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Medizinische Informatik
Medizinische Biometrie und Informatik

Patientenzentrierte Entscheidungsunterstützung

 

Der Einsatz bestgeeigneten Wissens zur Unterstützung der Ärzte in Diagnose und Therapie ist seit 40 oder mehr Jahren Gegenstand der Forschung. Während anfangs automatische Verfahren zum Herleiten von Schlüssen aus klinischen Daten im Vordergrund standen, ist das Thema heute viel breiter. Zum einen erstreckt es sich auch auf die Sichtung, Bewertung, Auswahl und Präsentation von Informationen und Quellen. Zum zweiten sind zunehmend auch Patienten Zielgruppe entsprechender Dienste. Dies ist hauptsächlich angesichts demographischer Entwicklungen und einer absehbaren Verknappung von Ärzten und gleichzeitigem niedrigschwelligem Zugang von Patienten – häufig wird von Klienten gesprochen – von zunehmender Bedeutung. Aktive Einbeziehung des Patienten in die Entscheidungen hat sich unter der Bezeichnung Consumer Health Informatics (ConsHI) als eigene Teildisziplin der Medizinischen Informatik entwickelt, bei der eines der Hauptprobleme die sehr unterschiedliche Qualität vorgefundener Quellen ist.

Auch wird zunehmend deutlich, dass entscheidungsunterstützende Systeme soziotechnische Systeme sind. Neben der reinen Funktionalität sind sichere Abläufe und unterbrechungsfreie Präsentation von Entscheidungshilfen von zentraler Bedeutung. Dabei spielen auch für die Klienten unbemerkt arbeitende Sensoren eine wichtige Rolle. Nicht zuletzt ist eine ethische Bewertung und Klärung der Bedingungen für eine nachhaltige Bereitstellung gefordert.

Forschungsbereich Consumer Health Informatics


Aktuelle Projekte im Forschungsschwerpunkt:

 

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