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Mentalisierungs-Basierte Therapie (MBT-SSV) für Jugendliche mit Störung des Sozialverhaltens

Die Störungen des Sozialverhaltens (SSV) weisen im Kindes- und Jugendalter eine hohe Prävalenz von 5-10% mit einem erhöhten Risiko für eine Chronifizierung auf, wobei Jungen im Vergleich zu Mädchen höher belastet sind. Die Symptome der Diagnose umfassen wiederholte und durchgehende Verhaltensmuster, welche die Grundrechte anderer oder altersangemessene soziale Regeln verletzen, wie zum Beispiel gewalttätiges Verhalten gegenüber Menschen und Tieren oder zerstörerische Handlungen gegenüber fremdem Eigentum. Abhängig von dem Erscheinen der ersten Symptomatik vor oder nach dem 10. Lebensjahr, werden zwei Subformen unterschieden, wobei der frühere Beginn ein stärkeres Risiko der Chronifizierung birgt. Verschiedene internationale Studien konnten zeigen, dass insbesondere familienorientiere Interventionen eine erfolgversprechende Wirksamkeit bei der Behandlung der SSV im Kindes- und Jugendalter haben, wobei die meisten Therapieansätze weniger an den Ursachen der Erkrankung als viel mehr an einer Behandlung der Symptomatik ansetzen und Behandlungen von Jugendlicher weniger wirksam sind als die Behandlung von Kindern. Um die Versorgungssituation von Jugendlichen mit SSV und ihren Familien zu verbessern, wurde am Institut für Psychosoziale Prävention ein neues manualisiertes Psychotherapieverfahren entwickelt - die Mentalisierungs-Basierte-Therapie-SSV (MBT-SSV). Die MBT-SSV, welche eine Spezifizierung der Mentalisierungs-Basierten-Therapie (MBT) darstellt, fokussiert im psychotherapeutischen Kontext nicht ausschließlich die Jugendlichen, sondern involviert ebenso die Eltern und strebt eine gezielte Steigerung der Mentalisierungsfähigkeiten des gesamten Familiensystems an.

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