Anästhesiologie

Bereich Kopfklinik

Das Intensivzentrum der Kopfklinik verfügt über ein leistungsstarkes intensivmedizinisches Versorgungsangebot für Patientinnen und Patienten der Neurologie, der Neurochirurgie, der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) und der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (MKG). Bei entsprechender Indikation werden auch Patientinnen und Patienten der Augenheilkunde sowie der Radioonkologie in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den operativen Fachdisziplinen betreut.

Insgesamt stehen 26 moderne Intensivbetten zur Verfügung. Zusätzlich werden 13 Aufwachraumbetten in einem durchgehend 24 Stunden besetzten Aufwachraum betrieben. Mit der etablierten Post-Anesthesia Care Unit (PACU) bieten wir darüber hinaus an mehreren Tagen pro Woche die Möglichkeit einer erweiterten postoperativen Überwachung für überwachungspflichtige Patientinnen und Patienten. Insgesamt werden in der Kopfklinik jährlich rund 1.650 intensivmedizinische Patientinnen und Patienten versorgt.

Intensivzentrum Kopfklinik

Im Intensivzentrum der Kopfklinik werden neben dem neurologischen und neurochirurgischen Intensivbereich, acht Betten durch die Klinik für Anästhesiologie in enger Kooperation mit den beteiligten Fachdisziplinen betrieben. Versorgt werden Patientinnen und Patienten der HNO-Klinik, der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, der Augenheilkunde sowie der Klinik für Radio-Onkologie und Strahlentherapie.

Alle acht Betten sind Beatmungsbetten mit umfassender intensivmedizinischer Ausstattung. Das therapeutische Spektrum umfasst alle etablierten modernen Verfahren, darunter invasive Beatmungstechniken einschließlich inhalativer NO-Therapie, Nierenersatzverfahren (Hämofiltration/Hämodialyse) sowie erweitertes hämodynamisches Monitoring mittels PiCCO-Technik und transthorakaler bzw. transösophagealer Echokardiographie (TTE/TEE).

Ein strukturierter interdisziplinärer Austausch, unter anderem durch regelmäßige Visiten mit den Infektiologen und der Krankenhausapotheke sowie die enge Zusammenarbeit mit der klinischen Mikrobiologie und dem Hygieneinstitut, trägt wesentlich zur hohen Versorgungsqualität bei. Die stabile Auslastung des Intensivzentrums spiegelt die enge fachübergreifende Zusammenarbeit wider.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik für Anästhesiologie sind zudem integraler Bestandteil des hausinternen Notfall- und Reanimationsteams. Gemeinsam mit der neurologischen Intensivstation stellen sie die Notfallversorgung im gesamten Bereich der Kopfklinik sicher und absolvieren jährlich rund 150 Einsätze. Darüber hinaus erfolgt eine konsiliarische Unterstützung der Intensivbereiche der Neurologie, Neurochirurgie und Inneren Medizin, beispielsweise im Atemwegsmanagement oder bei komplexen Beatmungs- und Katecholamintherapien.

Post-Anesthesia Care Unit (PACU)

Die PACU der Kopfklinik ergänzt das intensivmedizinische Angebot durch drei speziell ausgewiesene 24h-Überwachungsbetten im Aufwachraum, die an mehreren Werktagen zur Verfügung stehen. Sie richtet sich an postoperative Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Überwachungsbedarf, die nicht beatmungspflichtig sind und nur geringe oder keine Katecholaminunterstützung benötigen.

Die pflegerische Betreuung erfolgt durch das erfahrene Team des Aufwachraums, die ärztliche Versorgung wird durch die intensivmedizinisch tätigen Anästhesistinnen und Anästhesisten sichergestellt. Die PACU-Kapazitäten stehen allen operativen Fachabteilungen der Kopfklinik zur Verfügung; bei freien Ressourcen können diese auch interdisziplinär genutzt werden. Die Vergabe der Betten erfolgt strukturiert im Rahmen der OP-Planung oder bei akutem Bedarf in enger Abstimmung aller Beteiligten.

Aufwachraum Kopfklinik

Im Aufwachraum der Kopfklinik werden postoperative Patientinnen und Patienten bis zur Verlegung auf die Normalstation oder Intensivstation betreut. Mit rund 13.500 versorgten Patientinnen und Patienten pro Jahr stellt der Aufwachraum einen zentralen Baustein der perioperativen Versorgung innerhalb der Kopfklinik dar.