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FACHARZTAUSBILDUNG

Ausschreibung Else Kröner-Forschungskolleg Stipendien

6 Clinician Scientist Stipendien für Assistenzärzte (m/w/d) in Weiterbildung (externe und interne Bewerbungen)

Das Heidelberger Forschungskolleg für Neuroonkologie (Else Kröner-Forschungskolleg) schreibt zur wissenschaftlichen Qualifikation herausragender junger Ärztinnen und Ärzte in der klinischen Weiterbildungsphase sechs Förderstipendien mit einer insgesamt 2-jährigen Freistellung zur Durchführung eines Forschungsprojektes in den Bereichen Neuroonkologie, Pädiatrische Neuroonkologie, Neuroradiologie, Neuropathologie oder Strahlentherapie aus.

Der Forschungsfokus liegt auf dem Verständnis der Hirntumorbiologie und der Resistenz bei primären Hirntumoren. Es sollen Kenntnisse über prognostische und prädiktive Biomarker in den klinischen Alltag übertragen werden. Dies geschieht unter Verwendung existierender Kohorten und Studien sowie durch Rückübertragung klinischer Daten in grundlegende Forschungsprojekte zum besseren Verständnis der Heterogenität und daraus abgeleiteter Resistenzentwicklung auf molekularer, funktioneller und bildgebender Ebene. Zur Anwendung kommen molekulare  Hochdurchsatztechnologien, radiomische, proteomische und integrierende  bioinformatische Verfahren und die Entwicklung von Zell- und Tiermodellen.

Bewerbungsvoraussetzungen

  • abgeschlossene experimentelle Doktorarbeit
  • im 2. – 3. Jahr der Facharztausbildung
  • hohe Leistungsbereitschaft

Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann senden Sie Ihre Bewerbung bis zum 31.01.2020 in elektronischer Form als zusammengefasstes PDF an ekfhd.NEU@med.uni-heidelberg.de. Verwenden Sie für Ihre Bewerbung bitte das Antragsformular. Zusätzlich zum Antragsformular sollen die BewerberInnen einen gegliederten Projektantrag zu einem der vorgesehenen Projekte oder einem eigenen Projektvorschlag einreichen. Die Ausarbeitung des Projektantrags geschieht mit Unterstützung einer von den BewerberInnen ausgesuchten Forschungsbetreuung.
 
Auswahlverfahren
BewerberInnen, die ein international besetztes Auswahlgremium überzeugen, werden für ein Interview und die Vorstellung ihrer Projektkonzeption im Rahmen eines Minisymposiums eingeladen. Das Programm startet voraussichtlich nach abgeschlossenem Auswahlverfahren im März 2020.
 
Kontakt
Dr. Dorit Arlt
Wissenschaftliche Koordinatorin
Klinik für Neurologie
Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg
Tel. +49 6221 56-35132
E-Mail: ekfhd.NEU@med.uni-heidelberg.de

Vorgesehene Projekte

Projekt Neuroonkologie 1 (Forschungsbetreuung Wolfgang Wick): Molekulare Basis ungewöhnlicher Krankheitsverläufe bei Patienten mit IDH-wildtypischem Glioblastom mit/ohne Hypermethylierung des MGMT Promotors

Projekt Neuroonkologie 2 (Forschungsbetreuung: Sevin Turcan): Molekulare Mechanismen im Zusammenhang mit der Gliom-Initiation und -Progression bei IDH-Mutationen niedergradiger Gliome

Projekt Pädiatrische Neuroonkologie (Forschungsbetreuung Stefan Pfister): Tumorevolution hochgradiger Gliome in präklinischen Mausmodellen während und nach der Therapie mit spezifischen Inhibitoren

Projekt Neuroradiologie (Forschungsbetreuung Martin Bendszus): Nicht-invasive Charakterisierung des Tumormetabolismus mittels 3D-Magnetresonanzspektroskopie zur Prädiktion des Therapieansprechens bei Gliompatienten

Projekt Neuropathologie (Forschungsbetreuung Andreas von Deimling): Entwicklung eines Massenspektrometrie gestützten Assays zur Bestimmung der Aktivität von gehirntumorrelevanten Signaltransduktionswegen

Projekt Strahlentherapie (Forschungsbetreuung Jürgen Debus): Normalgewebsreaktionen nach Ionenstrahltherapie bei Patienten mit IDH-mutierten niedriggradigen Gliomen

Angeboten wird eine neurologische Facharztausbildung, die sich aus den Modulen Normalstation, Neuroonkologie, Neurodegeneration, Notfallambulanz, Dopplerausbildung, Funktionsbereiche/Elektrophysiologie, Intensivstation, Stroke Unit und Spezialambulanzen zusammensetzt. Bei relevanter Forschungsfreistellung ist die Erreichung der Facharztreife in etwa 5 + 1 Jahren (oder bei längerer Freistellung auch später) realistisch. Eine Ausbildung in Mindestzeit ist aber möglich. Alle neu anfangenden AssistenzärztInnen werden einem der OberärztInnen als Mentees zugeteilt. Diese Mentorenfunktion soll sicherstellen, dass die Eingewöhnung in den zum Teil sehr anspruchsvollen und zeitintensiven Arbeitsalltag besser gelingt, Fragen kurzfristig geklärt werden und Konzepte für die persönliche Laufbahn besprochen werden können. Für die Facharztausbildung gibt es in unserer Abteilung vier unterschiedliche Wege:

Track 1:  Der Schwerpunkt dieses Ausbildungsweges liegt neben der Grundlagenorientierung in der Forschung in einem oder mehreren der nicht neurovaskulären Schwerpunkte (Neuroonkologie, -degeneration, -inflammation oder Systemneurologie). Nach den ersten zwei Jahren in der Klinik ist eine mindestens einjährige Forschungsfreistellung vorgesehen, die je nach Neigung und Erfolg ausgedehnt werden kann. Die Facharztreife wird in der Regel für diese Mitarbeiter durch die verlängerte Freistellung verzögert. Der Forschungsfreistellung folgt eine erneute etwa zweijährige klinische Rotation.

Track 2: Die zweite Option für den Schwerpunkt im allgemeinen klinischen Bereich beinhaltet eine umfangreiche klinische Ausbildung, bei der Rotationen auf die Allgemeinstationen, auf mindestens einer der Akutstationen sowie in die Spezialambulanzen, ergänzt durch die für die Facharztreife notwendigen Einsätze in den Funktionsbereichen erfolgen. Forschung wird v.a. in den Schichteinsätzen durch echte aber partielle Freistellung klinisch orientiert realisiert und steht nicht im Vordergrund. Diese Mitarbeiter können die Facharztreife in der Regelzeit erreichen.

Track 3: Dieser Ausbildungsweg zeichnet sich durch seinen klinisch orientierten Schwerpunkt der Neuroakutmedizin aus. Die ersten drei Jahre werden den Bereichen Intensivmedizin, Stroke Unit und Notfallambulanz gewidmet. Darauf folgen Einsätze auf den Allgemeinstationen, die Funktionsbereiche und die Spezialambulanzen. Auch diese Mitarbeiter können die Facharztreife formal in der Regelzeit erreichen.

Track 4: Wie im Track 3 liegt auch hier der Schwerpunkt bei der Neuroakutmedizin, doch erhält der Ausbildungsweg durch mindestens ein Forschungsjahr eine wissenschaftliche Ausrichtung.   

Adaptierung der Rotationen, ausgerichtet auf eigenständige wissenschaftliche Tätigkeit sind in dem beschriebenen Track-System im Individualfall möglich. Für Optionen die klinische Tätigkeiten mit Teilzeitforschung verbinden, haben wir, gemeinsam mit dem Koordinierungszentrum für Klinische Studien (KKS Heidelberg) und der Fakultät, ein Programm für die Qualifikation als klinischer Wissenschaftler konzipiert. Um eine klinisch-wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen und eine universitäre Karriere zu verfolgen stehen an unserer Klinik verschiedene klinisch-wissenschaftliche Arbeitsgruppen offen, die von hoch qualifizierten Arbeitsgruppenleitern geführt werden.