Medikamentöse Behandlungsoptionen bei Uterusmyom

Myomzentrum

Erklärung

Durch Gabe bestimmter Medikamente kann das Wachstum der hormonempfindlichen Myome gebremst werden. Der Ansatz der medikamentösen Therapie liegt in der Wachstums- und Stoffwechselsteuerung der Myome durch die Sexualhormone, allen voran die Östrogene.

So reicht eine Behandlung mit einer Anti-Baby-Pille und/oder Gestagenen oftmals schon aus, um die schmerzhaften Periodenblutungen zu regulieren und die Beschwerden entscheidend zu reduzieren. Die Wirkung auf das Myomwachstumbesteht jedoch meist nur für die Dauer der Einnahme und ist häufig mit ausgeprägteren Nebenwirkungen verbunden.

Die "Wechseljahresspritze"

Zur Verfügung stehen zum einen GnRH-Analoga, welche durch die Down-Regulation der Hormonrezeptoren eine Art künstliche Menopause bei der Patientin erzeugen. Die Periode setzt aus und es kommt zu Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen, Libidoverlust und auch zu Osteoperose, weswegen diese hormonelle Therapie auf einen mehrmonatigen Zeitraum begrenzt werden muss. Der Einsatz von GnRH-Analoga ist deshalb zeitlich limitiert.

Die "Myom-Tablette"

Seit Anfang 2012 hat mit Ulipristalacetat weiteres wirksames Medikament in Tablettenform die Zulassung zur Behandlung mymombedingter Beschwerden erhalten. Ulipristalacetat ist ein Selektiver Progesteron Rezeptor Modulator (SPRMs), welcher seine Wirkung am Progesteronrezeptor entfaltet und in vielen Fällen eine schnelle Blutungskontrolle bis hin zum Ausbleiben der Monatsblutung bewirkt und 3 Monate eingenommen wird. Ulipristalacetat ist indiziert zur Behandlung mittlerer bis starker Symptome durch Gebärmuttermyome, die Therapiezyklen können je nach Bedarf wiederholt werden.

Ganzheitliche/ naturheilkundliche Verfahren

Für alternative Behandlungsmethoden wie Ernährungsumstellung Phytotherapie, Traditonelle Chinesische Medizin (TCM) hierbei insbesondere für Akupunktur oder Homöopathie konnte bisher kein sicherer Wirksamkeitsnachweis auf myombedingte Beschwerden oder das Myomwachstum in klinischen Studien nachgewiesen werden.

Das subjektive Empfinden der Frauen ist jedoch ein wichtiger Faktor in der Therapie, sofern die Methode ein Gefühl der Linderung verschafft.

Konservative Therapie - Zuwarten und Beobachten

Verursachen Ihre Myome keine Beschwerden, ist eine Behandlung nicht notwendig. Lediglich regelmäßige Kontrollen des Größenwachstums im Rahmen der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung sind notwendig.

Erkrankungen

Spezialisten

Portrait von Prof. Dr. med. Prof. h. c. Christof Sohn

Prof. Dr. med. Prof. h. c. Christof Sohn


Prof. Dr. med. Markus Wallwiener

MHBA, MIC III

Schwerpunkt

Spezielle Gynäkologische Onkologie, Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin, Gynäkologische Endoskopie, Brustchirurgie, Operative Therapie bei Gynäkologischen Krebserkrankungen, Systemische Therapie bei Gynäkologischen Krebserkrankungen, Therapie der Endometriose


Portrait von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Thomas Strowitzki

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Thomas Strowitzki