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Medizin im Nationalsozialismus und im Holocaust: Historische Kenntnisse, Relevanz für Medizin und Bioethik heute

Vortragsreihe "Medizin im Nationalsozialismus - ein abgeschlossenes Kapitel?"

Beginn:27. Oktober 2021, 18:15 Uhr
Ende:27. Oktober 2021, 19:45 Uhr

Der Holocaust war ein „Zivilisationsbruch“, eine fundamentale Infragestellung von Selbstverständnis, Denkweisen und Wertehierarchien der westlichen Gesellschaften. Die massive Beteiligung von Medizinern bei der Planung, Rechtfertigung und Durchführung von Züchtungsutopien, Selektionsdenken, erzwungener Forschung, Kriegsführung und Programmen der Massenvernichtung von Menschen, die als „lebensunwert“ definiert wurden, ist breit dokumentiert. Ärzte waren in deutlich größerem Umfang als andere akademische Berufsgruppen bereit, sich an der Gesundheits-, Sozial- und Bevölkerungspolitik des Regimes zu beteiligen. Diese Befunde werfen elementare Fragen für das Selbstverständnis der modernen Medizin auf, ebenso für eine Medizin- und Bioethik, welche sich dieser historischen Erfahrung stellt.

 

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Meeting ID: 854 6082 3161

Passwort: IGEM-HD

Vortragsreihe "Medizin im Nationalsozialismus - ein abgeschlossenes Kapitel?" Institut für Geschichte und Ethik der Medizin Flyer Vortragsreihe "Medizin im Nationalsozialismus - ein abgeschlossenes Kapitel?"
Das erwartet Sie: Vortrag
Zielgruppe: Öffentlichkeit
Veranstalter:
Referierende: Prof. Dr. Volker Roelcke (Institut für Geschichte der Medizin, Justus-Liebig-Universität Gießen)