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Maligne Lymphome

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten, 

die Diagnose eines malignen Lymphoms ist eine tiefe Zäsur im Leben der Betroffenen und Angehörigen. Wir stellen uns dieser Verantwortung mit der Entwicklung neuer Behandlungsmethoden und durch eine respektvolle Begleitung unserer Patienten.

Im Rahmen der Personalisierten Hämatoonkologie ist es uns möglich, mittels moderner molekulargenetischer Untersuchungen ganz individuelle, zielgerichtete Therapiekonzepte für Patienten zu entwicklen, die zuvor nicht auf die etablierten Therapien ansprechen. 

Zusätzlich zur klinischen Versorgung steht an unserer Klinik auch die translationale Forschung im Zentrum - die Anwendung der neuesten Forschungsergebnisse in klinischer Praxis. Von grundlagenwissenschaftlichen Arbeiten bis hin zu klinischen Studien bieten wir dadurch unseren Patienten stets Zugang zu den fortschrittlichsten Therapieoptionen.

Die Versorgung von Patienten mit Lymphom-Erkrankungen ist ein Schwerpunkt unserer Klinik und wir arbeiten beständig daran nicht nur die bestmögliche medizinische Versorgung sicherzustellen, sondern Ihnen auch menschlich zur Seite zu stehen.


Ihr

Prof. Dr. Sascha Dietrich

Prof. Dr. med. Sascha Dietrich
Schwerpunkt

Hämatologie und Onkologie, Lymphome; Schnittstelle: Anbindung Data Warehouse Konzept


Leitung

Ärztliche Mitarbeiter/-innen

Case Manager

Was kann ich mir unter einem malignen Lymphom vorstellen?

Das Feld der malignen Lymphome, umgangssprachlich auch Lymphdrüsenkrebs genannt, besteht aus sehr unterschiedlichen Erkrankungen. Eine sorgfältige Diagnosestellung, Therapie und Nachsorge sind deshalb essentiell. Uns ist die Aufklärung der Patienten über ihr Krankheitsbild ein Anliegen, um eine individuell angepasste Therapieplanung abzusprechen.

Maligne Lymphome sind verschiedene Krebserkrankungen des lymphatischen Systems. Das lymphatische System dient der Abwehr von Krankheitserregern und sitzt im Lymphknoten, im Knochenmark, in den Mandeln und vielen weiteren Organen. Bei diesem Krankheitsbild kommt es zu einer krankhaften, unkontrollierten Vermehrung von Zellen.

Die häufigsten drei Gruppen von malignen Lymphomen sind folgende:

  • Morbus Hodgkin
  • indolente (langsam wachsende) Non-Hodgkin-Lymphome
  • aggressive Non-Hodgkin-Lymphome

Diese verschiedenen Lymphomarten unterscheiden sich in Behandlung und Prognose erheblich.

Symptome

Einige Patienten suchen ihren Arzt aufgrund einer meist schmerzlosen Schwellung eines Lymphknotens an Hals, Achselhöhlen oder Leiste auf. Zum Teil ist die Entdeckung einer Lymphknotenvergrößerung aber auch ein Zufallsbefund bei einer Ultraschall- oder Röntgen-Untersuchung. Patienten mit sogenannten indolenten Lymphomen bemerken ihre Erkrankung zumeist gar nicht.

Bei den aggressiven Lymphomen oder dem Morbus Hodgkin treten häufig folgende Symptome auf:

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Gewichtsverlust
  • Nächtliches Schwitzen
  • Fieber ohne Hinweise auf eine Infektion

Behandlung

Da es bei Lymphomen um ein Feld unterschiedlicher Erkrankungen handelt unterscheiden sich auch die Therapieformen erheblich. Unsere Therapiemöglichkeiten richten sich nach Art und Ausbreitungsgrad der Erkrankung und werden individuell an die Patienten angepasst.

Langsam wachsende (indolente) Lymphome

Bei langsam fortschreitenden Erkrankungen wird der Behandlungsbeginn verzögert, sofern die Symptomatik und Erkrankungsaktivität dies zulassen. Diese abwartende Haltung wird häufig mit den englischen Begriffen "watch and wait" (beobachten und abwarten) beschrieben. Selbstverständlich setzt diese Behandlungsstrategie eine regelmäßige Kontrolle des Krankheitsbildes voraus und erfordert viel Erfahrung im Umgang mit diesem Krankheitsbild und dessen Verlauf. 

Sobald aufgrund einer hoher Erkrankungsaktivität oder ausgeprägter Symptomatik eine Therapieindikation vorliegt kommen diverse medikamentöse Therapien in Frage. Die genaue Therapie hängt vielen Faktoren wie Alter, Dynamik der Erkrankung und Vorerkrankungen ab und wird für jeden Patienten individuell festgelegt.   

Schnell wachsende (aggressive) Lymphome

Bei aggressiven Lymphomen ist in der Regel ein zeitnaher Behandlungsbeginn erforderlich. Für unsere Therapieentscheidung greifen wir auf unsere langjährige Erfahrung und Expertise zurück und lassen sowohl etablierte als auch neue Therapien je nach Krankheitsbild und Stadium zum Einsatz kommen. In der Regel erfolgt die Therapie von aggressiven Lymphomen mittels Chemotherapien und Aktikörpermedikamenten. Wir passen dabei die Therapie stehts an unsere Patienten an und berücksichtigen dabei Faktoren wie Alter, Vorerkrankungen und den Allgemeinzustand. Je nach der Gesamtsituation findet die Therapie ambulant über unsere Tagesklinik oder stationär statt. 

Insbesondere bei fortgeschrittenen Erkrankungen profitieren Sie von innovativen Therapieansätzen und neuesten Wirkstoffen. Dies umfasst das gesamte Spektrum an Therapieoptionen von etablierten Methoden wie die Chemotherapie und Antikörpertherapie, über aufwendige Verfahren wie die Allogene Stammzelltransplantation und die CAR-T-Zelltherapie bis hin zur personalisierten Hämatoonkologie an. 

Begleitung und Beratung unserer Patienten

 

Die Diagnose eines Lymphoms ist für viele Patienten eine große Belastung, weshalb wir bei allen Fragen und Unsicherheiten an Ihrer Seite stehen. Bei uns erhalten Sie nicht nur eine medizinische Versorgung, sondern können auch verschiedene Betreuungsangebote in Anspruch nehmen. 

In den meisten Fällen bringt die Diagnose eines Lymphoms auch psychisch starke Belastungen mit sich, weswegen unser Team der Psychoonkologie für Sie da ist. Nach einer Therapie kommt für viele Patienten eine Rehabilitationsbehandlung in Frage, unser Sozialdienst steht Ihnen dabei zur Seite. 

Auch Selbsthilfegruppen können für viele Patienten eine Hilfe darstellen: 

http://www.llhm-rhein-neckar.de/startseite.html

Portrait von Dipl.-Psych. Dagmar Tönnessen
Dipl.-Psych. Dagmar Tönnessen

Psychologische Psychotherapeutin, Psychoonkologin (WPO)


06221 56-4106

Portrait von Gabriele Daiß
Diplom-Sozialarbeiterin Gabriele Daiß

Kliniksozialdienst MED V


06221 56-8704


Klinischen Studien

Im Laufe einer Krebserkrankung kann es dazu kommen, dass der Patient auf die herkömmlichen Therapieoptionen nicht anspricht. In klinischen Studien werden innovative Behandlungskonzepte und Medikamente entsprechend dem neuesten Stand der Wissenschaft getestet. Diese neuen Wirkstoffe stehen der Allgemeinheit noch nicht zur Verfügung, können aber im Rahmen von Studien, unter streng kontrollierten Bedingungen getestet werden. Um unseren Patienten stets Zugang zu den modernsten Therapieoptionen zu bieten, nehmen wir an zahlreichen klinischen Studien teil bzw. leiten diese. Dies reicht von frühen klinischen Studien (Phase I/II) bis hin zu großen Zulassungsstudien.

Ob eine Studie für Sie infrage kommt, wird selbstverständlich zuvor gewissenhaft überprüft. 


Translationale Forschung

 

Bis neue Therapieverfahren aus der Grundlagenforschung in der klinischen Anwendung ankommen, durchlaufen sie eine Vielzahl an präklinischen Studienphasen. Um auch langfristig an der optimierten Versorgung unserer Patienten mitzuarbeiten hat die translationale Forschung - also die Anwendung der neuesten Forschungsergebnisse in klinischer Praxis - einen hohen Stellenwert in unserer Arbeit.

Dadurch garantieren wir unseren Patienten stets die Möglichkeit der Versorgung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Weitere Informationen finden Sie auch unter AG Dietrich.