Medizinische Biometrie
Medizinische Biometrie und Informatik

Willkommen bei der Abteilung Medizinische Biometrie

Die Abteilung Biometrie des Instituts für Medizinische Biometrie und Informatik (IMBI) verfügt über langjährige und umfangreiche Expertise sowohl in der biometrisch-statistischen Methodenentwicklung und Beratung als auch in Planung, Durchführung und Auswertung patientenorientierter Forschungsprojekte. Das IMBI engagiert sich vielfältig in der universitären und außeruniversitären Lehre, sowie im berufsbegleitenden Masterstudiengang Medical Biometry/Biostatistics. Die von den Arbeitsgruppen des IMBI betreuten Forschungsprojekte decken das gesamte Spektrum medizinischer Fachgebiete ab und umfassen neben klinischen Therapiestudien aller Phasen auch Diagnose- und Prognosestudien, genetische Studien, Beobachtungs- und Evaluationsstudien, Systematische Reviews sowie klinische Register.

 

Über das IMBI ist auch ein Artikel erschienen - lesen Sie hier, welche vielfältigen Aktivitäten und Projekte wir unterstützen.

 


13. Oktober 2017

Internationale Konferenz über Störungen des Sozialverhaltens bei Mädchen: Ergebnisse der europäischen multizentrischen FemNAT-CD-Studie

Nach vier Jahren intensiver Forschung und Zusammenarbeit stellt das EU-geförderte Forschungsprojekt FemNAT-CD seine Ergebnisse am 26.01.2018 in Frankfurt der Öffentlichkeit vor. Die multizentrische Studie hat die zugrunde liegenden Mechanismen von Störungen des Sozialverhaltens bei Mädchen und jungen Frauen (neun bis 18 Jahren) erforscht mit dem Ziel, verbesserte Behandlungsmöglichkeiten für diese Beeinträchtigung zu entwickeln. Die Europäische Union hat die FemNAT-CD-Studie über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren mit fast sechs Millionen Euro gefördert. Das IMBI war für Biometrie und Datenmanagement verantwortlich. Die Pressemitteilung zur Konferenz kann hier eingesehen werden.

04. Oktober 2017

Publikation der ChroPac-Studie im Lancet unter Koautorenschaft von IMBI-Mitarbeitern erschienen

In der klinische Studie ChroPac wurden zwei chirurgische Techniken (Duodenum-erhaltende  Pankreaskopfresektion  und  Pankreatico-Duodenektomie)  bei chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung in einem randomisierten, kontrollierten, doppelblinden und multizentrischen Design verglichen. Die primäre Fragestellung bezog sich auf die Lebensqualität der Patienten im Zeitraum von 24 Monaten nach Operation. Die Durchführung dieser Studie wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert, das IMBI war für Biometrie und Datenmanagement verantwortlich.  In der ChroPac-Studie zeigte sich kein Unterschied bezüglich der Lebensqualität zwischen den beiden Operationsverfahren. Vorteile für die Duodenum-erhaltende  Pankreaskopfresektion, die in vorangehenden monozentrischen und nicht-verblindeten Studien teilweise beobachtet wurden, bestätigten sich damit in dieser ersten „großen“ Studie zu dieser Fragestellung, in der 250 Patienten randomisiert wurden, nicht. Die Studienergebnisse wurden kürzlich in der renommierten Zeitschrift Lancet unter der Koautorenschaft von IMBI-Mitarbeitern publiziert.

20. September 2017

Neue Runde im weiterbildenden Masterstudiengang Medical Biometry/Biostatistics in Heidelberg

Im Masterstudiengang Medical Biometry/Biostatistics startet nächstes Jahr zum Wintersemester der 7. Turnus. Die Bewerbung ist bis zum 15. Juni 2018 möglich.

Am 02. Februar 2018 findet einen Informationsveranstaltung für alle Interessierten statt. Hier stellen wir den Aufbau des Studiums mit seinem Kurssystem und den berufsbegleitenden Credits vor, wir gehen auf die Ausbildungsinhalte ein und informieren über Bewerbung sowie Zulassung zum Studiengang. Weitere Informationen finden Sie hier.

15. August 2017

Stellenausschreibung

Derzeit suchen wir

eine/n Datenmanager/in oder medizinische/n Dokumentar/in

05. Juli 2017

EU-Förderung des Forschungsverbundes „Towards Personalized Treatment of Chagas Disease by Molecular Profiling of Patients and Parasites“ unter Leitung des IMBI

Im Rahmen der „EU-LAC Health“ Ausschreibung wurde der von Justo Lorenzo Bermejo aus der Arbeitsgruppe Statistische Genetik initiierte Antrag „Towards Personalized Treatment of Chagas Disease by Molecular Profiling of Patients and Parasites“ mit 500.000 Euro bewilligt. Am Forschungsprojekt nehmen Wissenschaftler aus Italien (National Institute for Infectious Diseases L. Spallanzani, Rome), Chile (Universidad de Chile, Santiago) und Bolivien (Universidad Mayor de San Simón, Cochabamba) teil. Im Projekt wird die (epi)genetische Variabilität von Wirt und Parasit untersucht, um das Risiko von Nebenwirkungen nach standard-Chagas Therapie, und die Prognose der Erkrankung (z. B. Entwicklung von Kardiomyopathien) voraussagen zu können. Das IMBI leitet das internationale Konsortium und ist für die Biostatistik verantwortlich.

26. Mai 2017

Aktuelle Publikation unter Erstautorenschaft des IMBI zeigt: Lateinamerikaner verschiedener indianischer Abstammung zeigen unterschiedliche Gesundheitsrisiken

Genetisch sind Lateinamerikaner eine Mischung aus indianischen, europäischen und afrikanischen Völkern. Indes zeigt eine neue Studie, dass sich die genetischen Beiträge unterschiedlicher indigener Völker auf die Gesundheit eines Einzelnen erheblich auswirken können. Justo Lorenzo Bermejo und Felix Boekstegers von der Arbeitsgruppe Statistische Genetik veröffentlichen diese Ergebnisse zusammen mit ihren internationalen Kooperationspartnern in einer neuen Studie, die am 25.5.2017 in PLOS Genetics erschienen ist.

Die Forschungsergebnisse betonen, dass genetische Beiträge unterschiedlicher Abstammungsgruppen in einer kulturell vielfältigen Bevölkerung berücksichtigt werden sollten. Mapuche und Aymara Abstammung zeigten jeweils bedeutende Zusammenhänge mit gewissen Krankheiten. Wurde jedoch zwischen beiden Abstammungen nicht unterschieden, so waren diese Effekte neutralisiert und nicht erkannt. Die Einbeziehung des genetischen Beitrags der einzelnen indigenen Völker vereinfacht die Schätzung des Patientenrisikos und die Identifizierung genetischer Mutationen, die bestimmten Krankheiten zugrunde liegen.

16. Mai 2017

BMBF fördert Forschungsverbund „Children Of Mentally Ill Parents At Risk Evaluation“ (COMPARE) unter Beteiligung des IMBI mit 1,3 Mio. Euro

Im Rahmen der „Förderinitiative Gesund – ein Leben lang“ wurde der von der Universität Marburg initiierte Antrag COMPARE bewilligt. Psychische Probleme sind sehr häufig mit großen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kosten und erheblichen Beeinträchtigungen der Lebensqualität verbunden. Kinder von Eltern mit psychischen Störungen haben ein erhöhtes Risiko, diese Störungen selbst zu entwickeln. Das Hauptziel des COMPARE-Konsortiums ist es, eine wirksame Unterbrechung der Übertragung von psychischen Störungen und assoziierten somatischen Krankheiten von Eltern auf deren Kinder zu implementieren. Das IMBI ist in diesem Konsortium für Biometrie und Datenmanagement verantwortlich.

09. Februar 2017

BMBF Förderprogramm Klinische Studien und Systematische Reviews

Das BMBF hat erneut sein Förderprogramm für Klinische Studien und Systematische Reviews ausgeschrieben. Der Fokus liegt dabei auf Studien mit hoher Relevanz für die Patientenversorgung. Für Klinische Studien ist das Verfahren zweistufig. Systematische Reviews werden in einem einstufigen Verfahren gefördert. Einreichungsfrist ist der 11. April. Nähere Infos unter: www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/6794.php.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Ausarbeitung Ihrer Studienidee und dem Projektantrag.

In Zusammenarbeit mit dem Forschungsdekanat und dem Koordinierungszentrum für Klinische Studien findet am 14.02.2017 um 16 Uhr ein Seminar statt (Marsiliusturm Süd, Raum K13), in dem wir Sie über das Verfahren und unsere bisherigen Erfahrungen informieren werden.

26. Januar 2017

BMBF fördert Forschungsverbund „Seelische Gesundheit am Arbeitsplatz Krankenhaus“ (SEEGEN) unter Beteiligung des IMBI mit 2 Mio. Euro

Die Beschäftigten im Krankenhaus sind vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Dennoch fehlt in den meisten deutschen Krankenhäusern ein systematisiertes betriebliches Gesundheitsmanagement. Der Verbund, unter Leitung von Prof. Gündel (Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Ulm), umfasst verschiedene Teilprojekte, die im Wesentlichen die Entwicklung einer gemischt verhaltens- und verhältnispräventiven, komplexen Intervention im Setting Krankenhaus zum Ziel hat. Im Rahmen einer cluster-randomisierten Studie bei der das IMBI für Biometrie und Datenmanagement verantwortlich ist, erfolgt die quantitative und qualitative Evaluation. Von dem Forschungsverbund erhofft man sich wichtige Impulse für die zukünftige praktische Präventionsarbeit.

26. Januar 2017

Förderung für Studie zum optimalen Timing von Luftröhrenschnitten bei Patienten der Neurointensivstation gesichert

Das Patient-Centered Outcomes Research Institute (PCORI) wird die SETPOINT 2 Studie über einen Zeitraum von 3 Jahren fördern. SETPOINT 2 untersucht den Einfluss des Tracheotomiezeitpunktes auf die langfristige Erholung von Schlaganfallpatienten, die auf der Intensivstation künstlich beatmet werden müssen.

Die zusätzlichen Gelder werden in erster Linie für eine stärkere Einbindung von Patienten- und Betroffenengruppen, eine detailliertere Abfrage von Daten zur Lebensqualität von Patienten und die Sicherstellung der benötigten Rekrutierungszahlen verwendet, aber auch zur Finanzierung der biometrischen Unterstützung und des Datenmanagements durch das IMBI.

21. November 2016

Klinische Studie zum Vergleich von Sedierung und Vollnarkose bei endovaskulärer Thrombektomie unter Beteiligung des IMBI durchgeführt und in JAMA publiziert

Zur Untersuchung des Effekts einer Sedierung im Vergleich zur Vollnarkose auf die unmittelbare neurologische Verbesserung bei Patienten mit einem Hirninfarkt wurde eine randomisierte klinische Studie durchgeführt. Eingeschlossen wurden Patienten, die einer endovaskulären Thrombektomie unterzogen werden mussten. Die Studie wurde von der Neurologischen Klinik in Heidelberg initiiert und geleitet, das IMBI unterstützte das Datenmanagement und war für das statistische Design und die Auswertung verantwortlich. Die Ergebnisse wurden nun im Journal of the American Medical Association veröffentlicht.

 

Effect of Conscious Sedation vs General Anesthesia on Early Neurological Improvement Among Patients With Ischemic Stroke Undergoing Endovascular Thrombectomy – A Randomized Clinical Trial

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