Schlüsselbeinbruch

Sektion Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

Definition der Erkrankung

Knochenbruch des Schlüsselbeins

Weitere Informationen

Symptome

(Druck-)Schmerzen über dem Schlüsselbein, Deformierung des Schlüsselbeins beispielweise mit Stufenbildung, gegebenenfalls Hautverletzung aufgrund von Durchspießung des Knochens.

Ursachen

Direktes Anpralltrauma bei Sturz auf die Schulter oder Sturz auf den ausgestreckten Arm. Häufig sind Radfahrer und generell Sportler betroffen.

Diagnose

Röntgen, ggf. Computertomographie (CT) zur detaillierten präoperativen Planung. Nach ausführlicher Diagnostik erfolgt die Entscheidung über die Therapie, konservativ oder operativ. Hier entscheidet vor allem die Lokalisation des Knochenbruchs und die Dislokation, also Verschiebung der Bruchenden zueinander, sowie die Tatsache, ob die über dem Knochenbruch liegende Haut verletzt ist.

Ablauf der Behandlung

Unverschobene Brüchen ohne Hautdurchspießung können konservativ behandelt werden. Die konservative Behandlung schließt die Anlage eines speziellen Verbandes, des sogenannten Gilchrist-Verbandes, mit ein. Aus dem Verband heraus sind dabei zunächst Pendelbewegungen möglich, nach ca. vier Wochen kann die Schulter ohne Belastung normal beübt werden. Unter anderem bei instabilen, verschobenen Brüchen sowie bei Verletzung der Haut oder Schädigung benachbarter Gefäße, Nerven oder Muskeln sowie bei hohem funktionellem Anspruch, bspw. bei Sportlern ist ein operatives Vorgehen erforderlich. Hierzu werden die Bruchenden exakt zueinander ausgerichtet und zur Fixierung eine Platte auf den Knochen aufgebracht. In seltenen Fällen eines reinen Querbruchs können Titannägel zum Einsatz kommen. Auch hier ist die Anlage eines Gilchrist-Verbandes erforderlich, jedoch kann eine physiotherapeutisch unterstützte Beübung der Schulter ohne Limitation der Bewegungsausmaße ab dem ersten postoperativen Tag fortgeführt werden.

Mögliche Komplikationen / Risiken

Das Schultergelenk reagiert auf Ruhigstellung bereits früh – es kommt zu einer Bewegungseinschränkung. Um dem vorzubeugen erfolgt eine früh-funktionelle physiotherapeutische Therapie.

Nachsorge

Sollte eine operative Therapie notwendig sein, ist bei komplikationslosem Verlauf ein stationärer Aufenthalt von wenigen Tagen erforderlich. Bereits während des Aufenthaltes erfolgt eine physiotherapeutische Nachbehandlung – diese wird nach Entlassung ambulant fortgeführt.

Das zeichnet uns aus

Verwendung wenig auftragender, sehr stabiler Platten- und Schraubensysteme aus Titan

Spezialisten

  • Prof. Dr. med. Gerhard Schmidmaier