Kliniken & Institute ... Kliniken Zentrum für... Klinik für Allgemeine... Forschung AG... Zentrale...

Zentrale Oxytocin-Effekte bei akutem und chronischem Schmerz

Projektleiter: Prof. Dr. S.C. Herpertz, Dr. S. Boll
Mitarbeiter/innen: K. Hillmann, C. Roth
Laufzeit: 2015 – 2019
Förderinstanz: Deutsche Gesellschaft für Forschung (DFG) (SFB1158 für Schmerz)

Das körpereigene Neuropeptid Oxytocin (OXT) hat breitgefächerte Auswirkungen auf das menschliche Sozialleben und erste Daten verweisen darauf, dass es sich bei OXT um ein körpereigenes Analgetikum handeln könnte. Die Rolle von OXT in der Schmerzwahrnehmung sowie seine Effekte auf die, dem Schmerzerleben zugrundeliegende psychologische Mechanismen sind jedoch noch ungeklärt. Um die Rolle von Oxytocin in der emotionalen Verarbeitung von Schmerz zu verstehen, führen wir zwei Experimente durch, in denen die physiologische Wirkung von OXT durch intranasale Gabe stimuliert werden soll. In einem ersten fMRT-Experiment haben wir mit Hilfe von akutem Schmerz die funktionellen Veränderungen durch das Körperhormon OXT überprüft und untersucht, ob OXT Erwartungsangst vor Schmerz und/oder die Schmerzwahrnehmung beeinflusst. In einem zweiten fMRT-Experiment untersuchen wir den Einfluss von OXT auf das Muster von spontanem Schmerz im Vergleich zu im Experiment zugefügtem akuten Schmerz und die zugrundeliegenden Gehirnschaltkreise bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen. Dafür untersuchen wir sowohl Patienten mit chronischen Rückenschmerzen als auch gesunde Kontrollprobanden zu jeweils zwei Messzeitpunkten.