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Aortenwurzelaneurysma

Behandlung des Aortenwurzelaneurysmas: Prospektive, randomisierte Studie zum Vergleich der Aortenklappen-erhaltende David I-Technik gegen den Valsalva-Graft unter Berücksichtigung der Grunderkrankung

Durch die Entwicklung Aortenklappen-erhaltender Rekonstruktionstechniken bei Vorliegen eines Aneurysmas der Aortenwurzel bzw. der Aorta ascendens kann Patienten mit einer solchen Erkrankung die Implantation eines klappentragenden Konduits oftmals erspart werden.

Größter Vorteil dieser Techniken ist der Verzicht auf eine langfristige postoperative Antikoagulation mit Marcumar, aber auch das ventrikuläre Remodelling ist deutlich verbessert. Die Reimplantationsmethode nach David (David I) hat sich weltweit als Methode der Wahl etabliert, mittlerweile ist diese Technik mehrfach modifiziert worden. Ziel aller Modifikationen ist die Erschaffung einer Neo-Aortenwurzel bzw. Neo-Sinus valsalvae, um durch einen physiologischeren Klappenschluss die Langlebigkeit der Rekonstruktion zu verbessern. Insbesondere die Valsalva-Prothese mit einem integrierten Aortenwurzelbulbus wird in letzter Zeit häufig eingesetzt.

In vitro-Studien und echokardiographische Untersuchungen zeigen eine physiologischere Klappenbewegung des Valsalve-Graftes im Vergleich zur David I - Methode. Trotzdem erzielt die David I- Methode ausgezeichnete Langzeitergebnisse. Derzeit liegen keine Studien in vivo vor, welchen den theoretischen Vorteil der verlängerten Haltbarkeit des Valsalva-Graftes belegen können. Auch der Einfluss der zugrunde liegenden histologischen und genetischen Veränderungen in der erkrankten Aortenwand wurde nicht systematisch analysiert. In der vorliegenden prospektiven, randomisierten Studie sollen beide Operationsmethoden verglichen werden. Die resezierte Aortenwand wird histologisch und hinsichtlich der Genexpression möglicher involvierter Faktoren analysiert. Prae-, intra- und postoperative Parameter werden erhoben und im Verlauf verglichen, die Klappenfunktion mit 3-D Echokardiographie mehrfach untersucht. Ziel ist eine Bewertung beider Methoden hinsichtlich der Langzeitstabilität der rekonstruierten Klappe unter Berücksichtigung der zugrunde liegenden Erkrankung.