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Sectiorate in einem zehnjährigen Zeitraum anhand 13 verschiedener Indikationsgruppen

Über die letzten Jahre hinweg zeigte sich weltweit eine langsam kontinuierlich ansteigende Sectiorate in der Geburtshilfe. Dies trifft sowohl Perinatalzentren als auch „periphere“ kleinere Krankenhäuser und gilt für Länder mit geringerem als auch hohem Gesundheitsstandard. In Deutschand beläuft sich die generelle Sectiorate im Durchschnitt bei etwa 32% im Jahre 2012. Publikationen der WHO empfehlen teilweise eine Sectiorate von 10-15% als angemessene Rate und sprechen von einer schwierig zu rechtfertigen höheren Sectiorate oberhalb 15%.

Eine Senkung der Sectiorate erscheint nicht nur aus diesem Grund, sondern auch aufgrund der OP Risiken und vor allem aufgrund des Einflusses auf weitere Schwangerschaften erstrebenswert.

Um eine Senkung der Sectiorate sinnvoll angehen zu können, muss zunächst eine Betrachtung der einzelnen Indikationen bzw. eine klinische Subgruppenanalyse durchgeführt werden, um Zielgruppen zu identifizieren, an denen eine Senkung der Secitorate erreicht werden kann. Hierfür hat sich eine 10 Gruppen – System von Robsen bewährt, welches eine eindeutige Zuordnung jeder Patientin mit einer Sectio in eine der Indikations-Subgruppe ermöglicht.

In der vorgestellten Studie sollen die Entbindungen an der Universitäts – Frauenklinik über einen 10 Jahres Zeitraum (2004 – 2014) rein retrospektiv ausgewertet werden. Es werden alle Entbindungen in die Studie eingeschlossen und je nach Entbindungsmodus (Sectio caesarea oder vaginale Entbindung) wird jede Patientin in eine der Untergruppen eingeordnet.

Das ursprüngliche 10 Gruppen System wurde für diese Studie erweitert, so dass eine Aufschlüsselung der Frühgeburten vor 36 Schwangerschaftswochen möglich wird, was in der ursprünglichen Klassifizierung nicht vorgesehen war. Dadurch kann eine gezieltere Analyse der Frühgeburten erfolgen.

Ziel der Studie ist die Analyse der Sectiorate über einen 10 Jahres Zeitraum aufgeschlüsselt nach verschiedenen Indikationsbereichen bzw. nach der jeweiligen kinischen Situation. Die Autoren erhoffen sich hierdurch eine detailliete Analyse der eigenen Klinik, die mögliche Veränderung der Sectiorate über den Zeitraum von 10 Jahren je nach Indikationsbereichen sowie des Geburtsmanagements bei Frühgeburten vor der 36. Schwangerschaftswoche.

Leitung

OA Dr. med. Michael Elsässer


Team

Prof. Dr. med. Herbert Fluhr


Dr. med. Julia Spratte