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PRAKTISCHES JAHR IN UNSERER ABTEILUNG

Das Praktische Jahr (PJ) in unserer Abteilung bietet die Möglichkeit, praktische ärztliche Fähigkeiten und Fertigkeiten zu üben, sowie in diagnostische und therapeutische Entscheidungsprozesse eingebunden zu werden. Die Ausbildung erfolgt im Rahmen von 4-wöchigen Rotationen auf die Station für Allgemeine Neurologie, die Schlaganfallstation und die Neuroonkologische Station sowie in die Neurologische Notfallambulanz. Die Teilnahme an den internen Fortbildungen – u.a. Neurologie-Seminar und Abteilungskolloquium - ermöglichen es, wesentliche Aspekte klinischer und translationaler Forschung sowie interdisziplinärer Patientenversorgung zu vermitteln und gemeinsam mit internen und externen Kollegen zu diskutieren.

Jeder PJ-Student ist einem Mentor zugeteilt, und nach jedem Modul werden in gemeinsamen Treffen die realisierten Lehrziele und der Ausbildungsstand bewertet. Hierbei legen wir großen Wert auf die Selbsteinschätzung der Studenten. Zur Steuerung ist das PJ in drei Module eingeteilt, die jeweils unter den drei Schwerpunkten: KÖNNEN, HANDELN und WISSEN stehen (Konzept: Dr. Timolaos Rizos).

KÖNNEN - Hier geht es um eine Beleuchtung der praktischen Fertigkeiten im klinischen Alltag, wie Anamnese, Untersuchung, Prozeduren und die Durchführung/Bewertung apparativer Diagnostik:

  • Patienten neurologisch anamnestizieren und untersuchen
  • Patienten in der Visite vorstellen
  • Patienten in der Frühbesprechung vorstellen
  • Entlassbriefe schreiben
  • Liquor-punktionen sicher beherrschen
  • Ausgewählte dopplersonographische Befunde diagnostisch einordnen
  • Ergebnisse evozierter Potentiale (EP) und Elektromyographien/-neurographien verstehen und einordnen
  • Normale und ausgewählte pathologische EEGs befunden. 

HANDELN - Hier geht es um eine Beleuchtung wichtiger kommunikativer, organisatorischer und planerischer Aspekte ärztlichen Handelns:

  • Tragfähige Arzt-Patienten-Beziehung aufbauen
  • Professionelle Gesprächsführung auf verschiedenen Ebenen (Patient, Kollegen, Pflege, Angehörige, Ober- und Chefarzt)  
  • Professionelles, ärztliches Auftreten und eine entsprechende Haltung
  • Diagnostik- und Therapiepläne erstellen
  • Begründete Entscheidungen fällen
  • Den klinischen Alltag effizient organisieren.

WISSEN - Hier geht es um eine Überprüfung des Kenntnisstandes zu den wichtigen und häufigen neurologischen Krankheitsbildern:

  • Häufigste Ursachen von Schlaganfällen, deren Therapie und Sekundärprophylaxe
  • Verlaufsformen, Diagnostik und Therapieoptionen der multiplen Sklerose
  • Häufige Ursachen von Krampfanfällen, deren Diagnostik und Therapie
  • Häufigsten Kopfschmerzformen, Diagnostik und Therapie
  • Häufige periphere Nervenläsionen, deren Diagnostik und Therapie
  • Häufigsten Formen von Hirntumoren, deren Symptome, Differentialdiagnose, Diagnostik und Therapieprinzipien