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Strategien zur Integration von evidenzbasierten digitalen Angeboten in die Behandlung von Essstörungen

SIDA-ESS

Zusammenfassung

Patient*innen mit einer Essstörung erkranken häufig bereits im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter. Viele suchen erst spät professionelle Hilfe, einerseits weil Expert*innen in ihrer unmittelbaren Nähe fehlen, andererseits weil es sie Überwindung kostet sich Hilfe zu suchen. Erschwerend kommen lange Wartezeiten für einen passenden Therapieplatz hinzu.

Digitale Angebote wie video- oder chatbasierte Psychotherapie oder internetbasierte Selbsthilfe­programme bieten die Möglichkeit mehr Kontinuität in der Versorgung zu gewährleisten und bestehende Angebote zu ergänzen. Trotz positiver wissenschaftlicher Ergebnisse werden sie aber in Deutschland bisher kaum von Expert*innen für Essstörungen eingesetzt und genutzt.

Das Projekt SIDA-ESS hat zum Ziel Faktoren zu untersuchen, die im deutschen Gesundheitssystem die Integration von digitalen Angeboten bei Essstörungen erleichtern oder verhindern. Zu diesem Zweck werden zunächst Interviews mit Therapeutinnen und Therapeuten geführt sowie Vertreter*innen verschiedener Berufsgruppen quantitativ befragt. Im nächsten Schritt wird ein digitales Toolkit entwickelt, dass die Bereitschaft von Behandler*innen fördern soll, digitale Angebote in die Versorgung aufzunehmen. Dieses Toolkit wird abschließend evaluiert.

Die Ergebnisse der Studie dienen dazu, praktische Umsetzungsvorschläge und Konzepte zu bieten, für welches Erkrankungsbild und an welchen Stellen der Versorgung digitale Angebote bei Essstörungen die bestehende Versorgung sinnvoll ergänzen können.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Projektleitung

Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik

Prof. Dr. Hans-Christoph Friederich

Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Facharzt für Innere Medizin


Forschungsstelle für Psychotherapie (FOST)

Weitere Informationen zur Forschungsstelle für Psychotherapie finden Sie hier.

Arbeitsgruppe: Dr. sc. hum. Gwendolyn Mayer; Johanna Stadler, M.Sc. Psych.; Diana Lemmer, M.Sc. Psych.

Laufzeit: 12/2021 – 11/2023

Gefördert von:

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