Echokardiographie

Bild: Farbecho

Leitung

Dr. med. Derliz Mereles

 

Sehr geehrte Frau Kollegin,

Sehr geehrter Herr Kollege,

 

im Folgenden möchten wir Ihnen die Gelegenheit geben, sich über das verfügbare Spektrum des Funktionsbereiches „Echokardiographie“ näher zu informieren. Die Funktionsdiagnostik steht für ambulante und stationäre Patienten zur Verfügung.

 

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens liefert unverzichtbare Informationen über die Struktur und Funktion des Herzens und der Herzklappen. Die Stress-Echokardiographie erlaubt die Beurteilung der Herzfunktion unter Belastung und gibt wichtige Hinweise auf koronare Herzerkrankung oder Herzmuskelerkrankungen. Pro Jahr werden über 20.000 Echokardiographie-Untersuchungen, darunter mehr als 1.500 Stress-Echokardiographien und 1.500 Transösophageale Untersuchungen (TEE) in unserem Labor durchgeführt. Alle Untersuchungen werden digital abgespeichert, und können online innerhalb des gesamten Klinikums mit einem kardiologischen Bildverarbeitungssystem abgerufen werden. Zudem können aktuelle Untersuchungen mithilfe dieses modernen Speicherverfahrens innerhalb weniger Sekunden mit Voruntersuchungen direkt verglichen und ausgewertet werden.

 

Besondere Schwerpunkte sind die Diagnostik von Kardiomyopathien, Speichererkrankungen, Klappenvitien, kongenitalen Vitien im Erwachsenenalter und die kardiale Resynchronisationstherapie (Identifizierung von geeigneten Patienten, Optimierung des Aggregats). Darüber hinaus besteht im Labor eine spezielle Expertise in dem Einsatz von kardialen Ultraschallverfahren für die Diagnostik der pulmonalen Hypertonie, sowie anderer Erkrankungen des rechten Herzens.

 

In unserem Echokardiographielabor werden alle konventionellen und innovativen Verfahren der modernen Ultraschalldiagnostik angeboten. Daher stehen für die Routinediagnostik Bildgebungsverfahren mittels optimierter harmonischer Bildqualität, CW- PW- und Farbdopplerverfahren und Gewebedopplerverfahren (TDI, Strain), sowie 2D-Strain zur Verfügung. TEE-Untersuchungen werden mit multiplanen Sonden mit Möglichkeit zur CW- und Farbdoppler-Diagnostik und zur dreidimensionalen Rekonstruktion durchgeführt. Stress-Echokardiographien werden ganztägig im Rahmen der Ischämie- und Vitalitätsdiagnostik und zur Bestimmung des systolischen Pulmonalarteriendruckes unter Belastung in eigenen Räumlichkeiten durchgeführt. Das methodische Spektrum umfasst hierbei die Fahrradergometrie und die pharmakologische Stimulation mittels Adenosin oder Dobutamin.

 

Entsprechend aktueller Daten werden bei eingeschränkten Schallbedingungen linksherzgängige Ultraschallkontrastmittel zur Verbesserung der Doppler- und Wandbewegungsdiagnostik eingesetzt. Der Einsatz der Kontrastechokardiographie zur Beurteilung der Myokardperfusion in der Ischämie- und Vitalitätsdiagnostik erfolgt bisher im Rahmen von klinischen Studien.

 

Neben der Durchführung eigener Untersuchungen stehen wir jederzeit gerne konsiliarisch für die Interpretation komplexer oder unklarer echokardiographischen Untersuchungen zur Verfügung.

 

Wie melde ich eine Untersuchung an?

Die ambulante echokardiographische Untersuchung Ihrer Patientin/Ihres Patienten erfolgt entweder im Rahmen einer ambulanten kardiologischen Abklärung in der kardiologischen/pulmologischen oder angiologischen Terminambulanz, oder im Rahmen einer ambulanten Mitbehandlung (ambulante Auftragsleistung bei fachinternistischer bzw. fachkardiologischer Betreuung durch Sie) nach Terminvereinbarung mit dem Echolabor (Rufnummer 06221-56-8852, Fax 06221-56-7436) und in Absprache mit der kardiologischen Ambulanz (bei hausexternen Patienten findet dort der Erstkontakt mit dem Patienten und die Organisation der Anmeldung des Untersuchungsvorganges statt). Stationäre Patienten des Klinikums der Universität Heidelberg werden über das hausinterne Krankenhausinformationssystem angemeldet. Für spezielle Rückfragen steht jederzeit das Echoteam zur Verfügung.

 

Wo wird die Ultraschalluntersuchung durchgeführt?

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens wird in den Räumlichkeiten der Abteilung Innere Medizin III (Schwerpunkt Kardiologie, Angiologie und Pneumologie, ärztlicher Direktor Prof. Dr. H.A. Katus), Im Neuenheimer Feld 410 durchgeführt. Transthorakale, transösophageale Untersuchungen und Stressechokardiographien werden auf Ebene 00 im Bereich der kardiologischen Ambulanz in vier verschiedenen Untersuchungsräumen durchgeführt. Zusätzlich werden stationäre Untersuchungen im Bettenhaus durchgeführt. Vorbereitung und Ablauf der Untersuchung werden durch unsere medizinisch-technische Assistenten, Frau Anita Hager, Herrn Arnold Siegmund und Frau Viola Günther begleitet.

 

Organisatorische Leitung:

Torsten Jahn, MTA

Echokardiographie-Labor

Medizinische Universitätsklinik, Innere Medizin III, Kardiologie

INF 410

69120 Heidelberg

Tel. (06221) 56-8852

Rax (06221) 56-7436

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