Definition der Erkrankung
Menschen mit einer Querschnittlähmung sind besonders anfällig für Druckgeschwüre (Dekubitus), da sie ihre Sitz- und Liegeposition nur eingeschränkt oder mithilfe Dritter wechseln können. Besonders häufig sind das Steißbein, die Fersen oder die Außenknöchel betroffen.
Ursachen
Hilfe gegen Wundliegen
Durch das eigene Körpergewicht werden die Blutgefäße in der Haut stark zusammengedrückt, die Durchblutung der Haut verschlechtert sich. Dadurch kann es zu einer irreversiblen Schädigung der Haut und ihrer tieferen Gewebeschichten kommen.
Folgeerkrankungen
Folgekomplikationen, wie sie typischerweise mit einer Querschnittlähmung einhergehen, können das Entstehen eines Dekubitus begünstigen. Dazu zählen Inkontinenz, Spastik, Durchblutungsstörungen und eine schlechte Sitz- oder Liegeposition.
Ablauf der Behandlung
Behandlung jeglicher Schweregrade
Wir behandeln in der Klinik für Paraplegiologie Querschnittpatienten mit Druckgeschwüren jeglicher Schweregrade. Dazu suchen wir nach der Ursache der Schädigung und ermitteln weitere Risikofaktoren. Anschließend stellen wir Ihnen einen individuell angepassten Therapieplan zusammen. Wir betreuen Sie – von der regelmäßigen Wundkontrolle bis zum Abheilen – in der Regel ambulant in einer unserer Spezialsprechstunden. Nur bei tiefer gehenden Druckgeschwüren halten wir eine stationäre Behandlung mit einer Hauttransplantation für notwendig.