Teilprojekt Q01: Identifikation von Aggressions-Biosignaturen bei schweren psychischen Erkrankungen
Projektleiter:innen: Prof. Dr. Sabine C. Herpertz (Standort Heidelberg), Prof. Ute Habel (RWTH Aachen), Prof. Tobias Banaschewski (ZI Mannheim), Prof. Christine Margarete Freitag (Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Thomas Frodl (RWTH Aachen), Prof. Kerstin Konrad (RWTH Aachen), Prof. Andreas Reif (Goethe-Universität Frankfurt)
Mitarbeiter:innen: Jaqueline Scharf, Henry Schirok
Laufzeit: 10/24-06/28
Förderinstanz: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Das Teilprojekt Q01: „Identifikation von Aggressions-Biosignaturen bei psychiatrischen Erkrankungen“ dient dem gesamten transregionalen Sonderforschungsbereich als Rekrutierungsplattform und hat daher das Ziel, über vier Jahre eine Längsschnittkohorte von Patient:innen und Proband:innen mit psychischen Erkrankungen zu erheben. Anhand eines standardisierten Messprotokolls, das Daten zu Psychopathologie, Neuropsychologie, Genetik und MR-Bildgebung umfasst, soll über alle Standorte hinweg eine große Stichprobe von Jugendlichen und Erwachsenen erfasst und regelmäßig weiterbeobachtet werden. Anhand dieser Daten sollen eine detaillierte Charakterisierung und Quantifizierung von aggressivem Verhalten im Rahmen psychischer Erkrankungen stattfinden und neue Erkenntnisse über zugrundeliegende neurobiologische Vorgänge gewonnen werden.
Teilprojekt C06: Hirnmechanismen, die aggressive vs. nicht-aggressive Psychopathologie als Folge von frühkindlichen Misshandlungen differenzieren
Projektleiterinnen: Prof. Dr. Sabine C. Herpertz, Dr. Corinne Neukel
Mitarbeiterin: Şeyma Türk
Laufzeit: 10/24-06/28
Förderinstanz: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Belastende Erfahrungen in der Kindheit stellen einen Risikofaktor sowohl für externalisierende, aggressive als auch für internalisierende, nicht-aggressive Psychopathologien dar. Das Teilprojekt C06: „Hirnmechanismen, die aggressive vs. nicht-aggressive Psychopathologie als Folge von frühkindlichen Misshandlungen differenzieren“ hat daher das Ziel neuronale Mechanismen zu identifizieren und zu untersuchen, die externalisierenden, aggressiven Psychopathologien im Gegensatz zu internalisierenden, nicht-aggressiven Psychopathologien zugrunde liegen. Hierfür werden bildgebende Verfahren (MRT) eingesetzt und hormonelle Untersuchungen durchgeführt um die Interaktion verschiedener neuronaler Systeme und die Rolle hormoneller Stressreaktionen nachzuvollziehen. Daneben werden die Teilnehmer:innen auch mittels Abfragen per Smartphone (ecological momentary assessment) im Alltag befragt. Das Verständnis des Zusammenhanges zwischen belastenden Kindheitserfahrungen und aggressiver Psychopathologie kann dabei helfen, zielgerichtete Präventions- und Therapieprogramme hierfür zu entwickeln.
Teilprojekt C02: Aggressive Entscheidungen in sozialen Konflikten: Neurokognitive Modelle
Projektleiter: Jun.-Prof. Dr. Christoph Korn, Prof. Dr. Dr. Klaus Mathiak
Mitarbeiter: Moritz Burghardt
Laufzeit: 10/24-06/28
Förderinstanz: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Das Projekt verwendet Computermodelle zur Entwicklung und Analyse von Experimenten, in denen Annäherungs-Vermeidungs-Konflikte zwischen aggressiven und nicht-aggressiven Entscheidungsoptionen entstehen. Diese Experimente werden als „Zeichentrickfilme“ und als „Virtual Reality-Szenarien“ dargestellt. Die Teilnehmer:innen nehmen an den Experimenten im Verhaltenslabor sowie im MRT Scanner teil. Wir untersuchen wie Teilnehmer:innen versuchen verschiedene Annäherungs-Vermeidungs-Konflikte zu lösen. Die Untersuchung dieser Lösungsstrategien hat ein besseres Verständnis von aggressiven Psychopathologien zum Ziel.