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INTACT: Individually Tailored Stepped Care for Women with Eating Disorders

Ansprechpartner: PD Dr. rer.soc. Dipl.-Psych. Stephanie Bauer (stephanie.bauer@med.uni-heidelberg.de)

Projektleitung: H. Kordy, S. Bauer

Seit April 2007 koordiniert die FOST für vier Jahre das von der EU im Marie-Curie-Programm geförderte Verbundprojekt INTACT („Individually Tailored Stepped Care für Women with Eating Disorders“), das sich zum Ziel gesetzt hat innovative Strategien für die Prävention und Behandlung von Essstörungen zu entwickeln und wissenschaftlich zu untersuchen.

Dazu werden an den neun beteiligten Zentren aus acht Ländern (Deutschland, Frankreich, Portugal, Schweiz, Holland, Tschechien, Ungarn, England) insgesamt 14 Studien durchgeführt, in welchen unterschiedlichste Untersuchungsmethoden zum Einsatz kommen. So liegt der Schwerpunkt in Heidelberg beispielsweise auf den sozio-kulturellen Faktoren der Essstörungen, wobei untersucht wird, welche Einflüsse von modernen Massenmedien wie z.B. Internetblogs auf Risikofaktoren der Essstörungen bestehen.

An den anderen Standorten liegt der Fokus auf genetischen Studien, Therapieverlaufsuntersuchungen und der Erprobung innovativer Betreuungsformen. Letztere bestehen beispielsweise aus Internet-basierten Programmen, die es erlauben Risikopersonen und Patientinnen zeit- und kostengünstig zu betreuen. Diese technikbasierten Interventionen bauen auf der langjährigen Erfahrung der FOST auf, die das Potential von z. B. Email- Chat- und SMS-gestützen Programmen für die Optimierung der psychosozialen Versorgung in einer Reihe von Studien untersucht hat.

Insgesamt decken die INTACT-Studien das gesamte Spektrum von Risikofaktoren und Prävention über frühe Interventionsmöglichkeiten bis hin zu intensiver ambulanter und stationärer Psychotherapie und Rückfallprophylaxe ab.

Neben den wissenschaftlichen Zielsetzungen liegt der zweite Schwerpunkt von INTACT auf der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern: Als sog. „Research Training Network“ hat INTACT zum Ziel eine junge europäische Forschergeneration im Bereich der Essstörungen auszubilden. Insgesamt 17 Nachwuchswissenschafter, die eine Promotion anstreben, werden dazu im Rahmen von INTACT für i.d.R. drei Jahre gefördert. Voraussetzung für eine Anstellung ist im Sinne eines europäischen Mobilitätsgedankens, dass die Beschäftigung nicht im Herkunftsland erfolgt.

Neben diesen INTACT-Doktoranden erhalten ca. 30 externe Promovenden an den verschiedenen Standorten die Gelegenheit am umfassenden Trainingsprogramm von INTACT teilzunehmen. Dieses besteht neben regelmäßig stattfindenden Seminaren, Workshops, Symposia und Summer Schools aus wöchentlichen online-Seminaren, die über eine Internet-Plattform abgehalten werden. Dieser e-Campus stellt die zentrale Kommunikationsplattform für alle INTACT-Trainees dar und ermöglicht neben den Seminaren auch einen informellen Austausch über Foren, Message Boards und Chatrooms.

Weitere Informationen zu INTACT sind unter www.intact-rtn.eu zu finden.