Kliniken & Institute …

ANKKER - Angebot für Kinder Krebskranker EltERn

Beratung für Familien mit elterlicher Krebserkrankung

Wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt, ist die gesamte Familie davon betroffen: Verunsicherung, Sorgen, Alltagsorganisation und Behandlungsroutinen belasten die Familienmitglieder. Kinder können von der Krebserkrankung eines Elternteils nicht abgeschirmt werden - sie haben auf Grund ihrer feinen Antennen häufig ein intuitives Gespür für die Situation.

ANKKER möchte dazu beitragen, Familien in einer schwierigen Zeit zu unterstützen und vorhandene Ressourcen nutzbar zu machen. Oft kann ein erster Schritt sein, miteinander ins Gespräch zu kommen über die Krankheit, über Sorgen, Fragen und Wünsche, über das, was sich schwer sagen lässt. Unser Beratungsangebot richtet sich daher sowohl an die Eltern als auch an die Kinder und Jugendlichen.

Für Eltern

Liebe Eltern,

vermutlich wünschen Sie sich, dass Sie ihre Kinder vor der Erfahrung einer elterlichen Krebserkrankung bewahren könnten, und wissen gleichzeitig, dass dies nicht möglich ist. Kinder haben ein intuitives Gespür für Belastungen innerhalb der Familie. Ein offenes Gespräch über die Erkrankung ist für Kinder wichtig, denn diffuse, unausgesprochene Ängste und Fantasien sind in der Regel wesentlich belastender als das konkrete Wissen um die Erkrankung

Manche Kinder äußern ihre Fragen und Sorgen direkt; andere halten sich zurück, um die Eltern nicht zusätzlich zu belasten. Kinder reagieren individuell unterschiedlich auf eine elterliche Krebserkrankung. Daher ist es verständlich, wenn Sie, die Sie selbst in der Bewältigung der Krebserkrankung gefordert sind, in ihrer Rolle als Eltern verunsichert sind. Es stellen sich viele Fragen, z.B.:

  • Wie spreche ich mit meinem Kind über die Erkrankung? Wie kann ich altersgemäße Erklärungen und Worte finden?
  • Wie kann ich mein Kind angemessen begleiten?
  • Was hilft meinem Kind, seine Ängste und Sorgen zu bewältigen?
  • Woran erkenne ich, ob mein Kind Hilfe braucht?
  • Was kann ich tun, wenn mein Kind nicht über die Erkrankung sprechen möchte?
  • Wie können wir als Familie mit den neuen Alltagsbelastungen umgehen?

Im Rahmen der Beratung möchten wir gemeinsam mit Ihnen nach Antworten und Möglichkeiten suchen, wie Sie die Auswirkungen der Erkrankung auf ihre Kinder und ihre Familie bewältigen können. Wir möchten:

  • Sie in ihrer Rolle als Eltern im Umgang mit der Krebserkrankung unterstützen
  • Ihre Kinder darin unterstützen, Sorgen auszudrücken, Fragen zu klären und auftretende Schwierigkeiten zu bewältigen
  • Ihre gesamte Familie darin unterstützen, über die Krankheit und die damit einhergehenden Belastungen, Fragen und Wünsche ins Gespräch zu kommen und Lösungen zu finden.

Für Kinder und Jugendliche   

Liebe Kinder und Jugendliche,

Eure Mutter oder euer Vater sind an Krebs erkrankt und das kann Eure Familie plötzlich ganz schön auf den Kopf stellen. Für manche von Euch hat sich dadurch der Alltag vielleicht sehr verändert. Fast alle Kinder wünschen sich, dass möglichst vieles so bleiben soll, wie es bisher war.

Es gibt so viele Fragen, auf die sich nicht immer leicht eine Antwort finden lässt! Fast alle Kinder machen sich Sorgen oder sind wütend, dass es Krebs gibt und dass plötzlich vieles so unsicher ist. Manchmal kann es schwer sein, eigene Sorgen zu zeigen, wenn ohnehin alle in der Familie schon so belastet sind. Über die Krebserkrankung zu sprechen, ist nicht immer leicht.

Jede/r in der Familie braucht Zeit, um mit der neuen Situation klar zu kommen, und jede/r geht auf seine eigene Weise mit all dem um. Da ist es gut zu wissen, wie es für die anderen in der Familie ist und was jeder braucht und tun kann, damit es ihr oder ihm besser geht.

Unser Angebot richtet sich an die ganze Familie. Manchmal tut es gut, wenn sich alle zusammensetzen und miteinander sprechen über alles, was schwierig ist. Manchmal ist es auch gut, wenn sich mal nur die Eltern oder nur die Kinder zu einem Gespräch mit uns treffen.

Wir möchten Euch und Eure Familie stärken, mit den Auswirkungen der Erkrankung möglichst gut zurecht zu kommen.

Beratungsablauf  

Zu Beginn einer Beratung laden wir möglichst beide Eltern zum Gespräch ein. Im Anschluss daran können – je nach Bedarf - weitere Elterngespräche, Gespräche mit den Kindern (einzeln oder als Geschwister) oder Familiengespräche stattfinden.

Unser Beratungsangebot ist als Kurzzeitintervention angelegt. Falls im Laufe der Beratung ersichtlich wird, dass eine Familie über unser Angebot hinausgehend weiteren Bedarf an Gesprächen / Unterstützung hat, werden wir gemeinsam mit der Familie entscheiden, welche anderen, evtl. auch wohnortnäheren Angebote genutzt werden können.

Wir benötigen eine Überweisung, sofern der erkrankte Elternteil nicht Patient/in am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen bzw. Universitätsklinikum Heidelberg ist.

Bücher und Broschüren

Manchmal ist es leichter, über Geschichten / Bücher miteinander ins Gespräch zu kommen. Von den vielen Büchern, die es zum Thema gibt, haben wir hier einige für Sie zusammengetragen.

Adressen von Beratungsangeboten für Kinder krebskranker Eltern und deren Familien in ganz Deutschland finden Sie unter:

www.dapo-ev.de/index.php?id=10

Kontakt  

Telefonisch erreichen Sie Frau Catherine Schneider im Sekretariat der Psychoonkologischen Ambulanz des NCT unter:

06221 56-4727

Mo-Do 8.30 bis 16.30h
Fr        8.30 bis 15.00h

oder per Email: psychoonkologie(at)nct-heidelberg.de 

Beratung: Frau Dipl. Psych. Katrin Willig
Psychoonkologische Ambulanz am NCT

 

Anfahrt

Die Beratung findet statt im:

Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen
Im Neuenheimer Feld 460
69120 Heidelberg
(Haltestelle "Studentenwohnheim")

Ein weiterer Raum steht zur Verfügung im:

Ernst-Moro-Haus
Im Neuenheimer Feld 155
69120 Heidelberg
(Haltestelle "Medizinische Klinik")