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Übergang von stationärer in AMBulante Psychotherapie

Machbarkeit einer intersektoralen Care Transition IntervenTION bei Depression und Angst (AMBITION)

Zusammenfassung

Das AMBITION-Projekt will einen Beitrag zur Verbesserung der Qualität der intersektoralen Versorgung von Patient*innen mit depressiven Störungen und Angststörungen leisten.

Patient*innen, die aufgrund depressiver Störungen oder Angststörungen stationär behandelt worden sind, finden aus vielerlei Gründen nach Entlassung aus stationärer Behandlung häufig nicht den Weg in die dringend indizierte leitliniengerechte ambulante Anschlusspsychotherapie. Die Versäumung dieser ambulanten Psychotherapie bedingt maßgeblich hohe Rehospitalisierungsraten bereits sehr kurz nach Entlassung aber auch im weiteren Verlauf und nachhaltig reduzierte Adhärenz mit. Mittel- bis langfristig birgt das für die Betroffenen das Risiko, dass sich die jeweilige Störung chronifiziert und die Teilhabe am Arbeitsmarkt nur noch vermindert oder im Extremfall gar nicht mehr möglich ist.

Genau an diesem Punkt setzt AMBITION als randomisierte Machbarkeitsstudie an. Konkret wird eine Care Transition Intervention (CTI) für Patient*innen nach dem vollendeten 18. Lebensjahr mit klinisch bedeutsamer Depression und Angst am Übergang von stationärer in ambulante Psychotherapie pilotiert. Insgesamt sollen 50 Proband*innen, die im 1:1 Verhältnis in zwei Gruppen randomisiert werden, in die Studie eingeschlossen werden. Die Datenanalyse erfolgt primär deskriptiv. Im Rahmen der CTI wird zwischen unterschiedlichen Leistungserbringern vermittelt (integrierte Versorgung) und Patient*innen werden befähigt, sich mit ihrer Erkrankung auseinanderzusetzen und selbstständig weitere Unterstützung in Anspruch zu nehmen (Patientenemanzipation durch Psychoedukation). Das Ziel der CTI ist, Patient*innen einen flüssigeren Übergang zwischen dem stationären und ambulanten Sektor der psychosozialen Versorgung zu ermöglichen und damit die Lebensqualität zu verbessern, Rehospitalisierungen zu vermeiden und mittelfristig die Teilhabe am Arbeitsmarkt sicherzustellen.

Die Ergebnisse von AMBITION können wissenschaftlich genutzt werden, die Intervention weiterzuentwickeln und hinsichtlich der Bedarfe der Patient*innen zu optimieren. Sollte sich die CTI als machbar erweisen, soll ihre Effektivität und Effizienz in einer suffizient gepowerten konfirmatorischen Studie überprüft werden.

Projektleitung

PD Dr. med. M.Sc. Psych. M.B.A. Markus Haun

Standort Bergheim
Facharzt für Innere Medizin
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie


06221 56-8892

Arbeitsgruppe: Marayah Ayoub-Schreifeldt, Beate Wild (Biometrikerin), N. N.

Kooperationspartner: Dr. med. Björn Nolting Klinikum Esslingen GmbH, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Laufzeit: ab Sommer 2022 bis Ende 2023

Gefördert von:

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