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Hilfe für Helfer – EMDR-Intervention für Dolmetscher:innen in der Geflüchtetenversorgung nach Sekundärtraumatisierung:

eine randomisiert-kontrollierte Studie

Zusammenfassung

Helfende in der Geflüchtetenversorgung sind häufig mit den Berichten von belastenden Erlebnissen konfrontiert, welche Geflüchtete im Zuge ihrer Flucht erlebt haben. Durch das empathische Einfühlen beim Hören von Berichten von traumatischen Erlebnissen entsteht eine bildhafte Vorstellung und somatosensorisches Miterleben des traumatischen Ereignisses beim Zuhörenden, ohne selbst direkt betroffen zu sein. Dies kann für den Zuhörenden eine erhebliche Belastung darstellen, vor allem wenn es sich dies häufig wiederholt. Nach einer sogenannten „Sekundärtraumatisierung“, also dem indirekten Erleben eines traumatischen Ereignisses, können sich Symptome wie bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung entwickeln, welche Übererregbarkeit, Vermeidungsverhalten und intrusives Wiedererleben, zum Beispiel durch sich aufdrängende Bilder oder Träume, umfassen. Hiervon können unter anderem Dolmetscher:innen, Betreuungspersonen von traumatisierten Patient:innen, oder Ersthelfer:innen betroffen sein. Dolmetscher:innen übernehmen darüber hinaus in der Versorgung von Geflüchteten eine unerlässliche Funktion, da häufig sprachliche Barrieren bestehen, welche zur adäquaten Versorgung überwunden werden müssen.

In dieser Studie soll zur Behandlung von Symptomen einer Sekundärtraumatisierung die Wirksamkeit eines etablierte, wirksamen Verfahrens aus der Traumatherapie (Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR)) bei belasteten Dolmetscher:innen untersucht werden.

Projektleitung

Arbeitsgruppe:
apl. Prof. Dr. med. Nikendei

Gefördert von: Rahel Goitein-Straus-Programm

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