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Zusammenfassung

Projektleitung: apl. Prof. Dr. med. Christiane Bieber

Lokale Arbeitsgruppe: J. Nicolai, C. Nikendei, W. Eich (Heidelberg)

Kooperierende Zentren: M. Härter, C. Bergelt (Medizinische Psychologie, Hamburg-Eppendorf)

Zusammenfassung:
Onkologische Patienten fühlen sich bei wichtigen Behandlungsentscheidungen häufig nicht mit einbezogen und beklagen Kommunikationsdefizite bei ihren behandelnden Ärzten. In den Trainingsangeboten zum Shared Decision Making (SDM) lernen Ärzte, ihre Patienten partnerschaftlich bei Behandlungsentscheidungen mit einzubeziehen, was nicht nur zu einer besseren Qualität der Arzt-Patient-Interaktion fühen kann, sondern sich langfristig auch positiv auf Behandlungstreue, psychische Verfassung und Krankheitsverarbeitung der Patienten auswirkt. Bisherige Erfahrungen während SDM-Trainingsprogrammen zeigen, dass es schwierig ist, niedergelassene und in onkologischen Zentren arbeitende Onkologen für ein externes Gruppenangebot in SDM-Training zu gewinnen.

Die Studie zielt deshalb auf die Entwicklung einer SDM-Kurzintervention und deren Evaluation anhand zweier innovativer attraktiver Disseminationsstrategien ab: individualisiertes, kontextbezogenes SDM-Einzel-Training vs. web-basiertes SDM-Online-Training. Die Wirksamkeit der beiden unterschiedlichen Darbietungsformen wird im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Trainingsmaßnahme überprüft. Die ärztliche SDM-Kompetenz als Hauptzielgröße wird durch ein etabliertes Fremdbeurteilungsverfahren (OPTION) gemessen.

Es soll analysiert werden, welche Verbesserungen der ärztlichen SDM-Kompetenz durch diese Trainingsmaßnahmen erreicht werden können, welche Auswirkungen das Training auf die Umsetzung von SDM und die Qualität der Arzt-Patient-Interaktion hat und ob sich die beiden Disseminationsstrategien hinsichtlich ihrer Effektivität unterscheiden.

Laufzeit: ca. 03/2015 – 02/2018

Gefördert von: Deutsche Krebshilfe

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