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Humangenetik

Humangenetik

Der Bereich Humangenetik beschäftigt sich mit der Erforschung von erblichen (hereditären) und erworbenen genetischen Veränderungen, die einen Einfluss auf die Entstehung von Aneurysmen bzw. Dissektionen verschiedener Arterien haben. (→Forschungsprojekte)

Durch den zunehmenden Einsatz der Hochdurchsatzsequenzierung können in Sequenzierungsstudien Hochrisikogene für thorakale Aneurysmen und Dissektionen (TAAD) identifiziert werden. Es wird angenommen, dass 20-25% der TAAD Erkrankungen durch genetische Faktoren begünstigt werden. In zunehmendem Maße soll für diese Patienten eine humangenetische Beratung an unserem Zentrum angeboten werden. Bei Patienten unter 55 Jahren mit akuter Aortendissektion ohne positive Familienanamnese werden in 10% der Fälle pathogene genetische Veränderungen in TAAD Hochrisikogenen vermutet. Dies konnte durch eigene Untersuchungen an einer konsekutiven Serie von Patienten mit Stanford-Typ-B-Aortendissektion bestätigt werden. Die Vererbung von TAAD Erkrankungen sind überwiegend autosomal-dominant und in den meisten Fällen Genen der extrazellulären Matrix Struktur-Komponenten, des transforming growth factor beta (TGF-β) signalling pathways oder glatter Gefäßmuskelzellen (phenotypic switching) zuzuordnen.

Seit mehreren Jahren werden bei Patienten mit Aortendissektionen und positiver Familienanamnese für Aortenerkrankungen, Blutproben für eine genetische Diagnostik asserviert (Register, n= 140). In ausgewählten Fällen werden whole exome Sequenzierung- (WES) oder single nucleotide polymorphism (SNP) genotyping Analysen durchgeführt um neue pathogene Mutationen oder genetische Risikovarianten in TAAD Patienten nachzuweisen.