Einrichtungen

Heidelberger Sprechstunde für Stimmenhörende (HEISS)

Gehört zu Klinik für Allgemeine Psychiatrie

Spezialsprechstunde

Kontakt
Voßstraße 4
69115 Heidelberg
Anfahrt

06221 56-4405
06221 56-4481

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Wichtige Informationen

Warum gibt es diese Sprechstunde?

Verbale akustische Halluzinationen, d.h. Wahrnehmungen von Stimmen ohne Korrelat in der Außenwelt, sind oft ein Symptom einer psychischen Störung, sie können jedoch auch bei seelisch gesunden Personen auftreten. Verbale akustische Halluzinationen, insbesondere kommentierende, dialogisierende oder imperative Stimmen, sind ein häufiges Symptom schizophrener Störungen. Akustische Halluzinationen sind jedoch nicht spezifisch für eine schizophrene Erkrankung. Diese Symptome können Ausdruck einer körperlichen Erkrankung sein oder Im Rahmen affektiver Störungen, Persönlichkeitsstörungen, posttraumatischer Belastungsstörungen oder neurodegenerativer Erkrankungen vorkommen. In diesem Kontext treten nicht selten differenzialdiagnostische Schwierigkeiten auf, die sich unter Umständen auch erheblich auf die weitere Behandlung auswirken können.

An wen richtet sich die Sprechstunde?

Die „Heidelberger Sprechstunde für Stimmenhörende“ (HEISS) richtet sich an Personen, die immer wieder oder in Einzelfällen auch kontinuierlich Stimmen hören, unter diesen Symptomen Verunsicherung, Leid und Alltagseinschränkungen erfahren, und die eine Diagnostik und Informationen über differenzierte Behandlungsoptionen wünschen.

Was bieten wir an?

Wir bieten eine individualisierte und umfassende differenzialdiagnostische Abklärung verbaler akustischer Halluzinationen mithilfe diagnostischer Interviews und standardisierter psychometrischer und neuropsychologischer Verfahren. Nach Abschluss der Diagnostik beraten wir Sie zu aktuell verfügbaren und wissenschaftlich begründeten Therapieoptionen und bieten Ihnen eine Empfehlung für die weitere Behandlung und ggf. auch weiterführenden apparativen Diagnostik an, z.B. einer magnetresonanztomographischen Bildgebung des Gehirns.

Wie kann ich einen Termin vereinbaren?

Die Spezialsprechstunde ist in der Poliklinik der Psychiatrischen Universitätsklinik eingebettet. Sie können sich mit uns telefonisch zur Vorbesprechung und Vereinbarung eines ambulanten Termins in Verbindung setzen (06221-564405, Mo.-Do: 14:00-16:00, Fr.: 10:00-12:00 Uhr).

Was passiert nach der Terminvereinbarung?

Nach dem telefonischen Kontakt mit uns und vorbehaltlich einer Terminvereinbarung werden wir Ihnen, Ihre Zustimmung vorausgesetzt, Unterlagen (standardisierte Fragebögen) zusenden. Hierzu benötigen wir Ihre Heimatadresse, Telefonnummer oder Ihre Emailadresse. Wir bitten Sie, diese Unterlagen dann zu Ihrem persönlichen Vorstellungstermin mitzubringen. Die Informationen, die wir aus den Fragebögen erhalten, sind ein bedeutsamer Bestandteil des diagnostischen Vorgehens. Weiterhin werden wir Sie bitten, uns frühere fachärztliche Befunde vorab zuzusenden, sofern solche Befunde vorhanden sein sollten und Sie über diese Befunde auch selbst verfügen.  Ihre Daten werden selbstverständlich vertraulich und unter Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht behandelt.

Was erwartet mich im Erstgespräch?

Unter Berücksichtigung Ihrer Vorbefunde erfolgt eine standardisierte psychiatrische Exploration. Im Zuge eines individualisierten Vorgehens werden wir Sie ggf. bitten, weitere Fragebögen zu berücksichtigen. In Einzelfällen werden wir mit ihnen einen weiteren Termin vereinbaren, sofern zusätzliche diagnostische Schritte erforderlich sein sollten, z.B. eine kognitive Testung oder eine Gehirnbildgebung. Diesbezüglich arbeiten wir eng zusammen mit unserer Psychiatrischen Ambulanz für Kognitives Training (PAKT) und der Abteilung für Neuroradiologie des Universitätsklinikums Heidelberg.

Kann ich auch an Studien teilnehmen?

An unserer Klinik besteht eine international anerkannte Expertise auf dem Gebiet verbaler akustischer Halluzinationen. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen des „Stimmenhörens“ ist dabei in einem kognitiv-neurowissenschaftlichen Kontext eingebettet. Bei Interesse informieren wir Sie gerne über aktuelle Forschungsprojekte.

Leitung

Prof. Dr. med. Robert Christian Wolf

Ärztliche Leitung