Erklärung
Auf der Suche nach minimal-invasiven Therapieverfahren wurde eine Reihe so genannter „Bulking agents“ verwendet. Hierbei handelt es sich um diverse Substanzen, die mit Hilfe von Spezialnadeln im Schließmuskelbereich der Harnröhre unter der Schleimhaut eingebracht werden um diese zu „unterpolstern“. Damit kann der Schließmuskel beim Schließen besser abdichten und so dem unwillkürlichen Urinverlust entgegenwirken. Verwendet werden Substanzen wie Teflonpartikel, Kollagen, Silikon, Silikonmikroballons und Bioglas. Die Wirkung des „Bulking agents“, hält allerdings in vielen Fällen nur kurz an und muss im Verlauf wiederholt werden. Neben den enttäuschenden Ergebnissen kam es zur Migration mancher Partikel (hier insb. Teflon), Granulombildung oder allergischen Reaktionen. Aus diesen Gründen werden „Bulking agents“ nur noch in Ausnahmefällen, wo andere Methoden nicht mehr in Frage kommen, verwendet.

Harninkontinenz, im Volksmund besser bekannt als Blasenschwäche, ist das Unvermögen willkürlich, zur passenden Zeit und an einem geeigneten Ort, die Blase zu entleeren. Der unwillkürliche Urinverlust...

Harninkontinenz (Unvermögen Urin zu halten bzw. unwillkürliche Urinverlust) ist ein häufiges Problem in der Bevölkerung. Sie kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein;