Universitätsklinikum Heidelberg

Hyperthermie

Erklärung

wIRA Oberflächen Hyperthermie:

wIRA steht für wassergefiltertes Infrarot A. Die Wärmestrahlung kann dadurch verträglich in Haut und oberflächliche Weichteile eindringen und eine kontrollierte Erwärmung erzeugen - kontaktfrei, gleichmäßig und mit guter Gewebeverträglichkeit.

Hyperthermie eignet sich zur Radiosensibilisierung: Die Erwärmung verbessert die Sauerstoffversorgung, hemmt Reparaturmechanismen der DNA und aktiviert immunologische Prozesse. In Kombination mit Strahlentherapie kann so eine zusätzliche therapeutische Wirkung erzielt werden. 

Wir nutzen das wIRA-System, um folgende Fragestellungen zu adressieren:

  • Kombination von wIRA mit Strahlentherapie, um Radioresistenz zu überwinden oder Re-Bestrahlungen sicherer zu machen (hautoberflächennahen bösartigen Primärtumoren und Metastasen)
  • Optimierung der Temperaturverteilung und Dosiskontrolle mittels Thermografie
  • Untersuchung von Wirkmechanismen: Effekte von Hypoxie, DNA-Reparaturhemmung, immunologische Modulation

Vorteile & Potenzial:

  • Kontaktlos & schonend: Keine invasiven Applikationen notwendig
  • Thermische Kontrolle: Echtzeitüberwachung
  • Synergie mit Strahlentherapie: Hyperthermie kann Strahlenwirkung verstärken