Hirntumor beim Kind

Neurochirurgische Klinik

Definition der Erkrankung

Hirntumore beim Kind – was ist das?

Ein Hirntumor ist eine Wucherung im Gehirn, in Nervenwasserräumen, Hirnhäuten oder Hirnnerven. Jedoch verbergen sich hinter diesem Begriff mehr als hundert verschiedene Arten von Hirntumoren. Etwa zwei Drittel aller Geschwülste im Kopf von Kindern sind gutartig, das heißt, sie wachsen langsam und sind in manchen Fällen auch eindeutig vom umliegenden Hirngewebe abgrenzbar.

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Symptome

Symptome bei kindlichen Hirntumoren

Je nach Lage, Größe und Art des Tumors kann dieser zu sehr unterschiedlichen Symptomen führen. Zunehmende Kopfschmerzen, häufiges Erbrechen, Schwindel oder Krampfanfälle sind jedoch recht häufige Frühzeichen, die unbedingt abgeklärt werden sollten.

So erfordert der Verdacht auf einen Hirntumor gerade bei einem Kind eine schnelle und gründliche Diagnose.

Erhärtet sich der Verdacht, muss in den meisten Fällen der Tumor durch eine Operation entfernt werden.

Ablauf der Behandlung

So behandeln wir Hirntumore bei Kindern

Die Diagnose „Gehirntumor“ bedeutet für die betroffenen Kinder, Geschwisterkinder und Sie als Eltern meist eine große psychische Belastung. Umso wichtiger sind eine zügige Diagnostik und umfassende Behandlung. In der eigens hierzu eingerichteten Abteilung der neurochirurgischen Kinderonkologie sind wir deshalb optimal auf Ihre Bedürfnisse eingerichtet.

Jedes Jahr führen wir mehrere hundert neurochirurgische Eingriffe bei Kindern und Erwachsenen mit Hirn- oder Rückenmarkstumoren durch. Entsprechend stehen uns hochmoderne Diagnose- und Operationstechniken zur Verfügung, sodass wir auch seltene oder ungünstig gelegene Tumore gezielt operieren können. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) können wir zudem neue individualisierte wie risikoadaptierte Therapien mit Entwicklung und Verwendung molekularer Marker und Medikamente anbieten.

Aufgrund ihrer Häufigkeit liegen insbesondere folgende Tumorarten im Fokus unserer Behandlung:

  • Pilozytische Astrozytome
  • Medulloblastome
  • Ependymome
  • Kraniopharyngeome
  • Tumore des 1. Lebensalters
  • Hypophysenadenome (Tumor der Hirnanhangdrüse)
  • Hirnstammgliome
  • Keimzelltumore (z. B. Germinome oder Teratome)

Nachsorge

Ganzheitliche Behandlung für Ihr Kind – dank interdisziplinärer Tumortherapie

Neben der möglichst vollständigen chirurgischen Entfernung des Tumors benötigen unsere kleinen Patienten häufig noch weitere zusätzliche Behandlungen wie eine Bestrahlung, eine medikamentöse Tumortherapie sowie eine sorgfältige neurologische und sozialmedizinische Betreuung.

Aufgrund unserer engen interdisziplinären Zusammenarbeit mit weiteren Fachkliniken der Universitätsmedizin Heidelberg, können wir in jedem Behandlungsabschnitt eine kindgerechte und medizinisch individuell angepasste und optimierte Therapie anbieten. So sind die Experten für Onkologie und Strahlentherapie ebenso eng in die Behandlung der Kinder eingebunden, wie die Kollegen aus der Klinik für Kinderheilkunde.

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch unsere intensive Kooperation mit dem benachbarten Deutschen Krebsforschungszentrum: Diese ermöglicht unseren Ärzten stets Zugriff auf die neuesten Ergebnisse der internationalen Krebsforschung. Unter Berücksichtigung dieses Wissens stimmen sich die Mediziner aller beteiligten Fachrichtung in so genannten Tumorkonferenzen über die optimale Behandlungsstrategie bei besonders komplizierten Fällen ab. Spezielle Fälle werden auch in einem gemeinsamen Gespräch mit den Eltern und Neurochirurgen, Kinderonkologen und Strahlentherapeuten besprochen.

Das zeichnet uns aus

  • Jahrzehntelange Erfahrung und höchste Expertise bei der operativen und intensivmedizinischen Behandlung von Kindern mit Hirntumor
  • Routinierte Anwendung aller etablierten sowie innovativen neurochirurgischen Behandlungstechniken
  • Umfassende medizintechnische Ausstattung von der Diagnostik- über die OP-Technik bis zur intensivmedizinischen Versorgung: moderne Neuro-Endoskope, intraoperatives CT und MRT, hochspezialisierte Operationsmikroskope, Neuronavigation im Operationssaal, intraoperatives Neuromonitoring, spezielle Ausstattung für Kernspinaufnahmen beatmeter Patienten
  • Risikoarme Eingriffe dank modernster Narkose-Verfahren und kindgerecht optimierter Operationsabläufe
  • Unterstützung und Miteinbeziehung Angehöriger in den Behandlungsprozess durch transparente Aufklärung
  • 24h/7d-Angehörigen-Telefon, psychologische Unterstützung

Spezialisten

  • PD Dr. med. Heidi Bächli

    Schwerpunkt

    Neurochirurgische Erkrankungen im Kindesalter, Spastikbehandlung, Hydrocephalus, Entwicklungsstörungen (ZNS), kindliche Hirntumore


  • Dr. med. Ahmed El Damaty

    Schwerpunkt

    Neurochirurgische Erkrankungen im Kindesalter, Intrakranielle Endoskopie


  • Prof. Dr. med. Olaf Witt

    Direktor des KiTZ Programmes „Translationale Pädiatrische Onkologie“

    Schwerpunkt

    Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Neuroblastome, Hirntumore, Zielgerichtete Therapien