Personen
Portrait von Prof. Dr. sc. hum., Dipl.-Wi.-Inf. Gunter Laux

Prof. Dr. sc. hum., Dipl.-Wi.-Inf. Gunter Laux

Wiss. Mitarbeiter (Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung)

⌬ Leiter des Teams «IT, Datenmanagement und quantitative Methoden»


06221 56-6207

Gunter Laux studierte an der Universität Mannheim Wirtschaftsinformatik mit den Schwerpunkten Datenbanksysteme, Objektorientierte Systementwicklung, Evolutionäre Algorithmen, Nichtlineare Optimierungsstrategien sowie Stichproben- und Wahrscheinlichkeitstheorie. Nach seinem Prädikatsexamen 1997 arbeitete er für die Daimler AG in Darmstadt und Aachen sowie für die Bilfinger+Berger AG in Mannheim als Systementwickler.

Seit 1999 ist Gunter Laux wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Heidelberg. 2004 promovierte er zum Dr. sc. hum. Seit 2005 ist er in der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung des Universitätsklinikums Heidelberg wissenschaftlich tätig, wo er 2010 die Venia Legendi für das Fach Versorgungsforschung erhielt. Seit 2015 ist Gunter Laux außerplanmäßiger Professor für Versorgungsforschung.

Im Masterstudiengang „Versorgungsforschung und Implementierungswissenschaft im Gesundheitswesen“ ist Gunter Laux modulverantwortlich für quantitative wissenschaftliche Methoden.

Die wissenschaftlichen Schwerpunkte seiner Arbeit sind nachfolgend aufgeführt.

Ärztlicher / Beruflicher Werdegang

seit 1999

wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Heidelberg

seit 2005

in der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung des Universitätsklinikums Heidelberg wissenschaftlich tätig

seit 2015

außerplanmäßiger Professor für Versorgungsforschung

Auszeichnungen

2010

erhielt er die Venia Legendi für das Fach Versorgungsforschung

Schwerpunkte der Forschung

Methodisch/analytische Schwerpunkte

  • Methodisch angemessene Konstruktion/Analyse von großen Stichproben zur Beantwortung von Fragestellungen der Versorgungsforschung 
  • Kritische Einschätzung und analytische Nutzung von Sekundärdaten/Routinedaten der medizinischen Versorgung für wohldefinierte Fragestellungen
  • Parametrische und nichtparametrische multivariable Analysemethoden

Informationstechnologische Schwerpunkte 

  • Konzeption und Anwendung klassischer und moderner Technologien zur Datenanalyse ( Datawarehouses/Big Data Systems) im Kontext großer Datenvolumen der medizinischen Versorgung
  • Elektronische Patientenakten und korrespondierende Datenbanken/Register (Konzeption, Implementierung, Nutzung)

Schwerpunkte bzgl. der Fragestellungen

  • Evaluation neuer Versorgungsstrukturen, -technologien  und -prozesse
  • Morbiditätsbezogene Pharmakotherapie und Pharmakoökonomie unter Alltagsbedingungen
  • Primärärztliche Versorgung
  • Patientenversorgung “zur Unzeit” (Out of Hours Care)
  • Beantwortung von Fragestellungen in Bezug auf relevante, koexistierende Gesundheitsprobleme (Multimorbidität) aus der Perspektive der Versorgungsforschung
  • Sektorübergreifende medizinische Dokumentation: Zielführende Konzepte unter Berücksichtigung von patientenbezogenem Datenschutz bei gleichzeitiger  Vermeidung von überflüssiger Mehrfachdiagnostik/Mehrfacherfassung.  

Ausgewählte Publikationen

  • Wensing M, Szecsenyi J, Kaufmann-Kolle P, Laux G. Strong primary care and patients' survival. Nature Scientific Reports 2019;9(1):10859.
  • Phillips A, Strobl R, Grill E, Laux G. Anticholinergic and sedative medications and the risk of vertigo or dizziness in the German primary care setting-A matched case-control study from the CONTENT registry. Pharmacoepidemiol Drug Saf 2018;27(8):912-920.
  • Laux G, Musselmann B, Kiel M, Szecsenyi J, Joos S. Differences between Practice Patterns of Conventional and Naturopathic GPs in Germany. PLoS One 2016;11(10):e0163519.
  • Laux G, Berger S, Szecsenyi J, Kaufmann-Kolle P, Leutgeb R. Prescribing differences in family practice for diabetic patients in Germany according to statutory or private health insurance: the case of DPP-4-inhibitors and GLP-1-agonists. BMC Fam Pract 2016;17(1):146.
  • Leutgeb R, Walker N, Remmen R, Klemenc-Ketis Z, Szecsenyi J, Laux G. On a European collaboration to identify organisational models, potential shortcomings and improvement options in out-of-hours primary health care. Eur J Gen Pract 2014; 20 :233-337.
  • Laux G, Kaufmann-Kolle P, Bauer E, Goetz K, Stock C, Szecsenyi J. Evaluation of family doctor centred medical care based on AOK routine data in Baden-Württemberg. Z Evid Fortbild Qual Gesundhwes. 2013;107:372-378.
  • Laux G, Kuehlein T, Rosemann T, Szecsenyi J. Co- and multimorbidity patterns in primary care based on episodes of care: results from the German CONTENT project. BMC Health Serv Res 2008;8:14.
  • Laux G, Mansmann U, Deufel A, Opelz G, Mytilineos J. A new epitope-based HLA-DPB matching approach for cadaver kidney retransplants. Transplantation 2003;75(9):1527-32.