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Institut für Medizinische Psychologie
Zentrum für Psychosoziale Medizin

Soziale Neuroendokrinologie: Neurobiologie und Biopsychologie von Partnerschaft und Gesundheit

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Unser Forschungsschwerpunkt liegt hier auf dem Zusammenhang zwischen sozialen Beziehungen, besonders Paarbeziehungen, und der psychischen und körperlichen Gesundheit.

Auf der einen Seite stellen wir die Frage, inwiefern Hormone (z.B. Oxytocin oder Sexualhormone wie Östrogen oder Progesteron) das Paarverhalten beeinflussen. Beispielsweise kann dieser Einfluss sowohl durch die experimentelle Verabreichung von synthetischen Hormonen, als auch durch die Analyse von variierenden endogenen Hormonspiegeln untersucht werden.

Auf der anderen Seite interessiert uns, inwiefern das Verhalten in Partnerschaften biologische Parameter (z.B. Corticosteroide, Sexualhormone, epigenetische Veränderungen, neurophysiologische Marker) und das subjektive Empfinden in gesunden und Patientenpopulationen beeinflusst.

Wir möchten ein tieferes Verständnis dieser Prozesse erlangen und dies sowohl in klinischen Interventionen als auch in der Gesundheitsförderung anwendbar machen.

Neuronale Grundlagen der Paarinteraktion*

Es wird die neurophysiologische Reaktion beider Interaktionspartner während einer instruierten, emotionalen, dyadischen Interaktion untersucht, mit Fokus insbesondere auf der Synchronisierung physiologischer Prozesse und dem Zusammenhang mit der Charakteristiken der Paarbeziehung

Laufzeit:seit Januar 2015
Leitung:Opens internal link in current windowBeate Ditzen
Ansprechpartner:Monika Eckstein
*in Kooperation mit dem Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Mannheim.

Neurobiologische Mechanismen von sozialem Sicherheitslernen

Als Menschen sind wir ständig damit beschäftigt unsere Umgebung zu beobachten um uns vor potentieller Gefahr zu schützen. Dabei ist soziale Information besonders wichtig um adäquat zu reagieren. Hierbei sprechen wir jedoch nicht nur vom Lernen von Furcht, sondern auch von Erlernen der Sicherheitssignale, welche Furcht inhibieren. Unsere bisherige Forschung im Bereich sozialer Kognition und Lernen deutet darauf hin, dass sowohl das Neuropetid Oxytocin (OXT) allein, als auch in Interaktion mit den Geschlechtshormonen Testosteron (TE) und Estradiol (E2) eine zentrale Rolle bei Angst in sozialem Kontext spielt. Basierend auf dieser Grundlage wird in der Studie der interaktionelle Einfluss von OXT und den Geschlechtshormonen auf das Lernen von sozialen und nicht-sozialen Sicherheitsstimuli näher untersucht.

Laufzeit:seit Januar 2018
Leitung:Opens internal link in current windowBeate Ditzen
Ansprechpartner:Monika Eckstein; Ekaterina Schneider
Förderung:Friedrich-Fischer-Nachlass

Psychobiologische Marker und reales Interaktionsverhalten bei Depression: CBCT-Studie, Teil 1

Affektive Störungen – darunter vornehmlich die Major Depression – zählen zu den am weitesten verbreiteten psychischen Störungen weltweit und weisen damit eine besondere gesundheitspolitische Relevanz auf. Die vorliegende Untersuchung vergleicht Wahrnehmungsprozesse und Interaktionskompetenzen während realer sozialer Interaktionen bei gesunden Paaren und Paaren mit an Depression erkrankter Partnerin. Ergebnisse neurobiologischer Forschung weisen bei Depressiven auf veränderte Stressparameter und Immunwerte sowie auf eine geringere zentralnervöse Aktivierung der Belohnungsnetzwerke während der Verarbeitung sozialer Stimuli hin. Darüber hinaus zeigen depressive Patienten eine verringerte Aufmerksamkeitszuwendung bei positiver Reizdarbietung.


In der vorliegenden Studie wird eine klinische Stichprobe von depressiven Patienten und ihren Partnern mit gesunden Kontrollpaaren im Querschnitt auf Unterschiede während einer instruierten, positiven sozialen Interaktion (PSI) hin untersucht. Ziel der Studie ist es, aufmerksamkeitsbezogene, hormonelle, immunologische und peripherphysiologische Parameter zu explorieren, hinsichtlich derer sich depressive und gesunde Teilnehmer unterscheiden und diese als Therapie-Outcomes in einer sich anschließenden klinischen Interventionsstudie zu nutzen.


Laufzeit:seit Januar 2016
Leitung:Corina Aguilar-Raab, Marc Jarczok, Marco Warth und Beate Ditzen
Ansprechpartner:Opens internal link in current windowCorina Aguilar-Raab, Marc Jarczok, Marco Warth und Friederike Winter
Studentische Mitarbeiter:Michelle Raquet, Sufang Chen, Susanne Hembd

GARNOPA: German-Australian Research Network on Oxytocin, Pain, and Attachment (01DR17021)

Die GARNOPA Arbeitsgruppe besteht aus Forschern und Klinikern im Themenbereich Oxytocin, Schmerz und Bindung aus Heidelberg und Brisbane, Australien. Im Rahmen des GARNOPA Projektes sollen die bereits etablierten Beziehungen vertieft und ein formal strukturiertes und reibungslos funktionierendes internationale Infrastruktur-Netzwerk aufgebaut werden.
Zur Unterstützung dieser Aktivitäten wird zum einen in Heidelberg ein Enzymimmunoassay (ELISA) zur Bestimmung der Oxytocinkonzentration im Blutplasma als eine valide Nachweismethode etabliert und für die Analyse internationaler Proben zu Verfügung gestellt (GARNOPA-Lab). Zum anderen wird das in Heidelberg entwickelte bindungs- und mentalisierungsorientierte Therapiemanual für chronische Schmerzpatienten in die australische Schmerztherapie integriert (GARNOPA-Therapiemanual). Um einen sicheren Austausch und Datentransfer sowie eine langfristige Kooperation über die gemeinsame Arbeit an Dokumenten zu gewährleisten wird eine IT-Plattform entwickelt (GARNOPA-IT).

 

Laufzeit:seit September 2017
Leitung:Beate Ditzen
Ansprechpartner:Ann-Christin Pfeifer, Ekaterina Schneider
Gefördert durch:BMBF-Förderprogramm zur Etablierung gemeinsamer Forschungspräsenzen mit Partnern im Asiatisch-Pazifischen Forschungsraum (APRA)
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Adresse und Anreise

Institut für Medizinische Psychologie
Bergheimer Straße 20
69115 Heidelberg
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