Medizinische Biometrie
Medizinische Biometrie und Informatik

Willkommen bei der Abteilung Medizinische Biometrie

Die Abteilung Biometrie des Instituts für Medizinische Biometrie und Informatik (IMBI) verfügt über langjährige und umfangreiche Expertise sowohl in der biometrisch-statistischen Methodenentwicklung und Beratung als auch in Planung, Durchführung und Auswertung patientenorientierter Forschungsprojekte. Das IMBI engagiert sich vielfältig in der universitären und außeruniversitären Lehre, sowie im berufsbegleitenden Masterstudiengang Medical Biometry/Biostatistics. Die von den Arbeitsgruppen des IMBI betreuten Forschungsprojekte decken das gesamte Spektrum medizinischer Fachgebiete ab und umfassen neben klinischen Therapiestudien aller Phasen auch Diagnose- und Prognosestudien, genetische Studien, Versorgungsforschung, Systematische Reviews sowie klinische Register.

 

Über das IMBI ist auch ein Artikel erschienen - lesen Sie hier, welche vielfältigen Aktivitäten und Projekte wir unterstützen.

 


26. Mai 2017

Aktuelle Publikation unter Leitung des IMBI zeigt: Lateinamerikaner verschiedener indianischer Abstammung zeigen unterschiedliche Gesundheitsrisiken

Genetisch sind Lateinamerikaner eine Mischung aus indianischen, europäischen und afrikanischen Völkern. Indes zeigt eine neue Studie, dass sich die genetischen Beiträge unterschiedlicher indigener Völker auf die Gesundheit eines Einzelnen erheblich auswirken können. Justo Lorenzo Bermejo und Felix Boekstegers von der Arbeitsgruppe Statistische Genetik veröffentlichen diese Ergebnisse zusammen mit ihren internationalen Kooperationspartnern in einer neuen Studie, die am 25.5.2017 in PLOS Genetics erschienen ist.

Die Forschungsergebnisse betonen, dass genetische Beiträge unterschiedlicher Abstammungsgruppen in einer kulturell vielfältigen Bevölkerung berücksichtigt werden sollten. Mapuche und Aymara Abstammung zeigten jeweils bedeutende Zusammenhänge mit gewissen Krankheiten. Wurde jedoch zwischen beiden Abstammungen nicht unterschieden, so waren diese Effekte neutralisiert und nicht erkannt. Die Einbeziehung des genetischen Beitrags der einzelnen indigenen Völker vereinfacht die Schätzung des Patientenrisikos und die Identifizierung genetischer Mutationen, die bestimmten Krankheiten zugrunde liegen.

16. Mai 2017

BMBF fördert Forschungsverbund „Children Of Mentally Ill Parents At Risk Evaluation“ (COMPARE) unter Beteiligung des IMBI mit 1,3 Mio. Euro

Im Rahmen der „Förderinitiative Gesund – ein Leben lang“ wurde der von der Universität Marburg initiierte Antrag COMPARE bewilligt. Psychische Probleme sind sehr häufig mit großen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kosten und erheblichen Beeinträchtigungen der Lebensqualität verbunden. Kinder von Eltern mit psychischen Störungen haben ein erhöhtes Risiko, diese Störungen selbst zu entwickeln. Das Hauptziel des COMPARE-Konsortiums ist es, eine wirksame Unterbrechung der Übertragung von psychischen Störungen und assoziierten somatischen Krankheiten von Eltern auf deren Kinder zu implementieren. Das IMBI ist in diesem Konsortium für Biometrie und Datenmanagement verantwortlich.

04. Mai 2017

Aktuelle Stellenausschreibung des IMBI

Das Institut für Medizinische Biometrie und Informatik sucht derzeit zur Verstärkung seines Teams eine/n engagierte/n, motivierte/n und qualifizierte/n Biometriker/in. Weitere Informationen finden Sie hier. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

 

 

10. Februar 2017

DFG fördert Entwicklung neuer biostatistischer Methoden am IMBI

In der klinischen Forschung wird bei der Untersuchung zur Entwicklung neuer Behandlungsoptionen vor der Initiierung einer wirksamkeitsbeweisenden Studie in aller Regel zunächst eine Pilotstudie durchgeführt, mit der untersucht wird, ob der neue therapeutische Ansatz tatsächlich vielversprechend ist. Je mehr Patienten in diese Pilotstudie eingeschlossen werden, umso sicherer ist die Grundlage der Entscheidung für oder gegen die Durchführung einer Folgestudie. Andereseits ist eine zu große Pilotstudie aus ethischer Sicht abzulehnen und darüber hinaus mit einem höherem Aufwand verbunden, der zur Folge hat, dass sich die Zeitspanne, bis Patienten von der neuen Therapie profitieren, verlängert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert für drei Jahre die Entwicklung biostatistischer Methoden für eine optimierte und integrierte Planung von Pilotstudien und wirksamkeitsbeweisenden Studien und würdigt damit auch die erfolgreichen Forschungsaktivitäten am IMBI in den letzten Jahren. Die neuen Methoden sollen für ein breites Spektrum praxisrelevanter Situationen hergeleitet und in klinischen Studien, in denen das IMBI involviert ist, eingesetzt werden. Das Projekt wird im März 2017 am IMBI starten.

09. Februar 2017

BMBF Förderprogramm Klinische Studien und Systematische Reviews

Das BMBF hat erneut sein Förderprogramm für Klinische Studien und Systematische Reviews ausgeschrieben. Der Fokus liegt dabei auf Studien mit hoher Relevanz für die Patientenversorgung. Für Klinische Studien ist das Verfahren zweistufig. Systematische Reviews werden in einem einstufigen Verfahren gefördert. Einreichungsfrist ist der 11. April. Nähere Infos unter: www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/6794.php.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Ausarbeitung Ihrer Studienidee und dem Projektantrag.

In Zusammenarbeit mit dem Forschungsdekanat und dem Koordinierungszentrum für Klinische Studien findet am 14.02.2017 um 16 Uhr ein Seminar statt (Marsiliusturm Süd, Raum K13), in dem wir Sie über das Verfahren und unsere bisherigen Erfahrungen informieren werden.

26. Januar 2017

BMBF fördert Forschungsverbund „Seelische Gesundheit am Arbeitsplatz Krankenhaus“ (SEEGEN) unter Beteiligung des IMBI mit 2 Mio. Euro

Die Beschäftigten im Krankenhaus sind vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Dennoch fehlt in den meisten deutschen Krankenhäusern ein systematisiertes betriebliches Gesundheitsmanagement. Der Verbund, unter Leitung von Prof. Gündel (Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Ulm), umfasst verschiedene Teilprojekte, die im Wesentlichen die Entwicklung einer gemischt verhaltens- und verhältnispräventiven, komplexen Intervention im Setting Krankenhaus zum Ziel hat. Im Rahmen einer cluster-randomisierten Studie bei der das IMBI für Biometrie und Datenmanagement verantwortlich ist, erfolgt die quantitative und qualitative Evaluation. Von dem Forschungsverbund erhofft man sich wichtige Impulse für die zukünftige praktische Präventionsarbeit.

26. Januar 2017

Förderung für Studie zum optimalen Timing von Luftröhrenschnitten bei Patienten der Neurointensivstation gesichert

Das Patient-Centered Outcomes Research Institute (PCORI) wird die SETPOINT 2 Studie über einen Zeitraum von 3 Jahren fördern. SETPOINT 2 untersucht den Einfluss des Tracheotomiezeitpunktes auf die langfristige Erholung von Schlaganfallpatienten, die auf der Intensivstation künstlich beatmet werden müssen.

Die zusätzlichen Gelder werden in erster Linie für eine stärkere Einbindung von Patienten- und Betroffenengruppen, eine detailliertere Abfrage von Daten zur Lebensqualität von Patienten und die Sicherstellung der benötigten Rekrutierungszahlen verwendet, aber auch zur Finanzierung der biometrischen Unterstützung und des Datenmanagements durch das IMBI.

21. November 2016

Klinische Studie zum Vergleich von Sedierung und Vollnarkose bei endovaskulärer Thrombektomie unter Beteiligung des IMBI durchgeführt und in JAMA publiziert

Zur Untersuchung des Effekts einer Sedierung im Vergleich zur Vollnarkose auf die unmittelbare neurologische Verbesserung bei Patienten mit einem Hirninfarkt wurde eine randomisierte klinische Studie durchgeführt. Eingeschlossen wurden Patienten, die einer endovaskulären Thrombektomie unterzogen werden mussten. Die Studie wurde von der Neurologischen Klinik in Heidelberg initiiert und geleitet, das IMBI unterstützte das Datenmanagement und war für das statistische Design und die Auswertung verantwortlich. Die Ergebnisse wurden nun im Journal of the American Medical Association veröffentlicht.

 

Effect of Conscious Sedation vs General Anesthesia on Early Neurological Improvement Among Patients With Ischemic Stroke Undergoing Endovascular Thrombectomy – A Randomized Clinical Trial

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