellt und mit den Krankenkassen abgestimmt, die für diese Tumorpatienten die Behandlungskosten im HIT tragen
(Opens external link in new windowInformationsschreiben).

 

Empfehlungen des Bundesamtes für Strahlenschutz

Auch die Strahlenschutzkommission des Opens external link in new windowBundesamtes für Strahlenschutz, Bonn, spricht sich für klinische Studien mit Protonen und Schwerionen aus (Initiates file downloadInformationsschreiben).

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Therapieanfragen

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